Föderung von Unternehmertum an und aus Hochschulen

 

Junge HochschulabsolventInnen sind Potenzialträger für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung. Diese zu mobilisieren, auf eine unternehmerische Laufbahn vorzubereiten und bei der Ausgründung zu unterstützen, wird zunehmend als wichtiges Aufgabenfeld für Hochschulen angesehen. In OECD-Ländern hat sich die Politik die Aufgabe gestellt, diese Entwicklung zu fördern, durch Programme und Finanzierung neuer Ansätze auf der Ebene einzelner Hochschulen sowie durch den Austausch von „Guter Praxis“.

Das Programm für lokale Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung (LEED) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurde 2005 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung eingeladen, in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsministerien der neuen Länder, „Gute Praxis“ in der lokalen Entwicklung von Unternehmertum und dem Wachstum kleiner Unternehmen zu identifizieren und zu bewerten und diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Neben verschiedenen Fallstudien zu lokalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurde eine Bewertung der Förderung von Unternehmertum an ostdeutschen Hochschulen vorgenommen. Folgende Hochschulen haben sich daran beteiligt: Freie Universität (FU) Berlin (November 2008-Februar 2009), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (April-Juni 2006), Technische Universität (TU) Berlin (November 2008-Februar 2009), Beuth Hochschule für Technik Berlin (November 2008-Februar 2009), Universität Rostock (September-Dezember 2008).

Hochschulen in Ostdeutschland sind aktiv engagiert in der Förderung von Unternehmertum. Lehrstühle und Institute für Entrepreneurship sind vielerorts bereits fester Bestandteil hochschulinterner Förderstrukturen. Daneben bieten Gründerzentren fachliche Beratung, Kontakte und Räumlichkeiten für junge Gründer und Gründerinnen an.

Die Ergebnisse der LEED-Recherchen zu diesem Thema und die Fallstudien in Ostdeutschland haben zur Erstellung eines „Gute-Praxis“ Kriterienkatalogs geführt. Dieser soll es all denjenigen, die Förderstrukturen und -initiativen entwickeln und in die Tat umsetzen ermöglichen, ihre Arbeit selbst zu bewerten und neu zu orientieren.

Hochschulen aus OECD Mitgliedsländern sind eingeladen anhand des Kriterienkatalogs ihre Förderstrategie und -infrastruktur sowie die Praxis in der Ausbildung und „Starthilfe“ für neue UnternehmerInnen selber zu bewerten und gegebenenfalls neu zu orientieren. Bislang haben 20 Hochschulen und hochschulnahe Partnerorganisationen aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie England, Finnland, Frankreich, Polen, Südafrika und den Vereinigten Staaten an dieser Aktion teilgenommen.

 

 

Weiterführende Information: Internationale Lernmodelle

 

Für mehr Informationen zum Projekt oder bei Interesse an einer Teilnahme an der Eigenbewertung der Förderstrategie, -infrastruktur und –praxis, wenden Sie sich bitte an Andrea-Rosalinde Hofer oder Jonathan Potter.

 

 

 

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