Impulsvortrag: Isabell Koske, OECD
Diskussion mit:
Astrid Klesse, BMWE
Jörg Rocholl, ESMT
Volker Treier, DIHK
Moderation: Nicola Brandt, OECD
Nicht nur Deutschland, nahezu alle OECD-Volkswirtschaften leiden seit der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 an einer anhaltenden Investitionsschwäche, die das Potenzialwachstum belastet und damit die wirtschaftliche Dynamik nachhaltig hemmt. Auch gesellschaftliche Probleme wie die Wohnungsnot in Ballungsgebieten bleiben in Deutschland und vielen anderen Ländern ungelöst. Das alles trotz historisch niedriger Kapitalkosten und zumeist starker Unternehmensprofitabilität. Eine neue OECD-Studie geht den möglichen Ursachen für diese Schwäche auf den Grund. Dazu gehören etwa schwache gesamtwirtschaftliche Nachfrage, erhöhte Unsicherheit, eingeschränkter Wettbewerb und neue Investitionsbedingungen in einer Welt, in der Unternehmen zunehmend in immaterielle Güter wie Software, Daten und Forschung und Entwicklung investieren. Unser Podium diskutiert wirtschaftspolitische Antworten: Wie lässt sich der Zugang zur Finanzierung von Investitionen in immaterielle Güter verbessern? Wie können ein langfristig angelegtes Infrastrukturprogramm, Handelspolitik und ein klarer regulatorischer Kompass die Planbarkeit verbessern? Auch die Rolle von Steuer- und Wettbewerbspolitik sowie vereinfachte Verwaltungsverfahren für Markteintritte, Investitionen und Unternehmenswachstum werden ein Thema sein.