Dirk Lüerßen managt das Netzwerk Wachstumsregion Ems-Achse im hohen Nord(west-)en des Landes. Mit seiner Arbeit zeigt er immer wieder, wie einfallsreiche, engagierte und standortverliebte Zusammenarbeit von lokalen Akteuren, wie Unternehmen, Kommunen und Hochschulen, aus scheinbar widrigen Umständen wirtschaftlichen Erfolg und Zusammenhalt hervorlocken kann. Einst mussten in den Gebieten zwischen Grafschaft Bentheim, dem Emsland und Ostfriesland ebenso stoische wie hartnäckige Landwirte einer unwirtlichen Sumpflandschaft ihren Ertrag abtrotzen. Von diesem Geist ist vielleicht etwas geblieben, auch wenn hier längst eine erfolgreiche Industrieregion mit vielen starken Mittelständlern entstanden ist, die sich nicht zu Unrecht als Wachstumsregion sieht. Dirk Lüerßens Netzwerkpartnerinnen und -partner finden immer wieder Lösungen, wenn politische Prozesse oder wirtschaftliche Realitäten die Region vor Herausforderungen stellen. Mal strecken sie dem Staat die Finanzierung für den Lückenschluss einer Autobahn vor, um politische Prozesse ein wenig zu beschleunigen, mal klügeln sie Strategien aus, wie sie dringend benötigte Fachkräfte in die Region locken können, die dem einen oder anderen doch etwas entlegen erscheinen könnte. Im Tête-à-Tête erzählt uns Dirk Lüerßen, was ihn und sein Netzwerk oft so erfolgreich macht, wie es in seiner Arbeit auf Sektoren wie Energie, IT und natürlich maritime Wirtschaft und Logistik setzt und welche Herausforderungen es mit anderen ländlichen Regionen in Deutschland und der OECD teilt. Besonders gespannt sind wir darauf, was die Ems-Achse aus dem zähen Ringen um Fachkräfteanwerbung gelernt hat, und warum eine Antwort darauf Südafrika heißt.
Tête-à-Tête mit Dirk Lüerßen – Wegbereiter für innovative Wirtschaft auf dem platten Land
- Date
- 2 Juni 2026
- Time
- 12:00-12:30 Uhr
- Location
- Online