Kriterienkatalog

 

Der Kriterienkatalog Guter Praxis richtet sich an all diejenigen, die die Förderung von Unternehmertum an und aus Hochschulen konzipieren, die in der "Starthilfe" aktiv sind und zukünftige UnternehmerInnen ausbilden. Der Kriterienkatalog ist ein "Tool" zur Selbsteinschätzung und Neuorientierung der Vorgehensweisen in folgenden sechs Dimensionen der Förderung von akademischem Unternehmertum:

  Strategie
  Finanzen und Humanressourcen
  Infrastruktur
  Gründerlehre/Entrepreneurship Education
  Gründungsförderung
  Evaluierung

 

 

 

Strategie

Prinzipien Guter Praxis

1. Ein breites Verständnis von Unternehmertum ist strategisches Ziel der Hochschule und wird von deren Leitung bis hin zu den einzelnen Fakultäten unterstützt.

2. Gründerlehre/Entrepreneurship Education und Gründungsförderung zielen auf die Vermittlung unternehmerischer Einstellungen, Haltungen und Fähigkeiten sowie auf die Ausbildung einer proaktiven Einstellung zu Unternehmenswachstum (sowohl high-tech als auch low-tech).

3. Klare Anreize und Anerkennung bestehen für ProfessorInnen und andere Mitglieder des Lehrkörpers, die Unternehmertum von Studierenden und AbsolventInnen aktiv fördern (Betreuung, Zugänglichmachen von Forschungsergebnissen, etc.).

4. Auswahl- und Beförderungsverfahren von ProfessorInnen berücksichtigt deren unternehmerische Haltungen, Einstellungen und Erfahrungen sowie ihr Engagement in der hochschulinternen Förderung von Unternehmertum.

 

 

Finanzen und Humanressourcen

Prinzipien Guter Praxis

1. Die langfristige Finanzierung der minimalen Gehalts- und Gemeinkosten ist Bestandteil des Universitätsbudgets.

2. Die Erreichung finanzieller Eigenständigkeit der hochschulinternen Entrepreneurship-Förderung ist ein festgeschriebenes Ziel.

3. Es bestehen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für MitarbeiterInnen in der Entrepreneurship-Förderung.

 

 

Förderinfrastruktur

Prinzipien Guter Praxis

1. Innerhalb der Hochschule gibt es eine Struktur (Lehrstuhl, Fachbereiche, Zentren), die sich der Entrepreneurship-Förderung widmet, die fakultätsinterne Initiativen zusammenführt, koordiniert und integriert sowie fakultätsübergreifende Initiativen anregt.

2. Unternehmensgründungsinkubatoren existieren entweder innerhalb der Hochschule oder es wird Zugang zu externen Einrichtungen ermöglicht.

3. Hochschulinterne und -externe Gründungs- und Unternehmensfördereinrichtungen arbeiten eng zusammen und verweisen aufeinander; Rollen sind klar definiert.

 

 

Gründerlehre/
Entrepreneurship Education

Prinzipien Guter Praxis

1. Entrepreneurship-Veranstaltungen werden nach und nach in die einzelnen Studienpläne integriert und es wird Mobil gemacht für die fakultätsübergreifende Anwendung entsprechender Lehrmethoden.

2. Das Veranstaltungsangebot wird breit kommuniziert und es werden Maßnahmen unternommen, um Anzahl und Aufnahmekapazität zu erhöhen.

3. Ein breites Kursangebot baut auf kreativen Unterrichtsmethoden auf und ist maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der verschiedenen Studiengänge (BA, MA, PhD).

4. Das Kursangebot deckt die Vorstartphase, Gründungsphase und Nachgründungsphase ab. Für einzelne Kurse bestehen Auswahlverfahren.

5. Die enge Zusammenarbeit mit Alumni, externen Gründungs- und Unternehmensfördereinrichtungen sowie Unternehmen spielt eine zentrale Rolle.

6. Die Ergebnisse der Entrepreneurship-Forschung finden Eingang in die Gründerlehre/Entrepreneurship Education.

 

 

Gründungsförderung

Prinzipien Guter Praxis

1. Gründerlehre/Entrepreneurship Education und Gründungsförderung sind eng miteinander verbunden.

2. Teambildung wird durch UniversitätsmitarbeiterInnen gefördert.

3. Zugang zu privaten Finanzierungsquellen wird durch Netzwerkarbeit und Matching Events erleichtert.

4. Mentoring durch ProfessorInnen und UnternehmerInnen wird angeboten.

5. Die hochschulinterne Gründungsförderung arbeitet eng zusammen mit Gründungs- und Unternehmensfördereinrichtungen sowie deren Netzwerken und unterhält enge Verbindungen zu Unternehmen und Alumni.

 

 

Evaluierung

Prinzipien Guter Praxis

 

1. Regelmäßig finden Bestandsaufnahmen und Überprüfungen der Effektivität des Förderangebots statt.

2. Die Evaluierung des Förderangebots umfasst eine unmittelbare Bewertung (nach Veranstaltungs-, Kursende) der Auswirkungen der Entrepreneurship-Veranstaltungen und der Gründungsförderung, eine Zwischenbewertung (bei Studienabschluss) sowie eine Langzeitevaluierung (Unternehmertum von Alumni).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also Available