Im zweiten Schritt des OECD/FAO-Leitfadens geht es um die Untersuchung der Lieferkette und das Mapping der Entwaldungsrisiken innerhalb dieser Kette – Maßnahmen, die es den Unternehmen ermöglichen, ihre Handlungsprioritäten festzulegen. Der OECD/FAO-Leitfaden sieht vor, dass die Unternehmen die allgemeinen Bereiche ermitteln, in denen das Risiko negativer Effekte am größten ist, und die Sorgfaltspflichten entsprechend priorisieren. Hochrisikozulieferer oder Zulieferer, die in Hochrisikogebieten tätig sind, müssen strenger geprüft werden.
OECD/FAO‑Unternehmenshandbuch zu Entwaldung und Sorgfaltspflichten in landwirtschaftlichen Lieferketten
Schritt 2: Entwaldungsrisiken in der Lieferkette erkennen, bewerten und priorisieren
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Abbildung 5. Entwaldungsrisiken in der Lieferkette erkennen, bewerten und priorisieren
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Strategische Fragen für Unternehmen
Copy link to Strategische Fragen für UnternehmenMapping der Lieferkette erstellen:
Welche Abteilungen sind in unserem Unternehmen für das Mapping und die Priorisierung der Lieferketten zuständig? Verfügen sie über die Kapazitäten und das Budget, um die Verpflichtungen des Unternehmens im Hinblick auf Entwaldungsfreiheit zu erfüllen?
Welche Systeme oder Prozesse stehen uns derzeit für das Mapping unserer Geschäftstätigkeiten und Lieferketten zur Verfügung, um Entwaldungsrisiken zu erkennen (z. B. Sekundärforschung, Heatmaps, Lieferantenfragebögen, Satellitendaten, Vor-Ort-Besuche)?
Bis wohin reicht unser Mapping der vorgelagerten Bereiche der Lieferkette?
Haben wir einen Plan für das Mapping der zentralen Kontrollpunkte innerhalb von Lieferketten, die mit einem hohen Entwaldungsrisiko verbunden sind? (Vgl. Glossar)
Verfolgen wir einen risikobasierten Ansatz, um zu priorisieren, für welche Unternehmen in der Lieferkette und welche Teile der Lieferkette ein detailliertes Mapping erstellt werden soll?
Stellen wir sicher, dass auch die vorgelagerte landwirtschaftliche Produktion erfasst wird?
Gibt es Teile der Lieferkette, in denen das Mapping durch mangelnde Transparenz behindert wird (z. B. beim Kauf am Spotmarkt)?
Was können wir tun, um die Transparenz zu erhöhen (z. B. mit Zulieferern in Kontakt treten, den Kauf am Spotmarkt einstellen usw.)?
Welches Niveau an Rückverfolgbarkeit bzw. Chain of Custody können wir für unsere Produkte gewährleisten?
Woher stammen unsere Informationen (z. B. interne Systeme/Tracking, Lieferanten-Feedback, externe Daten, Zusammenarbeit mit Branchenverbänden, Open-Source-Satellitendaten zur Entwaldung)?
Haben wir aktuelle Karten über Waldbedeckung und Entwaldung in den Gebieten, aus denen wir unsere Produkte und Rohstoffe beziehen?
Welche Abteilungen/Personen sind für das Mapping von Entwaldungsrisiken und die Datenpflege zuständig? Stützen wir uns dafür auf externe öffentliche Informationen oder auf einen Vertrag mit einem bestimmten Anbieter?
Wie verlässlich sind diese Informationen und wie können wir sie überprüfen?
Wie rückverfolgbar sind unsere Rohstoffe und Produkte?
Was tun unsere Partner, um Entwaldungsrisiken zu erkennen? Wie können diese Informationen in unserem Ansatz verbessert, koordiniert und gestrafft werden?
Die Lieferkette bewerten und Prioritäten setzen:
Welche Entwaldungsrisiken betrachten und definieren wir als besonders wichtig und prioritär? Welche unserer Zulieferer oder sonstigen Geschäftspartner stellen das größte Risiko dar?
Welche Schritte unternehmen wir, um unsere Lieferkettendaten zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie auf dem neuesten Stand sind? Nutzen wir Verfahren wie Daten-Triangulation, Kontrollbesuche bei Zulieferern bzw. vor Ort, Audits, Echtzeitdaten/-technologien, Zusammenarbeit oder Informationsaustausch mit Branchenverbänden?
Anhand welcher Richtwerte und Standards bewerten wir die Risiken?
Wie bewerten und priorisieren wir die Entwaldungsrisiken? Verwenden wir ein Red-Flag-System (siehe weiter unten)? Unterstützen wir lokale Landwirt*innen und Unternehmen und wenn ja, in welcher Form (Schulungen, Ressourcen, Ausrüstung)?
Mapping der Lieferkette mit den verschiedenen beteiligten Akteuren, z. B. unmittelbaren Zulieferern und Geschäftspartnern, sowie den Standorten erstellen
Copy link to Mapping der Lieferkette mit den verschiedenen beteiligten Akteuren, z. B. unmittelbaren Zulieferern und Geschäftspartnern, sowie den Standorten erstellenDas Mapping und die Priorisierung sollten mit einer übergreifenden Betrachtung der Produkte, Dienstleistungen und Zulieferer des Unternehmens beginnen. In diesem Stadium geht es darum, die Bezugsquellen aller Rohstoffe und Produkte zu ermitteln, die unter die Anti-Entwaldungspolitik des Unternehmens fallen, um so ein allgemeines Verständnis der mit ihrer Produktion und Beschaffung verbundenen Risiken zu gewinnen. Der Umfang der Informationen, die über Lieferanten und Geschäftspartner gesammelt werden, hängt davon ab, wie schwerwiegend das Entwaldungsrisiko ist und wie eng die Lieferanten und Geschäftspartner mit dem festgestellten Risiko verbunden sind.
Das Mapping der Lieferkette umfasst
die Bezugsquelle der Rohstoffe oder der aus diesen Rohstoffen gewonnenen Produkte, d. h. Ursprungsland, Herkunftsgebiet und gegebenenfalls Flurstück. Dies kann helfen, die Länder oder Gebiete zu ermitteln, in denen das Entwaldungsrisiko am größten ist. Zudem kann es dem Unternehmen ermöglichen, Hochrisikogebiete oder -zulieferer genauer in den Blick zu nehmen. Der rechtliche und politische Kontext des Herkunftsgebiets kann dabei genauso wichtig sein wie die Entwaldungs- oder landwirtschaftlichen Produktionstrends. An Standorten, an denen eines oder mehrere Warnsignale („Red Flags“) erkennbar sind, an sog. als kritisch eingestuften Standorten, sollten die Unternehmen eine Due-Diligence-Prüfung durchführen:
Gebiete, die als Schutzgebiete, gemeinsam bewirtschaftete Gebiete (gemäß Landrechten lokaler Gemeinschaften oder indigener Völker), Gebiete mit hohem Erhaltungswert oder Flächen mit hohem Kohlenstoffbestand (z. B. Torfwälder) ausgewiesen bzw. bekannt sind
Gebiete mit großer ländlicher Armut, in denen die Landwirtschaft die Haupteinkommensquelle ist
Gebiete, in denen lokale Gemeinschaften und indigene Völker leben
Gebiete mit hohem Konfliktrisiko
Gebiete mit geringem Schutz der Menschenrechte und der Rechte indigener Völker oder schlecht definierten oder angefochtenen Landrechten (Kasten 1)
Gebiete mit schwacher Governance und Durchsetzung der Rechtsstaatlichkeit sowie Korruption
Gebiete mit unzureichendem Waldschutz vonseiten der nationalen oder lokalen Behörden
Kasten 1. Landrechte
Copy link to Kasten 1. LandrechteLandrechtefragen – wobei es um das gesamte Bündel von Rechten, vom Zugang bis zum Eigentum, geht – sind in Debatten über die Beendigung der Entwaldung von zentraler Bedeutung. Ein erheblicher Teil der verbleibenden Tropenwälder der Welt befindet sich aufgrund von Gewohnheitsrechten im Besitz indigener Völker, traditioneller Gemeinschaften oder ähnlicher Akteure. Unternehmen, die Zugang zu Land für die Rohstoffproduktion erlangen möchten, müssen die Rechte derjenigen respektieren, die dieses Land besitzen, die dort leben oder die es anderweitig nutzen. Sie können den Zugang zu diesem Land möglicherweise nur durch ein Verfahren erlangen, in dem diese Rechte zuerst einmal anerkannt werden müssen. Manchmal müssen dabei auch nationale oder lokale Behörden tätig werden.
Auch die Rechte derjenigen, die keine formellen Eigentumsrechte an den betreffenden Landflächen besitzen, sollten anerkannt werden; dazu gehören Pächter*innen, Teilpächter*innen, Landarbeiter*innen oder Personen mit informellen Zugangs- und Nutzungsrechten an Land und natürlichen Ressourcen. Zu diesen informellen Rechten können auch die Landrechte von Frauen gehören, die üblicherweise unter den Rechten des männlichen Haushaltsvorstands zusammengefasst sind.
Das Verfahren der Anerkennung von Landrechten ist häufig mit Herausforderungen verbunden. Es ist nicht immer klar, wer der rechtliche Eigentümer des Landes ist, Gewohnheitsrechte können im Widerspruch zu formell niedergeschriebenen Rechten stehen und formell niedergeschriebene Rechte können im Widerspruch zu internationalen Menschenrechtsverpflichtungen stehen. In vielen Zertifizierungssystemen und anderen Instrumenten (z. B. dem High-Carbon-Stock-Ansatz) werden Standards für die Achtung der Landrechte und Verfahren zur Bestimmung dieser Rechte festgelegt. Dies umfasst beispielsweise eine vom Unternehmen gemeinsam mit den lokalen Gemeinschaften durchgeführte partizipative Kartierung. Die Zertifizierung allein garantiert aber nicht immer, dass die Standards eingehalten werden.
Eine freiwillige und in Kenntnis der Sachlage erteilte vorherige Zustimmung (free, prior and informed consent – FPIC) kann ein wichtiges Element dieses Prozesses sein. Wie in Anhang B des OECD/FAO-Leitfadens dargelegt, geht es bei einer FPIC darum, einen Konsultationsprozess mit betroffenen indigenen Völkern zu vereinbaren, Konsultationen durchzuführen und sich darauf zu verständigen, was eine angemessene Zustimmung darstellt (unter Berücksichtigung der Interessen von Frauen und anderen marginalisierten Gruppen). Auch sollte das Verfahren zur Einholung der Zustimmung aufgenommen werden, bevor die Aktivitäten beginnen (was nur geschehen sollte, wenn die Zustimmung erteilt wurde). Bei dem FPIC-Verfahren handelt es sich um einen iterativen und fortlaufenden Prozess und nicht um eine einmalige Diskussion. Ein kontinuierlicher Dialog schafft Vertrauen: Er mündet entweder in einer ausgewogenen Einigung, auf die sich die Investitionen in allen Projektphasen stützen können, oder einer Nichteinigung, was ein klares Zeichen dafür ist, dass die Investitionen nicht getätigt werden sollten (FAO, 2014[19]; FAO, 2016[20]).
Weitere Informationen über eine verantwortungsvolle Verwaltung von Landrechten finden sich in den vom Ausschuss für Welternährungssicherheit 2012 verabschiedeten Voluntary Guidelines on the Responsible Governance of Tenure of Land, Fisheries and Forests in the Context of National Food Security (freiwillige Leitlinien für die verantwortungsvolle Regulierung von Eigentums-, Besitz- und Nutzungsrechten an Land, Fischgründen und Wäldern im Rahmen nationaler Ernährungssicherheit).
Ein „Red-Flag-System“ kann außer zur Bestimmung von als kritisch einzustufenden Standorten auch für folgende Elemente genutzt werden:
Sektoren oder Produkte – Rohstoffe, von denen bekannt ist, dass sie häufig mit Entwaldung oder Waldschädigungen verbunden sind
Geschäftspartner – Zulieferer, von denen bekannt ist, dass sie mit Rohstoffen aus Wäldern handeln oder Rohstoffe aus Wäldern beziehen, sowie Zulieferer, von denen bekannt ist, dass sie
eine schlechte Bilanz in Bezug auf Entwaldung aufweisen
Rohstoffe von als kritisch eingestuften Standorten beziehen (siehe weiter oben)
an als kritisch eingestuften Standorten tätig sind (siehe weiter oben)
international vereinbarte Standards, wie sie beispielsweise im OECD/FAO-Leitfaden aufgeführt sind, nicht eingehalten haben
Unternehmen können auch bestimmte Produkte, geografische Gebiete und Zulieferer priorisieren, um eine genauere Bewertung vorzunehmen. Dieser Ansatz hilft Unternehmen dabei, bei diesen prioritären Gebieten, Produkten und Lieferanten Transparenz über die gesamte Lieferkette hinweg zu schaffen.
Dabei gilt es, die verschiedenen an der Lieferkette beteiligten Akteure zu ermitteln, insbesondere Zulieferer und Geschäftspartner, und auf Basis eines risikobasierten Ansatzes zu priorisieren. Dies kann schwierig sein, wenn die Produkte über lokale Händler oder an Spotmärkten beschafft werden. Das Mapping der Lieferkette erfordert einen Dialog mit Händlern und Zulieferern, insbesondere jenen, die an den zentralen Kontrollpunkten der Lieferkette tätig sind. Die Unternehmen können solche Kontrollpunkte bestimmen, beispielsweise Verarbeitungsstandorte, an denen der Großteil der Vorleistungen über relativ wenige Unternehmen läuft, z. B. Rohstoffverarbeiter, Rohstoffhändler, Großhändler, Exporteure und/oder Rohstoffbörsen.
Diesen Prozess gilt es zu wiederholen, bevor neue Investitionen getätigt oder Geschäftstätigkeiten ausgeübt werden, die zu Veränderungen in der Lieferkette führen.
Der Aufbau eines Kontroll- und Transparenzsystems entlang der Lieferkette umfasst
eine Bewertung der Art und Qualität der von den Lieferanten gewährleisteten Rückverfolgbarkeit oder Chain of Custody sowie aller gegen Akteure in der Lieferkette, einschließlich Zulieferer und Geschäftspartner, erhobenen Beschwerden und Vorwürfe.
verschiedene Ansätze wie beispielsweise eine Rückverfolgung bis zum Ursprung, eine Rückverfolgung bis zu einem Zulieferer, der selbst über ein solides Rückverfolgungs- und Due- Diligence-System verfügt (wobei die Beurteilung der Belastbarkeit dieses Systems dem nachgelagerten Unternehmen obliegt), eine Rückverfolgung bis zu einem Staat, der nachweisen kann, dass das mit dem Rohstoff verbundene Entwaldungsrisiko auf seinem gesamten Gebiet sehr gering ist, oder die Nutzung eines glaubwürdigen Zertifizierungs- oder Chain-of-Custody-Systems.
Der Umfang der über Zulieferer und Geschäftspartner erhobenen Informationen hängt davon ab, wie schwerwiegend das Entwaldungsrisiko ist und wie eng die Verbindung zwischen diesen Akteuren und dem festgestellten Risiko ist. In Gebieten mit hohem Entwaldungsrisiko ist ein höherer Grad an Rückverfolgbarkeit oder Chain of Custody bis zum landwirtschaftlichen Betrieb erforderlich; in einigen Gebieten kann dies jedoch schwer zu gewährleisten sein. Bei der Festlegung der Risikominderungsstrategie muss die potenzielle Diskrepanz zwischen dem Grad des Entwaldungsrisikos und der Granularität der Informationen über die Produktionsfläche berücksichtigt werden.
Es gibt verschiedene Rückverfolgungssysteme, von denen einige häufig in Zertifizierungssystemen verwendet werden (vgl. Anhang A wegen weiterer Informationen zu Zertifizierungssystemen). Je granularer die mit ihnen erfassten Informationen sind, desto zuverlässiger kann die Verbindung zwischen den Rohstoffen und dem Produktionsort und folglich dem Entwaldungsrisiko bestimmt werden:
Beim Modell „Identity Preserved“ müssen die Produkte zu einer einzigen zertifizierten Quelle zurückverfolgt und entlang der gesamten Lieferkette von nicht zertifizierten Produkten sowie von zertifizierten Produkten aus anderen Quellen getrennt bleiben. Das Flurstück, auf dem die Waren produziert wurden, ist bekannt.
Beim Modell „Segregated“ können zertifizierte Produkte aus verschiedenen zertifizierten Quellen vermischt werden, müssen aber von nicht zertifizierten Produkten getrennt bleiben.
Beim Modell „Mass Balance“ können zertifizierte Produkte mit nicht zertifizierten Produkten gemischt werden, die jeweiligen Anteile werden jedoch anhand einer Mengenbilanz geprüft. Die Nutzer können ihr Produkt als teilweise zertifiziert bewerben, in der Regel unter Angabe des betreffenden Prozentsatzes.
Beim Modell „Book and Claim“ werden zertifizierte Produkte nicht getrennt gehalten, stattdessen verkaufen Lieferanten zertifizierter Produkte Zertifikate an die Nutzer. Dadurch beteiligen sich die Nutzer an den Kosten einer verantwortungsvollen Produktion, selbst wenn die effektiv von ihnen genutzten Produkte möglicherweise nicht zertifiziert sind.
In Kasten 2 sind die Arten sowie mögliche Quellen der Informationen aufgeführt, die Unternehmen für diese Zwecke benötigen.
Kasten 2. Arten und mögliche Quellen von Informationen für das Mapping der Lieferkette und die Bewertung der Entwaldungsrisiken
Copy link to Kasten 2. Arten und mögliche Quellen von Informationen für das Mapping der Lieferkette und die Bewertung der EntwaldungsrisikenInformationsarten:
Namen und Standorte von landwirtschaftlichen Betrieben, lokalen Händlern, Verarbeitern und anderen Unternehmen in der Lieferkette, die ein nachgelagertes Unternehmen bei der Rückverfolgung erfassen möchte
das durchschnittliche Produktionsvolumen der landwirtschaftlichen Betriebe oder der Gebiete, die die Rohstoffe liefern, um mögliche undichte Stellen zwischen Produktionsgebieten mit unterschiedlichem Entwaldungsrisiko aufzudecken
nationale Produktions- und Handelsdaten für den betreffenden Rohstoff; solche Daten können helfen, mögliche undichte Stellen, wie z. B. verdeckte Einfuhren aus einem Drittland in grenznahe Anbaugebiete, aufzudecken
Informationen zu den Verarbeitungsanlagen (z. B. Palmöl- und Sojabohnenmühlen)
gegebenenfalls Geolokalisierungsdaten (geografische Koordinaten) der Parzelle, auf der die Rohstoffe wachsen, unter Verwendung von Punktkoordinaten oder Polygonkartierung der Produktionsfläche, der Grenzen des betreffenden landwirtschaftlichen Betriebs oder eines weiteren Umkreises (z. B. Ortschaft, Landschaftsraum oder Verwaltungsgebiet)
Farm-Mapping- und Registrierungsdatenbanken
Rechtsvorschriften der Erzeugerländer für die Produktion der vom Unternehmen gekauften Rohstoffe und Produkte und die Umwidmung von Waldflächen, Daten zum Governance- und Rechtsdurchsetzungsniveau, zur Rechtseinhaltung, zur Achtung der Menschen- und Landrechte sowie zum Grad der Korruption
Daten aus Zertifizierungssystemen, beispielsweise zu den Mengen der vollständig zertifizierten Produkte und der nach begrenzten Kriterien zertifizierten Produkte
visuelle Analysen oder Isotopen- oder DNA-Analysen von Stichproben (diese können helfen, zwischen verschiedenen Arten, z. B. bei Nutzholz, sowie – bei einigen Rohstoffen – zwischen verschiedenen Herkunftsregionen zu unterscheiden)
Mögliche Informationsquellen:
Bestellungen und Rechnungen, Chargennummern von Rohstoffen und Produkten
Fragebögen für Zulieferer, einschließlich ihrer Unterlieferanten
Vor-Ort-Besichtigungen von Produktions-, Transformations- und Lagerflächen
Programme von Unternehmens- und Branchenverbänden, öffentlich zugängliche Zusammenfassungen von Auditberichten sowie Produktaussagen oder -kennzeichnungen, z. B. im Rahmen freiwilliger Zertifizierungs- und Legalitätsprüfungssysteme
über Gebiets- oder Landschaftsansätze gewonnene Daten
private oder öffentliche Fernerkundungsdienste
Instrumente für das Mapping und die Transparenz von Lieferketten, wie z. B. TRASE, SPOTT, FLEGT IMM, das Open Timber Portal, kommerzielle Angebote, Sektorinitiativen, Kooperationsprojekte usw.
Rückverfolgungssysteme, wie z. B. kommerzielle oder nationale Rückverfolgungssysteme, das Independent Forest Monitoring und das Timber Legality Assurance System
spezifische Instrumente zur Beobachtung und Bewertung des Entwaldungsrisikos, wie z. B. Global Forest Watch
Agrar- und Handelsstatistiken aus nationalen oder internationalen Datenbanken, wie z. B. FAOSTAT und UN Comtrade, Daten aus Katastern sowie anderen Landdatenquellen, wie z. B. Land Matrix oder Open Land Contracts
FAOLEX (eine umfassende Rechts- und Politikdatenbank)
Anmerkung: Da die oben aufgeführten Initiativen auf unterschiedlichen Modellen oder Ansätzen basieren, sollten stets Anstrengungen zur Prüfung ihrer Zuverlässigkeit unternommen werden.
Mit den Produkten, Waren, Dienstleistungen, Lieferanten und Beschaffungsgebieten verbundene Entwaldungsrisiken bewerten
Copy link to Mit den Produkten, Waren, Dienstleistungen, Lieferanten und Beschaffungsgebieten verbundene Entwaldungsrisiken bewertenWenn die Herkunft der Rohstoffe und Produkte ermittelt wurde, die unter die Politik des Unternehmens zur Verhinderung von Entwaldung fallen, und ihr Beschaffungsgebiet bekannt ist, wird es möglich, das mit ihrer Produktion verbundene Entwaldungsrisiko einzuschätzen.
Wahrscheinlichkeit und Schweregrad. Die Bedeutung eines negativen Effekts hängt von der Wahrscheinlichkeit seines Eintretens und seinem Schweregrad ab. Der Schweregrad von Auswirkungen kann nach ihrem Ausmaß, ihrer Reichweite und dem Grad ihrer Unumkehrbarkeit analysiert werden:
Das Ausmaß eines negativen Effekts beschreibt die Stärke des Effekts auf die Wälder insgesamt oder auf bestimmte Waldtypen (z. B. Schutzgebiete, Gebiete mit hohem Erhaltungswert oder Gebiete mit hohem Kohlenstoffbestand) oder den Grad der Veränderungen der Artenzusammensetzung der Wälder.
Die Reichweite bezieht sich auf den Wirkungsbereich des Effekts, z. B. den Grad der Schädigung des Waldes bezogen auf die Gesamtfläche, bestimmte Gebiete oder Arten.
Unumkehrbarkeit bezeichnet die – völlige oder partielle – Unmöglichkeit, den Wald oder vom Wald abhängige Arten bzw. die Situation von Menschen, die in den Wäldern leben, in ihnen arbeiten oder von ihnen abhängig sind, wieder in den Zustand vor Eintreten des negativen Effekts zurückzuversetzen. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei den erheblichen Herausforderungen gelten, die mit der Wiederherstellung der sozialen und ökologischen Werte und Funktionen des Waldes verbunden sind.
Bei der Priorisierung handelt es sich um einen fortlaufenden Prozess, und in einigen Fällen können neue negative Effekte auftreten, denen dann Priorität vor weniger bedeutsamen Effekten eingeräumt werden muss.
Die Risikobewertung sollte sich auf Informationen zu folgenden Aspekten gründen:
Ausdehnung und Art der Waldbedeckung im Beschaffungsgebiet
Entwaldungstrends in diesem Gebiet (insgesamt, nicht nur für bestimmte Produkte)
Informationen über direkte Entwaldungstreiber
Informationen über indirekte Entwaldungstreiber
Niveau der Rückverfolgbarkeit
Komplexität der Lieferkette
Je höher das Ausmaß und das Risiko der Entwaldung ist, desto höher muss der Detaillierungsgrad der Informationen sein. Wenn das Risiko sehr gering ist, kann eine Bewertung auf Länder- oder Regionalebene ausreichend sein. Bei einem höheren Risiko muss die Bewertung für kleinere Gebiete erfolgen, wobei detaillierte Geolokalisierungsdaten auf Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe erforderlich sein können. Hohe Priorität sollte die Behebung von Informationslücken zu Hochrisikogebieten haben.
Waldbedeckung. Um das Risiko künftiger Entwaldung einzuschätzen, sollte überprüft werden, ob Zulieferer in der Nähe von verbleibenden Waldflächen in den Beschaffungsgebieten (einschließlich Waldflächen auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Betriebe) bzw. an sie angrenzenden Gebieten tätig sind. Eine Region mit einer niedrigen Entwaldungsrate und einem hohen Waldbestand stellt ein höheres Risiko dar als eine Region, die eine hohe Entwaldungsrate aufwies, in der der Wald aber bereits abgeholzt ist.
Entwaldungstrends. Heute steht ein immer breiteres Spektrum von Informationsquellen zu Entwaldungsraten und Entwaldungszahlen zur Verfügung (vgl. Kasten 3 und Glossar). Die Entwaldungsfronten verlagern sich im Zeitverlauf und ihre Dynamik ist nicht linear. Das Entwaldungsrisiko in den Beschaffungsgebieten (die sich ihrerseits oft ändern können) sollte daher regelmäßig aktualisiert werden, wobei die Nutzung von Warndiensten sinnvoll sein kann.
Direkte Treiber. Unter einem direkten Entwaldungstreiber ist die direkte Ursache von Waldverlust und damit verbundenen Landnutzungsänderungen zu verstehen. Ein Kernelement der Risikobewertung besteht darin, abzuschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass Wälder infolge einer Ausweitung der Produktion des vom Unternehmen genutzten Rohstoffs in Acker- oder Weideland umgewandelt werden.
Strukturelle/indirekte Treiber. Zu den indirekten bzw. strukturellen Treibern zählen die politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen oder kontextuellen Ursachen, die zu den Landnutzungsänderungen geführt haben. Wenn beispielsweise aus den vorliegenden Informationen hervorgeht, dass eine gestiegene Nachfrage nach einem bestimmten Rohstoff bzw. höhere Preise für diesen Rohstoff ursächlich für die Ausweitung der Entwaldung waren, und wirtschaftliche Prognosen darauf hindeuten, dass dieser Trend anhalten wird, dürfte das Entwaldungsrisiko hoch bleiben. Auch Regionen, in denen die Standards für die Wald- und Landnutzung niedrig sind und die Rechtsdurchsetzung schwach ist, weisen ein höheres Entwaldungsrisiko auf.
Komplexität der Lieferkette. Mit der Komplexität der Lieferkette steigt die Zahl der Zwischenstufen und das Risiko, dass entwaldungsfreie Produkte mit Produkten aus unbekannten oder risikobehafteten Bezugsquellen gemischt werden. Es ist deshalb erforderlich, die verschiedenen Akteure in der Lieferkette, beispielsweise Zulieferer und Geschäftspartner, zu ermitteln. Dies ist wichtig, denn mit der Zahl der Glieder in der Kette steigt das Risiko, da jedes Glied die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass mit Entwaldung verbundene Produkte in die Lieferungen gelangen. Die Art der Glieder – z. B. Zwischenhändler, die Rohstoffe direkt von landwirtschaftlichen Betrieben beziehen und direkt an das nächste Glied in der Lieferkette weiterverkaufen – ist ebenfalls wichtig, insbesondere wenn der Rohstoff aus einer großen Zahl von Quellen bezogen wird, beispielsweise von landwirtschaftlichen Kleinstbetrieben, die möglicherweise Unterstützung benötigen, um die Unternehmenspolitik einzuhalten.
Wenn es nicht möglich ist, alle festgestellten Effekte anzugehen, sollten sie entsprechend ihrem Schweregrad und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit priorisiert werden. Sobald die schwerwiegendsten Auswirkungen ermittelt und behoben sind, sollte sich das Unternehmen mit den weniger schwerwiegenden Auswirkungen befassen.
Kasten 3. Mögliche Informationsquellen zu Entwaldung und Entwaldungstreibern
Copy link to Kasten 3. Mögliche Informationsquellen zu Entwaldung und EntwaldungstreibernFernerkundung durch Satelliten- oder Radardaten, z. B. von Global Forest Watch, Terra‑i, dem Earth Resources Observation and Science (EROS) Centre oder aus nationalen Systemen (z. B. PRODES und Mapbiomas in Brasilien, IDEAM in Kolumbien, Geobosques in Peru)
Bewertungen der Governance und Rechtsdurchsetzung im Herkunftsland, wie z. B. die Worldwide Governance Indicators der Weltbank, der Transparency International Corruption Perceptions Index oder der Freedom House Index
Entwaldungswarnungen, z. B. GLAD-Alerts von Global Forest Watch, RADD Forest Disturbance Alerts
Forest Resources Assessments der FAO
Lokale Gemeinschaften, indigene Völker und zivilgesellschaftliche Organisationen; Waldmonitoring durch unabhängige Dienste oder lokale Gemeinschaften (die Einbindung lokaler Gemeinschaften in das Waldmonitoring kann ein effektives Mittel sein, Daten zu sammeln und bei Entwaldung Alarm zu schlagen)
Risikobewertungen auf Länder- oder Landschaftsebene, z. B. von LandScale
Informationen aus Frühwarn- und Beschwerdesystemen
Studien zu Entwaldungstreibern, Berichte aus MRV-Systemen (Measuring Reporting Verification), z. B. im Rahmen nationaler REDD+-Strategien
Von zivilgesellschaftlichen Organisationen zur Verfügung gestellte Instrumente, z. B. der Cocoa Accountability Map von Mighty Earth
Wegen weiterer Information vgl. Anhang A
Risikobewertungen: Welche Arten gibt es und wer führt sie durch?
Copy link to Risikobewertungen: Welche Arten gibt es und wer führt sie durch?Es gibt verschiedene Arten und Ebenen von Risikobewertungen:
Kontextrisikobewertungen werden auf Länder- oder Regionalebene durchgeführt und umfassen die Evaluierung des Regulierungsrahmens, des politischen Kontexts, der bürgerlichen Freiheiten und des sozioökonomischen Umfelds.
Standortbezogene Risikobewertungen zielen darauf ab, Einblick in die tatsächlichen Gegebenheiten der Geschäftstätigkeit von Geschäftspartnern zu gewinnen, um die Reichweite, den Schweregrad und die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken auf Standortebene einzuschätzen. Solche Bewertungen können eine Prüfung der Einhaltung der Produktionsmengenbeschränkungen für bestimmte Gebiete, Stakeholder-Konsultationen, ein Monitoring durch Dritte, wie z. B. zivilgesellschaftliche Organisationen, sowie Inspektionen von landwirtschaftlichen Betrieben und/oder Verarbeitungsbetrieben umfassen.
Vorgelagerte Unternehmen (wie landwirtschaftliche Betriebe und Plantagen) können vor Ort Bewertungsteams einrichten, um überprüfbare, verlässliche und aktuelle Informationen über das Ausmaß der Entwaldung zu erheben und auszutauschen. Vorgelagerte Unternehmen müssen außerdem sicherstellen, dass legitime Landrechte und deren Inhaber*innen geachtet werden (vgl. Kasten 1). Die Ergebnisse ihrer Risikobewertungen sollten nachgelagerten Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.
Nachgelagerte Unternehmen sollten nicht nur die mit ihrer eigenen Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken ermitteln, sondern im Rahmen des Möglichen auch die Risiken bewerten, mit denen ihre Zulieferer und Unterlieferanten konfrontiert sind. Dazu können sie die Due-Diligence-Praktiken ihrer Zulieferer evaluieren oder direkt die Geschäftstätigkeit ihrer Zulieferer prüfen, indem sie beispielsweise landwirtschaftliche Betriebe besichtigen oder lokale Gemeinschaften aufsuchen. Instrumente wie Entwaldungswarnungen können genutzt werden, um stichprobenartig zu prüfen, ob die Geschäftstätigkeit der Zulieferer mit Entwaldung verbunden ist. Es sollten sowohl Informationen über die Systeme der Zulieferer als auch über die von ihnen gelieferten Produktmengen eingeholt werden. Auch die Teilnahme an branchenweiten Programmen, die relevante Informationen liefern und in deren Rahmen geprüft wird, inwieweit die Geschäftspartner Leitlinien für Entwaldungsfreiheit einhalten, kann bei diesen Bewertungen helfen.
Finanzunternehmen sollten Due-Diligence-Prüfungen ihrer Kunden und Investitionen durchführen. Art und Umfang ihrer Sorgfaltspflichten hängen von der Größe und Art des Anlageportfolios des Unternehmens und seinen Beziehungen zu bestimmten Kunden und Investitionen ab (z. B. der Höhe der Beteiligung, der Laufzeit der Investition, dem Zugang zu relevanten Informationen und der Möglichkeit maßgeblicher Einflussnahme). Wenn Finanzunternehmen viele Kunden und Investitionsempfänger haben, sollten sie ihre Anstrengungen auf der Basis von Risikobewertungen priorisieren. Sie sollten die schwerwiegendsten Entwaldungseffekte bei ihren Due-Diligence-Prüfungen prioritär angehen und zugleich die Risiken weiter beobachten und sie sollten ihre Priorisierungsentscheidungen evaluieren. Außerdem sollten sie ihre Maßnahmen – soweit möglich und notwendig – im Zeitverlauf ausbauen, um ein breiteres Spektrum an Kunden, Investitionsempfängern und Maßnahmen abzudecken.
Empfehlungen für KMU
Copy link to Empfehlungen für KMUEmpfehlungen für alle KMU:
Ermitteln Sie Ihren Rohstoffschwerpunkt und priorisieren Sie Ihre Mapping-Anstrengungen entsprechend.
Erstellen Sie eine Liste Ihrer direkten und indirekten (ausgelagerten) Zulieferer und ermitteln Sie, bei welchen Lieferanten eine strengere Kontrolle/Due-Diligence-Prüfung in Bezug auf Entwaldung (nach geografischen Gegebenheiten bzw. Standort, Rohstoffart, Teil der Lieferkette, Betriebsgröße) erforderlich ist.
Um Kosten zu minimieren, können die Informationen über direkte und indirekte Zulieferer auf verschiedene Weise erhoben werden, beispielsweise über Sekundärforschung auf Basis bestehender online veröffentlichter Informationen, Zusammenarbeit mit Initiativen von Dritten oder Zertifizierungsdiensten oder Zusammenarbeit mit Branchenverbänden. Einige Brancheninitiativen ermöglichen es KMU, Informationen über Risikobewertungen, Rückverfolgungsdaten und manchmal auch Monitoringdaten auszutauschen.
Fordern Sie Ihre direkten Zulieferer auf, Ihnen Informationen über ihre Due-Diligence- und Beschaffungspraktiken sowie ihre Maßnahmen zur Verhinderung von Entwaldung zu übermitteln. Bewerten Sie diese Verfahren, um festzustellen, welche Zulieferer möglicherweise keine effektiven Maßnahmen zur Prüfung von Entwaldungsrisiken ergreifen.
Organisieren Sie gegebenenfalls regelmäßige Gespräche oder Treffen mit vorgelagerten Zulieferern, die an Kontrollpunkten der Lieferkette tätig sind, um besser zu verstehen, wie sie Entwaldungseffekte bei den Rohstoffen, die Sie priorisiert haben, ermitteln, verhindern und mindern.
Zusätzliche Empfehlungen für im vorgelagerten Bereich tätige KMU:
Überprüfen Sie, woher Ihr Produkt kommt und wie es angebaut bzw. beschafft wird; dies kann leichter sein, wenn der Blick auf bestimmte Landschaftsräume anstelle von größeren Beschaffungsgebieten gerichtet wird.
Organisieren Sie Treffen mit Genossenschaften, Landwirt*innen oder anderen Produzenten sowie mit indigenen Bevölkerungsgruppen und lokalen Gemeinschaften, die an vorderster Front mit Produktions- und Entwaldungsrisiken konfrontiert sind.
Nutzen Sie Ihren Einfluss, indem Sie mit anderen KMU, die Produkte von denselben Produzenten beziehen, zusammenarbeiten, um Entwaldungsrisiken in der Branche zu erkennen und zu priorisieren.
Holen Sie Rat und Informationen von Wirtschaftsverbänden, (privaten oder nationalen) Zertifizierungsdiensten, internationalen Organisationen (z. B. OECD, FAO, UNEP), staatlichen Stellen, NRO, Gewerkschaften und relevanten Multi-Stakeholder-Initiativen ein.