Präsentation: Jehan Sauvage, OECD
Podiumsdiskussion mit:
Alexander Brown, Mercator Institute for China Studies (MERICS)
Walburga Hemetsberger, SolarPower Europe
Ralf Preu, Fraunhofer ISE
Aylin Shawkat, Agora Industrie
Moderation: Nicola Brandt, OECD
Daten der OECD zeigen, dass die Solarbranche seit 2005 zu den weltweit am stärksten subventionierten Industrien zählt, mit China als treibender Kraft. Chinesische Unternehmen dominieren die gesamte Wertschöpfungskette von Polysilizium bis Modulen mit Marktanteilen von über 80 %, was Handels- und Wettbewerbsbedenken sowie Risiken für Lieferketten mit sich bringt. Überkapazitäten sind inzwischen deutlich sichtbar, was deutlich auf die Preise drückt, seit 2024 auch immer wieder unter die Gewinnschwelle. Chinas Politik kombiniert Nachfrageförderung mit Investitionen, Finanzierung, Innovation und Clusterbildung, während Deutschland vor allem auf Nachfrageimpulse setzte – mit begrenztem Erfolg für die langfristige heimische Produktion.
Das Panel diskutiert, welche Lehren daraus für neue Technologien wie Windenergie, Speicher und saubere Industrie gezogen werden können. Wo hat Europa noch Stärken entlang der Photovoltaik-Wertschöpfungskette, und welche Innovationen sind vielversprechend? Zudem stellt sich die Frage, ob Chinas Dominanz angesichts geoökonomischer Spannungen ein strategisches Risiko darstellt, und wie Europa darauf reagieren sollte.