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OECD fordert mehr Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit, gleichzeitig soll diese effektiver eingesetzt werden, um sicherere und gesündere Lebensbedingungen zu ermöglichen

 

20/01/2005 -Hilfe kann und muss effizienter eingesetzt werden, um sicherere und gesündere Lebensbedingungen für die 1,1, Milliarden ärmsten Menschen der Welt und die Umsetzung der Milleniumsziele zu erreichen, die mit weniger als einem Dollar pro Tag zum Überleben. Zu diesem Schluß kommt der jährlich erscheinende OECD-Bericht zur Entwicklungszusammenarbeit, der von den 22 den Hauptanteil  weltweiter Entwicklungshilfe repräsentierenden Staaten und der EU herausgegeben wird.

Im Jahre 2003,  haben diese Länder eine Gesamthilfe von 69 Milliarden US $ geleistet. 2002 waren dies noch 58,3 Milliarden US $. (Endgültige Zahlen für 2003 unter: http://www.oecd.org/dataoecd/48/0/34282401.pdf). Allerdings sind für diesen Anstieg zu einem großen Teil Inflation,  Wechselkursschwankungen und im Besonderen die Abwertung des Dollars mitverantwortlich. Die Zahlen für Hilfsleistungen 2004 und zu erwartende Zahlungen für 2005 sind noch nicht verfügbar. Wenn jedoch die Geberländer ihre 2002 in Monterrey gegebenen Versprechen einhalten, dürfte die Hilfe im Jahr 2006 um 88 Milliarden US $ zunehmen. 

Der Bericht zur Entwicklungszusammenarbeit wird vom OECD-Komitee zur Entwicklungszusammenarbeit (DAC) herausgegeben, welches die Entwicklungszusammenarbeit der  wichtigsten Geber koordiniert. Der Bericht betont die Bedeutung von Sicherheit,  - demokratischen Regierungen, Einhaltung der Menschenrechte und Respekt für die Autorität des Rechts -  für Entwicklung.
Am Beispiel der Salomon-Inseln, die bei ihren direkten Nachbarn um Unterstützung gebeten hatten, belegt der Bericht, dass die Verknüpfung von Maßnahmen für mehr Sicherheit,  verbunden mit langfristigen institutionellen Reformen und Entwicklungszusammenarbeit, Ländern bei der Wiedererlangung wirtschaftlicher und politischer Stabilität helfen kann.
Entwicklungs- und Sicherheitsagenden müssen besser aufeinander abgestimmt werden, ohne jedoch ihr ursprüngliches Mandat zu vernachlässigen.

Der DAC ermutigt die Geberländer die Hilfe zu erhöhen und umzuverteilen, um sicherzustellen, dass die ärmsten Länder mehr finanzielle Unterstützung erhalten. Da Länder wie China, Malaysia und Thailand ein stabiles und starkes Wachstum aufweisen, kann die ihnen einst zugewiesene Hilfe andernorts zur Verfügung gestellt werden. Der Anteil an Hilfe, der armen Ländern zukommt, nimmt zwar zu, es kann aber  noch mehr getan werden.

Eine Umverteilung der Mittel würde in gewisser Weise auch das Erreichen der  Millenniumsziele der UN vorantreiben. Gegenwärtig ist das einzige Ziel, das wahrscheinlich bis 2015 erreicht werden wird, jenes welches sich die Halbierung derer, die mit 1$ täglich überleben müssen, vorgenommen hat. Und dies nur für große Teile Asiens und Nordafrikas. Im Besonderen wird Afrika südlich der Sahara nach gegenwärtigen Schätzungen nicht hoffen können dieses Ziel zu erreichen und dies gilt auch für die bereiche Geschlechtergerechtigkeit, Bildung, Kinder- und Müttersterblichkeit. Die Armut zu überwinden erfordert einen Quantensprung -mehr national-initiierte Strategien; eine Politik, die ein breit angelegtes Wachstum unterstützt; Handel und internationale Politik zur Entwicklungsförderung; mehr Investitionen; mehr Hilfe.

Auch die Verbesserung von Praktiken, Politiken und Verfahren der Mittelvergaben können für bessere Ergebnisse in der Entwicklungszusammenarbeit sorgen. Betrachtet man beispielsweise Länder wie Nikaragua mit mehr als 40 verschiedenen Gebern, dann wird offensichtlich, daß die Hilfe seitens der Geber vereinfacht und ihre Anstrengungen in Einklang gebracht werden muss.

In Mozambique koordinieren z.B. 15 Geber ihre Budgets mittels eines einheitlichen Systems. In Bangladesh haben ein Dutzend  Geber ihre Unterstützung für Schulen im Rahmen unterschiedlicher Projekte in einem einheitlichen Programm zusammengeschlossen. Um Hilfe wirksamer zu machen müssen die Entwicklungsziele der Empfängerländer deutlich verbessert werden. Gute Praktiken müssen allgemein gültig werden.

Es gibt Anzeichen für Fortschritte. Öffentliche und private Zusammenarbeit hat dazu beigetragen, daß die Preise für die Medikamente HIV/AIDS infizierter Patienten in den letzen Jahren um 95% gesunken sind. Der Zugang zu Kommunikationsmedien wie Telefon und das Internet hat enorm zugenommen. 1990 hatten über 500 000 Menschen feste oder mobile Telefone. Diese Zahl beträgt nun über 2 Milliarden. Das Wachstum  in diesem Bereich war in Afrika besonders stabil. Dort gibt es inzwischen mehr Mobiltelefone als Festnetzanschlüsse.

Der Bericht zur Entwicklungszusammenarbeit enthält ein Kapitel, das sich  mit der Notwendigkeit von mehr direkter Hilfe zur besseren Versorgung mit Wasser und sanitären Anlagen befaßt. Insgesamt konzentrieren sich die Anstrengungen der Geber gegenwärtig weniger auf den Wassersektor, als in den vergangenen Jahren. Und es fließen in Ländern mit mittlerem Einkommen mehr Mittel in die Entwicklung urbaner Infrastrukturen, statt in marginalisierte Gemeinden, die vor allem unter dem Mangel an Wasser leiden.

Der Bericht zeigt auch die Notwendigkeit zu besserer Kommunikation in Entwicklungsfragen auf, insbesondere das Sammeln von Daten und Statistiken. So haben neuere Untersuchungen deutlich gemacht, dass die Überweisungen von Migranten aus den DAC-Geberländern geschätzt etwa 34 Milliarden US $ jährlich  und somit fast die Hälfte ihrer gesamten Mittel zur Entwicklungskooperation ausmachen.  Diese Summen fließen zum überwiegenden Teil nach Indien, Mexiko, auf die Philippinen und in die Türkei. Überweisungen nach Afrika südlich der Sahara sind zu vernachlässigen, da sie nur etwa 1 Milliarde US $ ausmachen gegenüber 20 Milliarden US $ offizieller Hilfe.
Die meisten Überweisungen kommen aus den USA -22 Milliarden US $- sowie weitere 7 Milliarden US $ aus Europa. Hier kann mehr Unterstützung für Arbeiter dazu beitragen, dass die Überweisungen auch ihren Bestimmungsort erreichen und diese Mittel könnten besser zur Entwicklung eingesetzt werden.

Bessere Informationen werden auch hinsichtlich der Katastrophenhilfe angestrebt. Der Bericht bemerkt zudem, dass die weltweite enorme öffentliche Reaktion auf die Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean dazu führen könnte, daß die öffentliche, wie auch die private Hilfe, 2005 beträchtlich zumehmen wird. Gegenwärtig arbeitet die OECD gemeinsam mit dem UN Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten an einer Verbesserung zur Nachverfolgung eingegangener Hilfsleistungen für die Tsunami-Soforthilfen, um genaue Daten zu erhalten, die eine Einschätzung darüber ermöglichen, inwieweit Versprechen eingehalten worden sind.

Um ein Exemplar des Berichts zu erhalten können Journalisten entweder das OECD's Medienbüro in Paris unter Tel. + 33 1 45 24 97 00 kontaktieren, oder das OECD Berlin Centre unter: Tel. + 49 30 28 88 35 42.
 

 

 

 

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