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Die Herausforderungen der Globalisierung und die OECD: Förderung einer ausgewogener und integrativeren Welt

 

Einleitende Worte des OECD-Generalsekretärs Angel Gurría bei der Bertelsmann-Stiftung

Berlin, 9. April 2008

Es ist mir eine große Freude, hier bei der Bertelsmann-Stiftung zu sein – eine tragende Säule innovativen Denkens und sozioökonomischen Fortschritts in Deutschland und weit über seine Grenzen hinaus.

Gerne möchte ich Ihnen meine Ansichten über die Herausforderungen der Globalisierung näherbringen und erläutern, in welcher Weise die OECD auf diese Herausforderungen reagiert.

Die Globalisierung stellt unser aller Talent auf die Probe, zusätzliche Maßnahmen und eine bessere multilaterale Zusammenarbeit einzufordern, insbesondere in diesen von weltweiten Finanzmarktturbulenzen und wirtschaftlicher Ungewissheit geprägten Zeiten. Mehr denn je kommt es heute darauf an, dass wir unsere Entwicklung integrativer gestalten und gemeinsam daran arbeiten, die immer dringlicheren globalen Herausforderungen zu bewältigen.

Mit der derzeitigen Globalisierungswelle erlebt die Weltwirtschaft eine ihrer bisher dynamischsten Expansionen. In den letzten 15 Jahren hat sich der Welthandel verdreifacht und der weltweite Bestand an ausländischen Direktinvestitionen (ADI) ist um das Fünffache gewachsen. In diesem Zeitraum hat sich die Zahl der multinationalen Unternehmen mehr als verdoppelt, während die Zahl ihrer Tochtergesellschaften weltweit auf 700 000 in die Höhe schnellte und die Zahl der Patente ein Rekordniveau von 5,6 Millionen erreichte. Hier geht es nicht nur um bloße Zahlen; sie schlagen sich in höheren Familieneinkommen, Millionen neuer Beschäftigungsmöglichkeiten und beispiellosen wissenschaftlichen und menschlichen Fortschritten nieder.

Dank der Globalisierung bleibt Europa die größte Handelseinheit der Welt und die wichtigste Herkunfts  wie auch Zielregion für ADI-Ströme. 2006 entstanden in der Europäischen Union nahezu 3 Millionen neue Arbeitsplätze, das sind mehr als die 2,3 Millionen, die im selben Jahr in den Vereinigten Staaten geschaffen wurden. Die Erträge europäischer Tochtergesellschaften in den Vereinigten Staaten sind sprunghaft gestiegen, von 14 Mrd. US-$ im Jahr 2001 auf nahezu 89 Mrd. US-$ im Jahr 2006. Die Inflationsraten und die Zinssätze verharrten lange auf einem sehr niedrigem Niveau, doch sind diese Zeiten jetzt vorbei. Und nach Schätzungen der Europäischen Kommission kann mindestens ein Fünftel der seit Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa erzielten Einkommenszuwächse der Globalisierung zugeschrieben werden.

Die Globalisierung hat aber auch zu wachsenden Ungleichheiten beigetragen. Schätzungen zufolge vereinten zur Jahrhundertwende 1% der Erwachsenen weltweit 40% des Gesamtvermögens auf sich. Die Ungleichheit ist das Kennzeichen ganzer Regionen, wie Lateinamerika und Afrika. In China und Indien hat sich die Einkommensungleichheit parallel zur Liberalisierung der Wirtschaft verstärkt.

Auch in den Industrieländern haben die Disparitäten zugenommen. Laut einer demnächst erscheinenden OECD-Studie zu dieser Thematik mit dem Titel „Growing Unequal“ ist in den meisten OECD-Ländern die Schere der Einkommensverteilung in den vergangenen 20 Jahren immer weiter auseinandergegangen. In 17 der 24 OECD-Länder, für die Daten verfügbar sind, hat die Kinderarmut zwischen 1995 und 2005 zugenommen. Wir sind uns dieser zunehmenden Unterschiede sehr wohl bewusst und konzipieren neue Instrumente, um sie zu messen und ihre Hauptursachen zu ermitteln.

Die Frage lautet nun: Wie gehen wir mit diesen Herausforderungen um? Wie können wir die Globalisierung integrativer und nachhaltiger gestalten?

Es gibt mehrere Kernbereiche, in denen wir rasch Fortschritte erzielen müssen.

An oberster Stelle der Liste steht die Bekämpfung der weltweiten Armut. Zur Bewältigung dieser Herausforderung müssen wir unsere auf internationaler Ebene eingegangenen Entwicklungsverpflichtungen erfüllen. Bisher war die globale Reaktion auf die Millenniumsentwicklungsziele eher zögerlich. Mit dem Ende der außergewöhnlich hohen Schuldenerlasse gingen die ODA-Gesamtleistungen der DAC-Mitglieder 2007 in realer Rechnung um 8,4% auf 104 Mrd. US-$ zurück. Im Kommuniqué von Gleneagles erklärten die Staats- und Regierungschefs der G8-Staaten, „auf der Grundlage von Geberzusagen und anderen einschlägigen Faktoren schätzt die OECD, dass gegenüber 2004 die öffentliche Entwicklungshilfe der G8 und anderer Geber an alle Entwicklungsländer bis 2010 um ca. 50 Mrd. US-$ pro Jahr steigen wird“. Sie stellten ferner fest, dass die Verpflichtungen „zu einer Zunahme der öffentlichen Entwicklungshilfe für Afrika um 25 Mrd. US-$ pro Jahr bis 2010 führen und so die Hilfe für Afrika im Vergleich zu 2004 mehr als verdoppeln (werden)“. Es scheint immer schwieriger zu werden, diese Ziele einer Aufstockung der Mittel für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit von 80 Mrd. US-$ im Jahr 2004 auf 130 Mrd. US-$ im Jahr 2010 zu erreichen. Damit liegt der Richtwert der Vereinten Nationen von 0,7% des BNE in weiter Ferne (wir stehen bei 0,28%). Wir müssen unseren internationalen EZ-Verpflichtungen gerecht werden.

Wir können nicht länger in einer Welt leben, in der nahezu die Hälfte der Bevölkerung mit weniger als 2 US-$ pro Tag auskommen muss, in der 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen haben und Hunderttausende von Kindern an Krankheiten sterben, weil es an sauberem Trinkwasser mangelt. Das sind nicht nur Zahlen, dahinter verbergen sich gebrochene Familien, zerschlagene Träume, eine weltweite Schande. Armut ist das größte systemische Risiko. Wenn wir gute Investitionsmöglichkeiten in den Entwicklungsländern vorfinden möchten, müssen wir in die Entwicklung dieser Länder investieren. Wir müssen die ethische Dimension ökonomischen Handelns wiederherstellen.

In der OECD tragen wir auf unterschiedliche Art und Weise zur Verbesserung der Armutsbekämpfungsmaßnahmen bei. Unsere jüngst ins Leben gerufene Partnerschaft für eine demokratische Staatsführung unterstützt beispielsweise Entwicklungsländer bei dem Aufbau ihrer Governance-Kapazitäten und der Verbesserung der Daseinsvorsorge für ihre Bürger. Unsere Leitlinien zur Armutsbekämpfung ermöglichen es, das Problem der Armut aus einer multidisziplinären Perspektive heraus anzugehen, und die Paris-Erklärung über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit trägt dazu bei, den Effekt und die Relevanz der Entwicklungszusammenarbeit zu verbessern.

Aber all diese Bemühungen werden erst dann wirklich Früchte tragen, wenn es uns gelingt, die Pattsituation bei der DOHA-Entwicklungsagenda zu überwinden. Aus unseren gemeinsamen Arbeiten mit der WTO im Bereich der handelsbezogenen Entwicklungszusammenarbeit (Aid for Trade – AfT) geht hervor, dass sich die Zusagen der Geber für AfT-Leistungen auf durchschnittlich 21 Mrd. US-$ pro Jahr belaufen. Diese 21 Mrd. US-$ sind aber wenig im Vergleich zu den nahezu 270 Mrd. US-$, die wir jedes Jahr in Agrarsubventionen pumpen, die zur Folge haben, dass Produkte aus den Entwicklungsländern von unseren Märkten ferngehalten werden.

Die internationale Migration ist eine weitere enorme globale Herausforderung, kann gleichzeitig aber auch ein wichtiges Instrument sein, um die Globalisierung integrativer zu gestalten. Um dies zu erreichen, müssen wir aber bessere Politiken anwenden. Multilaterale Organisationen sollten enger mit den Regierungen und NRO zusammen-arbeiten, um den zahlreichen Herausforderungen im Bereich der internationalen Migration zu begegnen.

Migranten entwickeln sich zu einem wichtigen Wachstumsmotor. Im Jahr 2007 erreichten die erfassten Rücküberweisungen von Migranten in ihre Heimatländer eine Rekordhöhe von 240 Mrd. US-$. Der Beitrag der Zuwanderer zum Wirtschaftswachstum in den OECD-Ländern nimmt ebenfalls weiter zu. So trägt die Latino-Bevölkerung Jahr für Jahr mit ihrem Konsum und ihren Investitionen etwa 700 Mrd. US-$ zur US-Wirtschaft bei. Im Vereinigten Königreich erwirtschafteten Migranten zwischen 2001 und 2006 etwa 15-20% des Produktionswachstums. Europa hat mittlerweile nahezu 56 Millionen Migranten aufgenommen, die einen entscheidenden Beitrag zu nachhaltigem Wachstum leisten.

Die Zuwanderung hilft vielen OECD-Ländern, das Problem der Bevölkerungsalterung zu bewältigen und die durch den demografischen Wandel verursachten fiskalischen Belastungen abzumildern. In unseren Mitgliedsländern könnte sich die Relation zwischen älteren nicht mehr wirtschaftlich aktiven Personen und Erwerbstätigen bis zur Jahrhundertmitte verdoppeln. Eine derartige Entwicklung könnte in den kommenden 30 Jahren zu einem um 30% geringeren Wirtschaftswachstum führen.

Mit einer besseren Integrationspolitik kann die Migration ein Quell gemeinsamer Fortschritte werden. Auf der Ebene der OECD bemühen wir uns um die Bereitstellung präziserer Informationen, um die Strukturen und ökonomischen Auswirkungen der Migrationsbewegungen besser zu verstehen.

Hier in Deutschland wurde für den Zeitraum zwischen 1995 und 2005 ein Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter um über 1,1 Millionen projiziert, auf Grund der Zuwanderung verringerte sie sich aber nur um rd. 700 000. Deutschland ist das zweitgrößte Zuwanderungsland im OECD-Raum, es muss aber noch viel tun, um die Integration der Migranten zu verbessern. Die Bildung und Ausbildung der Migranten in Ihrem Land ist eine große Herausforderung, doch ist es die Qualität ihrer Ausbildung, die darüber entscheiden wird, ob die Zuwanderer zu einer Quelle komparativer Vorteile für die Gesellschaft werden.

Das führt mich zum nächsten Thema: Bildung.

Bildung ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, die Globalisierung in einen integrativeren Prozess umzumünzen. Im Zeitalter der Informationsgesellschaft und Wissenswirtschaft ist Bildung der Schlüssel zu sozialem Fortschritt. Der Zugang zur Schulbildung hat sich im Laufe der Zeit verbessert, mit den derzeitigen Schulbesuchsquoten wird es vielen Ländern aber nicht gelingen, bis 2015 das Millenniumsentwicklungsziel einer Primarschulbildung für alle zu erreichen.

Die Herausforderung geht aber über universelle Bildung hinaus. Nicht alle, die die Schule und Hochschule besuchen, können sich eine qualitativ hochwertige Bildung sichern, was Ungleichheiten fortbestehen lässt und sogar noch verstärkt. Die Internationale Schulleistungsstudie der OECD (PISA), an der nun 57 Länder teilnehmen, hat in Bezug auf das Ausmaß, in dem es den Ländern gelingt, junge Erwachsene mit dem nötigen Rüstzeug an Wissen und Fertigkeiten in wichtigen Kompetenzbereichen auszustatten, große Unterschiede aufgedeckt.

Die Leistungen der deutschen Schülerinnen und Schüler liegen in Naturwissenschaften über dem OECD-Durchschnitt, während sie in Lesekompetenz und Mathematik dem OECD-Durchschnitt entsprechen. Der sozioökonomische und der Migrationshintergrund sind weiterhin wichtige Bestimmungsfaktoren der Leistungsergebnisse, und der Anteil an Absolventen tertiärer Bildungsgänge ist im Vergleich zu anderen Ländern verhältnismäßig niedrig. Es freut mich, dass die zuständigen Stellen in Deutschland rasch reagieren, um diese Probleme in den Griff zu bekommen. Um Ihnen bei der Bewältigung dieser Herausforderung zu helfen, wurde dieser Thematik in unserem heute veröffentlichten Wirtschaftsbericht Deutschland ein Sonderkapitel gewidmet.

Mit unserer Internationalen Vergleichsstudie der Kompetenzen Erwachsener (PIIAC – Programme for International Assessment of Adult Competencies) können wir Niveau und Verteilung der Erwachsenenqualifikationen evaluieren. Diese Vergleichsstudie wird es den Regierungen ermöglichen, das Potenzial der Erwachsenenbevölkerung in ihren Ländern voll zur Entfaltung zu bringen.

Wie Ihnen bei der Bertelsmann-Stiftung zweifellos bekannt sein dürfte, ist in unserer heutigen Zeit Wissen die wichtigste Quelle von Wohlstand und sozialem Fortschritt. Intellektuelles Kapital ist der ultimative komparative Vorteil. Es ist gleichzeitig aber auch das beste Instrument, um eine ausgewogenere und nachhaltigere Globalisierung zu garantieren.

Das bringt mich zur letzten großen Herausforderung, über die ich heute sprechen möchte: den Klimawandel. Das ist ein Thema, das auf der Agenda der meisten Regierungen und internationalen Organisationen inzwischen an die erste Stelle gerückt ist. Es ist eine multidimensionale Herausforderung mit Implikationen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.

In der OECD arbeiten wir daran, ein solides wirtschaftliches Fundament für das Post-Kyoto-Zeitalter zu schaffen. Im 2008 veröffentlichten OECD-Umweltausblick wird aufgezeigt, dass eine Stabilisierung der atmosphärischen Treibhausgase auf einem Niveau, das keinen übermäßigen Anstieg der Welttemperatur zur Folge hat, bis 2030 insgesamt einen Rückgang des BIP-Wachstums um 1% und bis 2050 um etwa 2,5% zur Folge hätte. Diese Kosten sind zwar beachtlich, angesichts der projizierten Wohlstandsakkumulation und im Vergleich zu den sehr viel höheren Kosten bei Untätigkeit sind sie aber durchaus tragbar.

Die Kernfrage lautet, wie diese Kosten zu verteilen sind. Angesichts der Tatsache, dass die Industriestaaten heute für den größten CO2-Fußabdruck verantwortlich sind, sich gleichzeitig aber der marginale Anstieg der Treibhausgasemissionen größtenteils in den Entwicklungsländern vollziehen wird, müssen wir gemeinsam eine tragfähige Formel für die Aufteilung der Kosten finden. Von daher kann diese dringende globale Herausforderung nur dann erfolgreich bewältigt werden, wenn sich alle Akteure an einen Tisch setzen. Länder wie Deutschland, die weltweiten wirtschaftlichen Einfluss haben und Technologien zur Entwicklung neuer und sauberer Energien hervorbringen, werden dabei eine zentrale Rolle spielen.

Um auf diese und andere globale Herausforderungen wirksamer zu reagieren, erweitert die OECD derzeit ihren Aktionsradius und ihre Relevanz. Wir haben bereits Beitritts¬gespräche mit Chile, Estland, Israel, der Russischen Föderation und Slowenien aufgenommen. Parallel dazu verstärken wir unsere Zusammenarbeit mit Brasilien, China, Indien, Indonesien und Südafrika in der Perspektive einer möglichen Mitgliedschaft.

Gleichzeitig haben sich die Beziehungen der OECD zu nahezu 100 weiteren Entwicklungsländern zu einem Kommunikations- und Lernprozess in beide Richtungen entwickelt. Auf dem letzten G8-Gipfel in Heiligendamm wurde die OECD ersucht, sich als Plattform für den Dialog zwischen den G8-Ländern und den großen aufstrebenden Volkswirtschaften, den sogenannten G5, zur Verfügung zu stellen. Wir entwickeln uns zunehmend zu einem Forum zur Förderung der Politikkonvergenz zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Für unsere Organisation bedeutet dies einen historischen Wandel.

Die Veränderungen beschränken sich aber nicht auf die OECD. Als Bundeskanzlerin Merkel im vergangenen Dezember die Leiter der fünf größten internationalen Wirtschaftsorganisationen einlud, hatten wir einen sehr vielversprechenden Austausch über die Frage der globalen Governance. Eine Definition der Zusammenarbeit zwischen den bereits etablierten und den neu hinzukommenden Akteuren ist für das Funktionieren der Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung.

Meine Damen und Herren,

wir sind derzeit Zeugen atemberaubender Veränderungen, aus denen eine ganz neue Weltwirtschaft hervorgeht, in der die traditionellen Wirtschaftstheorien ins Wanken geraten, sich die geoökonomischen Kräfte verlagern und nationale Herausforderungen einen zunehmend internationalen Charakter annehmen. Deshalb bedarf es einer kollektiven Antwort, einer neuen Rolle für die multilateralen Organisationen, eines stärkeren weltweiten Engagements so einflussreicher Denkfabriken, wie dieser renommierten Stiftung. Dazu sind neue, innovative Konzepte vonnöten.

Die Arbeiten der OECD sind durch die konstante Mitwirkung der Sozialpartner in unseren Ländern sowie die Reflexionen von Einrichtungen und Personen wie Ihnen bereichert worden. Ich sehe unserer Zusammenarbeit bei der Suche nach innovativen Lösungen sowie bei der Erarbeitung gemeinsamer Positionen und wirksamer Maßnahmen zur Schaffung einer besseren, gerechteren, ausgewogeneren und integrativeren Globalisierung voller Erwartung entgehen.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

 

 

 

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