Society at a Glance 2024 ‑ Country Notes: Deutschland
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Fertilitätstrends im Fokus
Copy link to Fertilitätstrends im FokusIm Jahr 2022 wurden in Deutschland 738 819 Babys geboren, was einer Fertilitätsrate (TFR) von 1.46 Kindern pro Frau entspricht. Die Fertilitätsrate Deutschlands liegt damit leicht unter dem OECD-Durchschnitt von 1.51.
Im OECD-Durchschnitt ist die TFR von 1960 bis 2002 kontinuierlich gesunken. In den 2000er Jahren kam es zu einem kleinen Geburtenanstieg bis 2008, woraufhin die TFR aber auf einen historischen Tiefstand von 1.5 im Jahr 2022 fiel. Der Trend in Deutschland verlief etwas anders, da die TFR in Deutschland von 1967 bis 1975 zwar rasch sank, sich danach aber stabilisierte. Unmittelbar nach der Wiedervereinigung ging die TFR erneut zurück – da die TFR in Ostdeutschland sank, stieg dann aber Mitte der 1990er Jahre und Mitte der 2010er Jahre wieder an.
Abbildung 1. Die Fertilitätsrate Deutschlands lag in den letzten zehn Jahren nahe am OECD-Durchschnitt
Copy link to Abbildung 1. Die Fertilitätsrate Deutschlands lag in den letzten zehn Jahren nahe am OECD-DurchschnittAnzahl Kinder pro Frau im Alter von 15 bis 49 Jahren, Deutschland und OECD Durchschnitt, 1960 bis 2022
Anmerkung: Deutschland bezieht sich sowohl auf Ost- als auch auf Westdeutschland ab 1960.
Quelle: Abbildung 1.1 in OECD (2024), Society at a Glance 2024, https://stat.link/vxdlnc.
Fertilitätsentscheidungen werden von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter die Beschäftigung von Männern und Frauen, Arbeitslosigkeit, finanzielle Unterstützung für Familien (z. B. bezahlter Elternurlaub und Unterstützung bei der Kinderbetreuung) und Wohnkosten (Abbildung 1.7, https://stat.link/8zu7m3 und Abbildung 1.14, https://stat.link/ois3k8). Andere Faktoren wie (finanzielle) Unsicherheit sowie Normen und Werte spielen jedoch ebenfalls eine Rolle. In vielen OECD-Ländern hat der Wunsch, sich auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt zu etablieren, zu einer Verzögerung des Kinderkriegens beigetragen. In Deutschland stieg das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt von 28.8 Jahren im Jahr 2000 auf 31.4 Jahre im Jahr 2022 und liegt damit knapp über dem OECD-Durchschnitt (Abbildung 1.5, https://stat.link/163n2d).
Der Rückgang der Fertilitätsrate hängt damit zusammen, dass Frauen weniger und/oder gar keine Kinder haben. Die Kinderlosigkeit hat in der gesamten OECD zugenommen, aber es gibt länderspezifische Unterschiede in Bezug auf Zeitpunkt und Ausmaß. In Deutschland stieg die dauerhafte Kinderlosigkeit von 16 % bei den 1955 geborenen Frauen auf 20% bei den 1975 geborenen Frauen (Abbildung 1.3, https://stat.link/mvkw3b).
Wie steht Deutschland im Vergleich da?
Copy link to Wie steht Deutschland im Vergleich da?Auswahl von Indikatoren aus dem Kapitel über Fertilitätstrends und andere Sozialindikatoren
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