Impulsvortrag: Michael Müller, OECD
Im Anschluss Diskussion mit:
Carina Becher, BDA
Kirsten Kappert-Gonther, MdB, Bündnis 90/Die Grünen (angefragt)
Gabriele Liebermann, Deutsche Depressionsliga e.V.
Christopher Prinz, OECD
Silvia Schneider, Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit und Ruhr-Universität Bochum
Moderation: Nicola Brandt, OECD
Rund ein Fünftel der Bevölkerung in OECD- und EU-Ländern leidet an psychischen Erkrankungen, wie Angststörungen, Depressionen oder Suchterkrankungen. Damit gehören psychische Störungen zu den bedeutensten Problemen für die öffentliche Gesundheit und bringen zudem erhebliche sozi-ökonomische Kosten mit sich. Gleichzeitig ist der Zugang zu adäquater Versorgung bei weitem nicht ausreichend, das gilt besonders für bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Jugendliche und Kinder. Fast zwei Drittel der von der von psychischen Problemen betroffenen Personen haben OECD-Schätzungen zufolge keinen Zugang zu adäquater Versorgung. Vorsorge kann sehr wirksam sein, doch die untersuchten Länder schöpfen das Potential jedoch bei weitem nicht aus.
Nach der Präsentation einer OECD-Studie zu psychischen Erkrankungen, ihren wirtschaftlichen Kosten sowie effektiven Behandlungsmöglichkeiten und Vorsorge, beleuchten unsere Expertinnen und Experten die Situation in Deutschland und diskutieren Erfolgsmodelle für Behandlung und Vorsorge am Arbeitsplatz, in Schulen und in der Jugendarbeit.