Impulsvortrag: Ricarda Milstein, OECD
Im Anschluss Diskussion mit:
Thomas Ballast, Techniker Krankenkasse
Nicola Buhlinger-Göpfarth, Hausärztinnen- und Hausärzteverband
Thomas Czypionka, Institut für Höhere Studien Wien
Dominik von Stillfried, Zentralinstitut der Kassenärztlichen Vereinigung
Moderation: Nicola Brandt, OECD
Die Einführung des Primärarztsystems ist eines der zentralen gesundheitspolitischen Vorhaben der Bundesregierung. Dabei stellen sich Patientinnen und Patienten immer zunächst in der hausärztlichen Praxis vor, bevor sie an Fachärztinnen oder Fachärzte weiterverwiesen werden können. Das soll zu einer besseren Koordinierung der Behandlungspfade beitragen, Kosten und Wartezeiten verringern und Behandlungsergebnisse verbessern. Eine aktuelle OECD-Studie zeigt, dass in anderen Mitgliedsländern der verpflichtende oder mit finanziellen Anreizen untermauerte Erstkontakt mit der Hausärztin oder dem Hausarzt eher die Regel als die Ausnahme ist. Ob dies die Versorgung tatsächlich effizienter macht, hängt stark von der konkreten Ausgestaltung ab. Besonders wichtig sind ausreichende Kapazitäten in der allgemeinmedizinischen Versorgung und passende Anreizstrukturen. Nach der Vorstellung der zentralen Studienergebnisse diskutiert die Runde, wie sich die Lehren aus den Erfahrungen in anderen Ländern auf Deutschland anwenden lassen. Dabei geht es auch um die Rolle von Zuzahlungen.