Transfers so einsetzen, dass sie ankommen und helfen, ohne Arbeitsanreize zu vergessen. Mit Weiterqualifizierung den Job-Match verbessern – was die OECD auf dem Papier analysiert, kennt Regine Schmalhorst in allen Facetten aus der Praxis. Sie war schon in Arbeitsagenturen und Job Centren tätig, als die noch als Ämter bezeichnet wurden, und hat sich dabei von der Nachwuchskraft über Stationen in Norddeutschland, Sachsen und dem Ruhrgebiet in unterschiedliche Führungspositionen hochgearbeitet, darunter zuletzt die Leitung des Job Centre Dortmund. Dabei hat sie Phasen der Massenarbeitslosigkeit und der akuten Fachkräfteknappheit miterlebt, umwälzende Reformen und makroökonomische Schocks wie die Finanzkrise oder die COVID-Pandemie. Jetzt ist sie Geschäftsführerin für Förder- und Geldleistungen bei der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg und berichtet im Tête-à-Tête aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz. Sie erklärt den Unterschied von Arbeitsagentur und Job Centre, welchen Auswirkungen lokale Arbeitslosigkeit, Migrationsanteile und Industriestruktur für ihre Arbeit gemacht haben und wie sie auf die Reformen blickt, die sie miterlebt und umgesetzt hat. Und nicht zuletzt wird es um Digitalisierung und KI in der Leistungsgewährung für Arbeitsagenturen und Jobcenter gehen und darum, ob jetzt alles besser und einfacher wird - besonders, wenn die Sozialstaatsreform dazu kommt.
Tête-à-Tête mit Regine Schmalhorst – Arbeitsmarktexpertin mit Praxisblick
- Date
- 21 Mai 2026
- Time
- 12:00-12:30 Uhr
- Location
- Online