Männer und Frauen sind gleichberechtigt - so steht es im Grundgesetz. Aber wie kommt es dann, dass trotz Frauenbeauftragten, Quoten in Aufsichtsräten und Ausbau der Kinderbetreuung Frauen immer noch mehr als ihren fairen Anteil der unbezahlten, oder der vergleichsweise schlecht entlohnten Pflege übernehmen? Und warum sind Männer nach wie vor in Führungspositionen, die hohes Einkommen und Einfluss versprechen, überrepräsentiert? Lena Hipp, Sozialwissenschaftlerin im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professorin an der Universität Potsdam, will es genau wissen und untersucht dafür nicht nur Mechanismen und Normen auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch bei der Partnersuche und der familiären Aufgabenteilung. Im Tête-à-Tête verrät sie uns, ob Männer und Frauen einen Preis bei der Partnerfindung zahlen, wenn sie den Empfehlungen von boys‘ und girls‘ days folgen und einen Beruf ergreifen, der eher mit dem anderen Geschlecht in Verbindung gebracht wird. Wir fragen sie, ob Männer eigentlich Nachteile im Beruf haben, wenn sie mehr als die klassischen zwei Monate in Elternzeit gehen. Und hilft es Frauen beruflich weiter, wenn sie einfach nach der Geburt ihrer Kinder rasch zurück in den Job kommen? Auch zu der Wirkung der Nachnamenswahl hat Lena Hipp Forschungsergebnisse, und dazu, ob COVID nun die Gleichstellung zurückgeworfen hat. Und natürlich wollen wir von ihr wissen, was sie an dem Thema so fasziniert, ob ihre Arbeit vor allem der Erkenntnis dient oder ob die Ergebnisse auch das Leben von Frau und Mann verbessern könnten. Und wenn ja, wie?
Tête-à-Tête mit Lena Hipp – Ergründerin der Rollenbilder von Mann und Frau und ihrer großen Wirkungen
- Date
- 27 January 2026
- Time
- 12:00 - 12:30
- Location
- Online