Directorate for Science, Technology and Industry

OECD Länder geben mehr für Forschung und Entwicklung aus und sehen sich neuen Herausforderungen gegenüber

 

23/12/2004 - Die OECD Länder sind sich angesichts der technologischen Herausforderung von Ländern wie China und Israel der Notwendigkeit bewusst, verstärkt in die Forschung und Entwicklung zu investieren, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten, so das Fazit des jüngsten Wissenschafts-, Technologie und Industrieausblicks der OECD.

China hat seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung zwischen 1995 und 2002 verdoppelt, und zwar von 0,6 % des BIP auf 1,2 % des BIP. Im selben Zeitraum erhöhte Israel seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 2,74 % auf 4,72 % des BIP. Diese Quote übersteigt die Quoten aller OECD-Länder. Die durchschnittlichen Forschungsausgaben aller OECD-Länder sind im Vergleich dazu von 1995 bis 2002 lediglich von 2,09 % auf 2,26 % des BIP gestiegen und sind sogar im Hinblick auf den Spitzenwert im Jahr 2001 (2,28 % des BIP) gesunken.

Die Unternehmen in der Europäischen Union und in Japan erhöhten ihre Forschungsausgaben von 2,12 % bzw. 1,15 % des BIP im Jahr 2000 auf 2,32 % bzw. 1,17 % des BIP im Jahr 2002. Die Forschungsausgaben der amerikanischen Unternehmen fielen von mehr als 2 % im Jahr 2000 auf 1,87 %. Diese Zahlen überstiegen die Quoten von 1995, als japanische Firmen 1,89 % des BIP für Forschung aufwendeten, während EU-Unternehmen 1,06 % und US-Unternehmen 1,80 % des BIP für Forschung ausgaben.

Viele Länder haben sich langfristig das Ziel gesetzt, die FuE-Ausgaben zu erhöhen. Österreich zielt darauf ab, 2,6 % des BIP bis 2006 für Forschung und Entwicklung aufzuwenden; Deutschland strebt 3,0 % des BIP bis 2010 an und das Vereinigte Königreich 2,5 % bis 2014. Kanada hat sich das Ziel gesetzt, in die Liga der fünf größten Investoren in FuE aufzusteigen. Korea hat zugesagt, seine Investitionen zwischen 2003 und 2007 zu verdoppeln.

Um diesen Zuwachs an Investitionen zu erreichen, müssen die OECD-Länder laut der jüngsten Ausgabe des OECD Science, Technology and Industry Outlook eine Reihe von Herausforderungen bewältigen.

  • Vorantreiben von Innovationen im Dienstleistungssektor - Dieser Sektor, der eine Reihe von Aktivitäten vom Groß- und Einzelhandel, Transport, Kommunikation und Dienstleistungen im gewerblichen Bereich über Banken, Versicherungen und Immobilien bis zum Gesundheitswesen umfasst, hat den größten Anteil an der Wirtschaft der OECD-Länder und hat mehr Arbeitsplätze geschaffen als der industrielle Sektor zwischen 1990 und 2001. Doch das relative Niveau der Innovationen liegt unter jenem des Sektors Industrie und verarbeitendes Gewerbe. Der OECD Bericht fordert die Regierungen dazu auf, die Verknüpfung zwischen den Dienstleistungsfirmen und den öffentlichen Forschungsinstitutionen zu verstärken; die Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmer zu verbessern; die Forschung besser an die Bedürfnisse von Dienstleistungsunternehmen anzupassen und die Dienstleistungsunternehmen dabei zu unterstützen, Technologien effektiver zu nutzen. Einige Länder, darunter Finnland, Dänemark, Irland und Norwegen, haben solche Initiativen bereits begonnen; andere wiederum können von ihren Erfahrungen lernen.
  • Erschließung des Potenzials der multinationalen Unternehmen - Töchter von multinationalen Unternehmen spielen eine zunehmend wichtigere Rolle für die Volkswirtschaften der OECD-Länder. Zwischen 1995 und 2001 stieg in allen OECD-Ländern der Anteil der Industrieproduktion und der Beschäftigung von ausländischen Tochterunternehmen außer in Deutschland und den Niederlanden. Multinationale Unternehmen haben zum Produktivitätswachstum in Heimat- wie Gastländern beigetragen. Ihr Anteil an der Forschung und Entwicklung nimmt auch zu. 2001 belief sich der Anteil der ausländischen Tochterunternehmen an der gesamten industriellen Forschung und Entwicklung auf 15 bis 20 Prozent in Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten; auf 20 bis 40 Prozent in Kanada, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Großbritannien und auf mehr als 70 % in Ungarn und Irland. Die Studie der OECD empfiehlt den Regierungen weitere Aktivitäten, um von der Globalisierung zu profitieren, wie z.B. die Attraktivität ihrer Länder für Auslandsinvestoren zu fördern und die Beziehungen mit Forschungsinstitutionen in anderen Ländern zu verstärken.
  • Reform der öffentlichen Forschungssysteme - Einige Länder sind diesbezüglich bereits tätig geworden. Es könnte und müßte jedoch mehr gemacht werden. Dänemark, Japan und die Slowakische Republik haben den Universitäten mehr Autonomie eingeräumt und ihnen die Zusammenarbeit mit der Industrie erleichtert. Norwegen und die Schweiz haben erst vor kurzem Gesetze erlassen, die es öffentlichen Forschungsinstitutionen leichter machen, geistiges Eigentum zu besitzen und zu vermarkten; Island und Finnland bereiten ähnliche Gesetze vor. Die Regierungen kümmern sich mehr um öffentliche/private Partnerschaften, um die öffentliche Forschung besser mit den nationalen Bedürfnissen zu verknüpfen. Einige sind bereits tätig geworden, um das Angebot an qualifizierten Wissenschaftlern und Ingenieuren zu erhöhen.

Die Ausgabe 2004 des OECD Science, Technology and Industry Outlook ist vom Online-Bookshop der OECD erhältlich (http://oecdpublications.gfi-nb.com/cgi-bin/OECDBookshop.storefront/). Journalisten können sich den Bericht von der passwortgeschützten OECD Webseite herunterladen (www.oecd.org/media/protectedsite). Zusätzliche Informationen sind verfügbar über www.oecd.org/sti/sti-outlookl.

 

 

 

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