Unternehmerische Haltungen und Einstellungen

 

  • Bewusstsein für unternehmerische Chancen stärken.
    Werbeaktionen und Werbematerialien sollten entwickelt werden um Chancen, die sich aus der Unternehmensgründung ergeben, einem breitem Publikum nahezubringen. Landkreise sollten innovativ sein und Werbung für die eigene Region voranbringen.
  • Imageaufwertung in Regionen und Landkreisen.
    Eine Veränderung der Unternehmermentalität erfordert ebenfalls eine Imageaufwertung der jeweiligen Region oder des Landkreises bei der ansässigen und externen Bevölkerung. Wenn die Leute nicht glauben, dass ein Ort attraktiv genug ist, um dort zu leben oder dass dort die Entwicklung innovativer und wachstumsorientierter Tätigkeiten möglich ist, werden sie dort keine Unternehmen gründen oder ihre Unternehmen anderswo betreiben. Es sollten daher Kampagnen gestartet werden, um das Vertrauen in die Zukunft der Region zu stärken. Hierbei sollten Regionen ihre spezifischen Schlüsselstärken oder ‘Anziehungspunkte’ fördern.
  • Sensibilisierungskampagnen für erfolgreiches Unternehmertum.
    Langfristig betrachtet wirkt sich eine Förderung des unternehmerischen Denkens und Handelns während des gesamten schulischen Bildungssystems bis hin zur Universitätsausbildung positiv und steigernd auf unternehmerisches Streben, Denken und Verhalten aus. Die Erziehung sollte schon von Kindesalter an gleichermaßen Kreativität und Selbständigkeit fördern und jungen Menschen eine realistische Vorstellung von Unternehmertum als existenzfähige, auch zeitweilige Alternative in einem Arbeitsleben, das zukünftig verstärkt aus einem Wechsel zwischen selbstständigen und abhängigen Beschäftigungen bestehen wird.
  • Schaffung von Vorbildern und Champions.
    Regionale/örtliche Erfolgsgeschichten sollten von öffentlichen und privaten Akteuren in unterschiedlicher Form (z.B. Auszeichnungen, Erfolgsgeschichten) bei lokalen und überregionalen Anlässen (z.B. Konferenzen, Messen, Veranstaltungen usw.) durch Medien (Fernsehen, Rundfunk, Tageszeitungen, Zeitschriften, Internet usw.) bekannt gemacht werden. Anschauliche Lebens- und Erfahrungsberichte erleichtern es zu verstehen, was es bedeutet ein Unternehmer zu sein.
  • Mentoren- und Patengruppen bilden.
    Eine Vorgehensweise die in anderen OECD-Ländern in der Förderung von KMU Anwendung findet, ist die Einbindung von erfahrenen Geschäftsleuten im Ruhestand in die strategische Beratung von jungen und expandierenden Unternehmen. Solch eine Betreuung durch Mentoren ist sowohl für Kleinbetriebe als auch für größere mittelständische Unternehmen während aller Entwicklungsphasen von Bedeutung.
  • Schaffung von Anreizen und Förderprogrammen in der Unternehmensnachfolge.
    Angesichts des immer noch niedrigen Interesses an Geschäftsnachfolgen im Vergleich zu Unternehmensneugründungen sollten vermehrt Anreiz- und Förderstrukturen  geschaffen werden. Die Einbeziehung hochqualifizierter Angestellter mit einem großem Potential für unternehmerische Aktivität, als Zielgruppe für Trainingsprogramme in der Unternehmensnachfolge verstärkt in Betracht gezogen werden.
  • Schaffung von Anreizen für KMU zur Einstellung von Auszubildenden.
    Ausbildungsplätze geben jungen Menschen die Möglichkeit, Berufserfahrung zu sammeln. Unternehmen wird dadurch eine Gelegenheit geboten um junge Arbeitskräfte zu testen, ihre Fähigkeiten zu prüfen und sie entsprechend den Bedürfnissen des Unternehmens auszubilden. Unternehmertum ist weit mehr als nur Firmenneugründungen: Arbeitsfähigkeit und Unternehmertum sind untrennbar miteinander verbunden. Daher ist es wichtig Initiativen auszuweiten welche die Bedeutung beruflicher Qualifikation vermehrt ins Bewusstsein rufen und Anreize für KMU schaffen um Auszubildende einzustellen.
  • Förderung von Intrapreneurship.
    Die Förderung von unternehmerischem Denken bei Managern und Angestellten ist wichtig für Innovation in KMU. Mehr Verantwortung und Engagement sowie Anerkennung der Leistung von Mitarbeitern, die sich allesamt positiv auf das Innovationspotential eines Unternehmens auswirken können, setzt kulturelle und organisatorische Veränderungen voraus.

Internationale Lernmodelle

Beispiele Guter Praxis in Ostdeutschland