Österreich hat Fortschritte bei der Verringerung der Umweltbelastungen erzielt, einschließlich des Energieverbrauchs, der Treibhausgasemissionen und der Luft- und Wasserverschmutzung. Es erzeugt den Großteil seines Stroms aus erneuerbaren Energiequellen, ist führend im ökologischen Landbau und verfügt über ausgedehnte Naturschutzgebiete. Österreich treibt die Kreislaufwirtschaft voran und stützt sich dabei auf sein effizientes Abfallwirtschaftssystem. Mit Blick auf die Kreislaufwirtschaft und die Eindämmung der Bodenversiegelung bestehen jedoch weiterhin Herausforderungen. Die Hälfte der Flüsse und Seen befindet sich in einem schlechten ökologischen Zustand, und die biologische Vielfalt ist nach wie vor gefährdet. Österreich muss die Verringerung der Treibhausgasemissionen beschleunigen, um seine Ziele zu erreichen. Gleichzeitig muss es widerstandsfähiger gegenüber Klimaauswirkungen, insbesondere Überschwemmungen, werden. Das Land hat wichtige Reformen durchgeführt, darunter die CO2-Bepreisung. Trotz der Fortschritte bei der Ökologisierung des Finanzsektors sind die Finanzierungsströme nach wie vor nicht auf die Klimaziele abgestimmt. Österreich benötigt einen kosteneffizienteren und ausgewogeneren Policy-Mix sowie eine stärkere Multi-Level-Governance, um angesichts des zunehmenden Drucks auf die Finanzen nachhaltige Fortschritte zu erzielen.
Der vierte OECD-Umweltprüfbericht Österreichs bewertet die Fortschritte des Landes bei der Erreichung seiner Umweltziele mit besonderem Augenmerk auf die Kreislaufwirtschaft. Er enthält 40 Empfehlungen, die Österreich helfen sollen, seine Umweltpolitik und -ergebnisse weiter zu verbessern. Diese gekürzte Fassung enthält die Zusammenfassung sowie die offizielle Gesamtbeurteilung und die Empfehlungen des Berichts.