Konjunkturprognose November 2018 - Deutschland

 

(Paris/Berlin, 21. November 2018) - Das Wirtschaftswachstum wird sich den Projektionen zufolge verlangsamen, unter dem Einfluss eines kräftigen Beschäftigungszuwachses und fiskalischer Impulse aber solide bleiben. Handelsbezogene Unsicherheiten und eine sich abschwächende Welt nachfrage werden die Exporte belasten. Infolge des kräftigen Lohnwachstums und fiskalischer Maßnahmen, die einen Anstieg der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte zur Folge haben, dürfte sich der private Konsum beschleunigen. Die niedrigen Zinssätze, die hohe Kapazitätsauslastung und die zunehmende Nachfrage nach Wohnimmobilien werden die Wohnungsbau- und Unternehmensinvestitionen stützen. Der Leistungsbilanzüberschuss wird sinken, da die stärkere Inlandsnachfrage den Importen Auftrieb gibt.

Aufgrund eines konjunkturbedingten starken Wachstums der Staatseinnahmen wird der Haus haltssaldo weiter einen Überschuss aufweisen. Der bestehende fiskalische Spielraum sollte genutzt werden, um die Ausgaben für Bildung, Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetze und eine emissionsarme Verkehrsinfrastruktur zu steigern, was Produktivitätswachstum und Teilhabe stärken würde. Steuersenkungen für Gering- und Zweitverdiener würden zusammen mit höheren Umwelt- und Immobiliensteuern ein umweltverträglicheres und inklusiveres Wachstum fördern. Eine Stärkung des lebenslangen Lernens würde Arbeits kräften den Umgang mit technologischen Veränderungen erleichtern und sie für die Zukunft der Arbeit rüsten.


» ausführliche Konjunkturprognose (PDF)

 

 

 

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