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OECD lädt zur Kommentierung des Entwurfs der Überarbeitung der OECD Grundsätze der Corporate Governance ein

 

12/01/04 - Die OECD lädt die Öffentlichkeit dazu ein, den Entwurf der Überarbeitung ihrer 1999 verabschiedeten Grundsätze der Corporate Governance zu kommentieren. Die Überarbeitung ist auf ein Ersuchen der Mitgliedsregierungen zurückzuführen, die Grundsätze wegen der jüngsten Unternehmensskandale zu verschärfen.

Die OECD Grundsätze sind seit ihrer Einführung im Jahr 1999 eine Richtschnur für Corporate Governance Initiativen rund um den Globus gewesen. Das Finanzstabilitätsforum bezeichnete sie als einen der zwölf wichtigsten Standards für gesunde Finanzsysteme, und sie untermauern die Corporate Governance Komponente der Weltbank/IWF Berichte über Standards und Kodizes (ROSC).

Die OECD Grundsätze sind das Ergebnis eines Konsens zwischen den teilnehmenden Regierungen über Mindesterfordernisse für empfehlenswerte Praktiken. Obwohl nicht verbindlich, bilden sie für die nationale Gesetzgebung und Regulierung einen Referenzstandard sowie eine Richtschnur für Börsen, Investoren, Unternehmen und andere Parteien.

"Die jüngsten Ereignisse haben eine Reihe von Bereichen aufgezeigt, wo die Grundsätze verschärft werden könnten," sagte OECD Generalsekretär Donald J. Johnston. "Sobald ein neuer Text vereinbart ist, liegt es an den Regierungen, Unternehmen, Investorgruppen und anderen, die Empfehlungen umzusetzen und die OECD wird diesen Prozess genau verfolgen."

Der heute zur Kommentierung veröffentlichte Textentwurf ist das Ergebnis der letztjährigen Konsultationen mit Regierungen und Vertretern der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der institutionellen Anleger und der Zivilgesellschaft in OECD und Nicht-OECD-Ländern. Der unter der Verantwortung des OECD Sekretariats erstellte Entwurf repräsentiert den gegenwärtigen Stand der Arbeit. Nachfolgende Versionen werden die Kommentare berücksichtigen, die während dieser Konsultation abgegeben werden sowie zusätzliche Kommentare von Mitgliedern der OECD Lenkungsgruppe zur Corporate Governance miteinbeziehen.

Die OECD Grundsätze decken bereits viele Probleme ab, die im Mittelpunkt der jüngsten Unternehmensskandale standen. Sie enthalten Empfehlungen über hohe Qualitätsstandards für die Rechnungslegung und Jahresabschlussprüfung, über die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrates und über die Pflicht des Aufsichtsrates im besten Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre zu handeln.

Der neue Textentwurf legt darüber hinaus noch mehr anspruchsvolle Standards in einer Reihe von Bereichen fest. Er gesteht Investoren das Recht zu, Vorstandsdirektoren vorzuschlagen und bei ihrer Wahl eine stärkere Rolle zu spielen. Er legt fest, dass es Aktionären ermöglicht werden sollte, ihre Meinung über die Vergütung der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder darzulegen und Fragen an die Abschlussprüfer zu stellen. Er fordert die institutionellen Investoren auf, ihre Stimmrechtspolitik offen zu legen und darüber zu informieren, wie sie materielle Interessenskonflikte bewältigen, die die Art und Weise der Ausübung ihrer Eigentümerfunktion wie z.B. das Wahlrecht beeinflussen können.

Der Text identifiziert auch die Notwendigkeit eines wirksamen Schutzes der Gläubigerrechte und eines effizienten Systems zur Bewältigung von Unternehmensinsolvenzen. Er fordert Rating-Agenturen, Börsenmakler und andere Bereitsteller von Informationen, die die Entscheidung von Investoren beeinflussen könnten, dazu auf, Interessenskonflikte offen zu legen bzw. darzulegen, wie sie gemanagt werden. Er fordert auch den Aufsichtsrat dazu auf, bei der Offenlegung von Parteitransaktionen rigoroser vorzugehen und die sogenannten "whistleblowers" zu schützen, indem ihnen ein vertraulicher Zugang zu einem Kontakt auf der Aufsichtsratsebene ermöglicht wird.

Die endgültige überarbeitete Version der Grundsätze wird den OECD Regierungen auf der Jahrestagung des OECD-Ministerrates am 13.-14. Mai 2004 zur Genehmigung vorgelegt werden.

Nicholas Bray, Pressesprecher der OECD steht Journalisten für weitere Informationen gern zur Verfügung (Tel: 0033 1 4524 8090).

 

 

 

 

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