Die vorliegende Publikation ist der 49. Bericht des Continuous Reporting System on Migration (Ständiges Berichtssystem über Migration) der OECD. Der Bericht setzt sich aus sechs Kapiteln sowie einem Statistischen Anhang zusammen (die ungekürzte Fassung ist auf Englisch verfügbar). Kapitel 1 vermittelt einen allgemeinen Überblick über die jüngsten Entwicklungen im internationalen Migrationsgeschehen. Zudem untersucht es die aktuellen Veränderungen bei der Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten in den OECD-Ländern. Kapitel 2 beleuchtet die jüngsten Anpassungen in der Migrationspolitik, während Kapitel 3 die neuesten Entwicklungen bei den Maßnahmen zur Unterstützung der Integration von Zugewanderten und ihren Kindern in den Blick nimmt.
In Kapitel 4 wird die Rolle der Unternehmen bei der Integration von Zugewanderten betrachtet. Anhand von verknüpften Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten aus 15 OECD-Ländern wird der Einfluss von Unternehmen auf die Lohnlücke von Zugewanderten untersucht. Zunächst wird die Lohnlücke von Zugewanderten beim Eintritt in den Arbeitsmarkt dokumentiert und der Frage nachgegangen, inwieweit sie darauf zurückzuführen ist, dass Zugewanderte überproportional häufig in Unternehmen, Sektoren und Berufen mit einem niedrigeren Lohnniveau arbeiten. Anschließend wird analysiert, wie sich der Lohnabstand entwickelt, während sich Zugewanderte in den Arbeitsmarkt integrieren, indem sie in Unternehmen, Sektoren und Berufe mit höheren Löhnen wechseln. Die Auswirkungen für die Integrationspolitik werden in der Schlussbetrachtung erörtert.
Kapitel 5 ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der OECD und der WHO im Rahmen des Programms „Working for Health“. In ihm wird die Entwicklung der internationalen Migration von Gesundheitsfachkräften, insbesondere Ärzt*innen und Pflegefachkräften, in die OECD-Länder seit 2000/2001 im Kontext des steigenden Arbeitskräftemangels und des zunehmenden globalen Wettbewerbs um Fachkräfte untersucht. Das Kapitel befasst sich mit den Auswirkungen auf die Herkunftsländer, einschließlich des Risikos der Abwanderung von Spitzenkräften, und unterstreicht die Bedeutung ethischer Einstellungspraktiken. Abschließend werden die jüngsten Änderungen der Zuwanderungspolitik untersucht, die Gesundheitsfachkräfte betreffen, und die Entwicklungen in Bezug auf die Anerkennung ausländischer Qualifikationen und die Erteilung von Berufszulassungen im OECD-Raum dargestellt.
Kapitel 6 enthält kurze länderspezifische Beiträge und Statistiken zu den in den letzten Jahren in den OECD-Ländern und ausgewählten Nicht-OECD-Ländern verzeichneten Entwicklungen im internationalen Migrationsgeschehen und bei der Zuwanderungspolitik. Der Statistische Anhang schließlich präsentiert eine breite Auswahl aktueller und historischer Daten zum Migrationsgeschehen, zu gestellten Asylanträgen, der ausländischen und im Ausland geborenen Bevölkerung sowie zu den Einbürgerungen.
Die diesjährige Ausgabe des International Migration Outlook der OECD ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der Mitarbeiter*innen der Abteilung Internationale Migration der OECD-Direktion Beschäftigung, Arbeit und Sozialfragen. Kapitel 4 wurde von César Barreto (OECD), Ana Damas de Matos (OECD) und Alexander Hijzen (OECD) verfasst. Kapitel 5 entstand unter der Federführung von Ave Lauren (OECD), José Ramalho (OECD), Jean-Christophe Dumont (OECD), Gaetan Lafortune (OECD) sowie Agya Mahat (WHO) und Tapas Nair (WHO). Eine Reihe von WHO-Kolleg*innen – Giorgio Cometto, Khassoum Diallo, Teena Kunjumen und Jim Campbell – steuerte wertvolle Kommentare bei. Jean-Christophe Dumont führte die redaktionelle Aufsicht. Die statistischen Arbeiten wurden von Philippe Hervé, Sebastián Higuera und Veronika Strain-Fajth durchgeführt und von Cécile Thoreau koordiniert. Um die redaktionelle Aufbereitung kümmerten sich Dominika Andrzejczak, Jennifer O’Brien und Lucy Hulett.