Würde, Wohlstand, Demokratie oder etwas greifbarer: gute Bildung, Bahn oder auch Bundeswehr – das alles hängt für Philippa Sigl-Glöckner an der Politik des guten Geldes. Genau die – vor allem die Finanz- und Geldpolitik – hat sie sich vorgenommen, verständlicher zu machen und zugleich zu verbessern. Es mangelt ihr dabei weder an Ideen noch an Engagement. Sie hat die Denkfabrik „Dezernat Zukunft“ gegründet und bringt mit ihrem Team regelmäßig fundierte Analysen in die wirtschafts- und finanzpolitischen Debatten ein. Und sie führt dazu ein europäisches Netzwerk von Schwesterinstituten an, denn viele dieser Fragen lassen sich wirksam nur auf EU-Ebene angehen. Sie hat ein Buch geschrieben, in dem sie plastisch erklärt, warum öffentliche Mittel oft nicht für wichtige Bereiche wie Bildung oder Infrastruktur reichen. Dabei macht sie auch die oft sehr technische Diskussion um die Schuldenbremse verständlich, für die sie jetzt ganz offiziell als Mitglied einer von der Regierung berufenen Kommission Modernisierungsvorschläge machen soll.
Im Tête-à-Tête wollen wir von ihr wissen, was sie auf ihrem Weg und in ihrer täglichen Arbeit motiviert, welche Reformen sie sich in Deutschland und in der EU am meisten wünscht und welche Chancen und Hindernisse sie auf dem Weg dahin sieht.