Wichtigste Messgrößen für die Leistungsfähigkeit von Gesundheitssystemen sind die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung. Gesundheitsleistungen, die qualitativ hochwertig und allen zugänglich sind, werden den Gesundheitsbedürfnissen der Bevölkerung gerecht und verbessern ihre Gesundheitsergebnisse. Ob es gelingt, die Zugangs- und Qualitätsziele zu erreichen und letztlich bessere Gesundheitsergebnisse zu erzielen, hängt davon ab, ob ausreichende Ressourcen für den Gesundheitssektor zur Verfügung stehen. Mit den Gesundheitsausgaben wird das Gesundheitspersonal finanziert, das die notwendigen Gesundheitsleistungen erbringt, sowie die Waren und Dienstleistungen, die zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten erforderlich sind. Allerdings tragen diese Ausgaben heute und auch in Zukunft nur dann zu besseren Gesundheitsergebnissen und sonstigen Zielen des Gesundheitssystems bei, wenn sie sinnvoll verwendet werden. Effizienz, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Resilienz sind vier bereichsübergreifende Dimensionen der Leistungsfähigkeit eines Gesundheitssystems, die für die Optimierung der Ressourcen des Gesundheitssystems von entscheidender Bedeutung sind.
Gleichzeitig haben viele Faktoren außerhalb des Gesundheitssystems ebenfalls Einfluss auf den Gesundheitszustand, vor allem sozioökonomische, demografische und ökologische Bedingungen. Auch der demografische und sozioökonomische Kontext wirkt sich auf die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen und ihr Angebot aus. Inwieweit Menschen einen gesunden Lebensstil pflegen, der ein wichtiger Bestimmungsfaktor für ihre Gesundheitsergebnisse ist, hängt letztlich sowohl von einer effektiven Gesundheitspolitik als auch darüber hinaus gehenden sozioökonomischen Faktoren ab.