Impulsvortrag: Daniela Glocker und Nicolas Gonne, OECD
Im Anschluss Diskussion mit:
Rosa Gärtner, Stadt Amsterdam
Hilmar von Lojewski, Deutscher Städtetag
Gregor Puscher, wohnfond_wien
Dr. Melanie Weber-Moritz, Deutscher Mieterbund
Moderation: Dr. Nicola Brandt, OECD
Wie viele andere OECD-Länder verzeichnen auch die Niederlande, Deutschland und Österreich stark steigende Wohnkosten. Die Wohnungsmärkte unterscheiden sich jedoch deutlich: In den Niederlanden spielt Wohneigentum, nicht zuletzt durch steuerliche Förderung, eine wesentlich größere Rolle als in Deutschland und Österreich. In Österreich wiederum sorgen neben dem privaten Sektor gut ausgebaute soziale und genossenschaftliche Mietwohnungsmärkte für erschwinglichen Wohnraum. Trotz dieser Unterschiede wächst das Wohnungsangebot in allen drei Ländern zu langsam, um die steigende Nachfrage, besonders in Großstädten, zu decken. Die Podiumsdiskussion beleuchtet, wie Reformen in der Flächennutzung, Grundstücksbesteuerung sowie bei Bauvorschriften und Genehmigungen das Angebot flexibler gestalten können. Ein Beispiel ist der in Deutschland beschlossene „Bauturbo“, der Kommunen bis 2030 Experimente mit vereinfachten Verfahren erlaubt. Diskutiert wird zudem, was die drei Länder voneinander lernen können, um soziale und private Mietmärkte so zu gestalten, dass sie bezahlbaren Wohnraum sichern, und Wohneigentum so zu fördern, dass das Angebot wächst, nicht die Preise.