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Industry and entrepreneurship

Istanbul Ministerkonferenz über kleine und mittlere Unternehmen und Unternehmertum, 3.-5. Juni 2004

 

25/05/2004 - Minister, Experten und Unternehmer aus mehr als 80 Ländern treffen sich vom 3.-5. Juni in Istanbul, Türkei im Rahmen einer großangelegten Konferenz mit dem Ziel, die Entwicklung von kleinen Unternehmen zu fördern und ihre Kapazitäten zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums zu stärken.

In den 30 Mitgliedsländern der OECD entfallen auf die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) 60 % - 70 % der Arbeitsplätze. Doch die Anzahl der kleinen Unternehmen, die überleben und nicht aus dem Markt ausscheiden, variiert beträchtlich von Land zu Land. Laut Untersuchungsergebnissen der OECD haben Existenzgründungen und Kleinstunternehmen in den USA bessere Wachstumschancen als in den meisten europäischen Ländern. Dies ist größtenteils auf die Unterschiede beim Geschäftsklima, bei den Kosten und beim Verwaltungsrahmen zurückzuführen.

 

Die Konferenz Förderung des Unternehmertums und innovativer KMUs in einer globalen Wirtschaft, die gemeinsam von der OECD und dem türkischen Ministerium für Industrie und Handel organisiert wird, befasst sich mit der Kernfrage, was die Regierungen unternehmen können, um das Geschäftsumfeld und die Rahmenbedingungen für kleine Firmen in Industrie- wie Entwicklungsländern zu verbessern.

 

Zur Diskussion stehen u. a. folgende Fragen: Wie können Regierungen das Unternehmertum stimulieren und den KMUs dabei helfen, mit den Herausforderungen der Globalisierung fertig zu werden? Warum gibt es relativ wenige kleine Unternehmen, die im Außenhandel tätig sind. Welche Politiken sollten umgesetzt werden, um den Zugang zu und den Erhalt von Risikokapital zu erleichtern? Was kann unternommen werden, um mit der Bürokratie fertig zu werden? Wie können kleine Unternehmen Teil einer umfassenden Entwicklungsstrategie in den armen Ländern werden?

 

Die Veranstaltung baut auf der im Jahr 2000 stattgefundenen ersten OECD Ministerkonferenz in Bologna, Italien, auf, in deren Rahmen die Bologna Charta zu KMU-Politiken von 48 Ländern verabschiedet und gebilligt wurde. Die Istanbul Konferenz zielt darauf ab, das Verständnis zu Problemen des Unternehmertums und der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen in einer globalen Wirtschaft zu stärken, und eine Reihe von Politikempfehlung zu formulieren. Die Themen umfassen u. a.:

  • Schulung und Weiterbildung von angehenden Unternehmern,
  • Förderung des weiblichen Unternehmertums,
  • Ermutigung der KMUs zu grenzüberschreitenden Geschäftsaktivitäten und internationalem Wachstum,
  • Umfassende Nutzung der Vorteile von Informations- und Kommunikationstechnologien und des Elektronischen Handels,
  • Verbesserung der Beziehungen zwischen großen Unternehmen und Entwicklung von Unternehmensclustern,
  • Verbesserung der internationalen Statistiken über KMUs
  • Umsetzung von Strategien zur Förderung von kleinen Unternehmen in Entwicklungsländern innerhalb eines breiter angelegten Entwicklungs- und Armutsbekämpfungsprogramms.

Die Eröffnungspressekonferenz von Donald Johnston, OECD-Generalsekretär findet am Freitag, den 4. Juni um 10:00 Uhr am Konferenzort, Instanbul's Lufti Kirdar Konvention und Ausstellungszentrum statt. Einzelheiten zu anderen Presseveranstaltungen siehe OECD Webseite unter:  http://www.oecd-istanbul.sme2004.org

Weitere Informationen dazu oder Anfragen bezüglich der Akkreditierung für die Konferenz erhalten Journalisten von der OECD Pressestelle (Tel: 0033 1 4524 8103).

 

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