Partnerschaft für eine aufstrebende Côte d’Ivoire

In enger Zusammenarbeit mit dem OECD‑Entwicklungszentrum führt die Côte d’Ivoire derzeit Reformen durch, um ihre Entwicklung bis 2020 zu beschleunigen.

Worum geht es?

Nach zwei Jahrzehnten raschen Wachstums in den 1960er und 1970er Jahren geriet die Côte d’Ivoire in den 1980er Jahren in eine schwere Wirtschaftskrise, die sich allmählich zu einer Politik- und Sicherheitskrise entwickelte. Die Auswirkungen auf die Bevölkerung waren verheerend.

Seit 2011 hat sich die Wirtschaft deutlich erholt. Die politischen Entscheidungsträger müssen nun gewährleisten, dass dieses neue Wachstum auch zu reellen Verbesserungen der Lebensbedingungen der Menschen führt. Ihre Vision: Die Côte d’Ivoire soll bis 2020 eine „aufstrebende Volkswirtschaft“ werden.

Was wurde unternommen?

2014 bat die Côte d’Ivoire das OECD‑Entwicklungszentrum, sie bei der Umsetzung dieser „Vision für 2020“ zu begleiten. Gemeinsam wurde untersucht, welche Faktoren die Entwicklung des Landes behinderten. Ausgehend davon wurden Empfehlungen zu prioritären Maßnahmen formuliert: Strukturreformen beschleunigen, Wettbewerbsfähigkeit der ivorischen Unternehmen steigern, in Infrastruktur, Kompetenzen und Bildung investieren.

Zur Unterstützung lud das Zentrum Regierungsvertreter aus anderen aufstrebenden Volkswirtschaften zu gemeinsamen Treffen ein, bei denen sie von ihren Erfahrungen berichten sollten. Die ivorischen Kolleginnen und Kollegen erfuhren so, wie es Malaysia gelungen war, die Dynamik und Effizienz seines Privatsektors zu steigern, oder wie Kolumbien auf eine regional ausgewogene wirtschaftliche und soziale Entwicklung hinwirkt. Während des gesamten Prozesses förderte das Zentrum die Einbindung eines breiten Spektrums öffentlicher und privater Akteure und half ihnen, wirksamer zusammenzuarbeiten.

Wir haben eine Vision: Wir möchten eine aufstrebende Volkswirtschaft werden. Die OECD kann uns bei der Aufstellung der Strategie und des Zeitplans hierfür helfen. Mit der Fachkenntnis einer weltweit tätigen Organisation wie der OECD und natürlich der täglichen Arbeit der Ivorerinnen und Ivorer können wir unser Ziel erreichen.

Theophile N’doli Ahoua Generalinspektor und ehemaliger Büroleiter des Vizepräsidenten von Côte d’Ivoire

Was wurde erreicht?

Die OECD führte zunächst eine Länderprüfung durch, auf deren Grundlage sie eine Reihe von Empfehlungen für die Côte d’Ivoire formulierte. Ein von der Regierung einberufener Ministerrat verabschiedete die Mehrzahl dieser OECD-Empfehlungen und ebnete damit den Weg für eine erfolgreiche Aufschwungsstrategie.

Um eine sachgerechte Umsetzung dieser Strategie sicherzustellen, wurden Experten aus verschiedenen Ministerien sowie aus der Zivilgesellschaft benannt, die regelmäßig mit Mitarbeitern des OECD-Entwicklungszentrums zusammenkommen und die Reformfortschritte anhand von eigens für das Land entwickelten Indikatoren beobachten sollten.

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