Wer etwas über Alterssicherung und die damit verbundene Politik wissen möchte kommt an Monika Queisser nicht vorbei. Die dreifach studierte Volkswirtin und Politikökonomin und Journalistin hat schon zu Beginn ihrer Karriere beim ifo-Institut in München und der Weltbank in Washington tiefgreifende Rentenreformen in Schwellenländern untersucht und begleitet. Dabei ging es zum Beispiel um weitgehende Umstellungen von Umlage- auf Kapitaldeckungsverfahren, und das bleibt relevant, wenn umlagebasierte Systeme wie das deutsche mit kapitalgedeckten Säulen ergänzt werden sollen. Bei der OECD hat sie den inzwischen den Kinderschuhen entwachsenen Bericht „Renten auf einen Blick“ aus der Taufe gehoben, der OECD-Alterssicherungssysteme in allen ihren Dimensionen vergleicht und von Fachleuten nicht selten als Bibel bezeichnet wird. Auch wenn sie darüber hinaus OECD-Mitgliedsländer auf der gesamten Klaviatur der Familien- und Sozialpolitik berät, verwundert es also nicht, dass die Bundesregierung sie zuletzt in die Rentenkommission berufen hat, deren Abschlussbericht gerade erschienen ist. Im Tête-à-Tête sprechen wir darüber, was Monika Queisser an Renten- und Sozialpolitik so fasziniert und was Länder voneinander lernen können, wenn sie Reformen angehen wollen. Wir fragen sie nach ihrer Bilanz aus den Reformen, die sie über die Jahrzehnte in vielen verschiedenen Ländern beobachtet hat, wie Arbeitsmarkt- und Familienpolitik sich auf gesicherte Alterseinkommen auswirken, und ob es Länder gibt, die im demographischen Wandel besonders gut aufgestellt sind.
Tête-à-Tête mit Monika Queisser – Top-Rentenexpertin und Leiterin Sozialpolitik bei der OECD
- Date
- 1 Juli 2026
- Time
- 12:00-12:30 Uhr
- Location
- Online