Politiques et données sur la santé

OECD Länder kämpfen mit steigenden Gesundheitsausgaben

 

In den meisten OECD Ländern hinkt das Wirtschaftswachstum dem Anstieg der Gesundheitsausgaben hinterher und zwingt die Regierungen, neue Finanzierungsmöglichkeiten zu finden oder einen größeren Anteil der Kosten auf die Patienten abzuwälzen. In den Jahren 2000 und 2001 stiegen die Gesundheitsausgaben in den OECD Ländern im Durchschnitt real um 4 %, während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Jahr lediglich um 2,3 % wuchs. Diese Lücke führte zu einem weiteren Anstieg bei den Gesundheitsausgaben gemessen als Anteil am BIP. Während 1970 lediglich etwas mehr als 5 % des BIP für die Gesundheit aufgewendet wurden, stieg dieser Anteil 1990 auf 7,3 % und erreichte im Jahr 2001 8,4 % des BIP.

Nachdem sich die Gesundheitsausgaben in den neunziger Jahren stabilisiert hatten, ist der Anteil des BIP; der für die Gesundheit aufgewendet wurde, in den Jahren 2000 und 2001 besonders dramatisch in den USA, Kanada und Finnland angestiegen. Das war zum Teil auf die Konjunkturabschwächung in diesen Ländern zurückzuführen und zum Teil auf einen drastischen Anstieg bei den Gesundheitsausgaben, der auf eine Periode des Maßhaltens folgte. In den USA, die weit mehr als jedes andere Land für die Gesundheit ausgeben, erreichte der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP 13,9 % im Jahr 2001, verglichen zu 11,9 % im Jahr 1990 und 6,9 % im Jahr 1970. Den USA am nächsten kamen im Jahr 2001 die Schweiz und Deutschland, die 10,9 % bzw. 10,7 % ihres BIP für die Gesundheit ausgaben. Kanada und Frankreich folgten in der Rangliste mit 9,7 % bzw. 9,5 %.

Da der Großteil der Gesundheitsausgaben in den meisten Ländern (außer Korea, Mexiko und USA) öffentlich finanziert wird, belasten die höheren Ausgaben die öffentlichen Haushalte. Sogar in den USA, wo der private Sektor bei der Finanzierung eine wesentlich größere Rolle spielt, belaufen sich die öffentlichen Gesundheitsausgaben auf 6 % des BIP, was mit dem OECD-Durchschnitt vergleichbar ist.

Im Jahr 2001 betrug der Anteil der öffentlichen Gesundheitshausgaben an den gesamten Gesundheitsausgaben im Durchschnitt der OECD Länder 72 %; und lag damit nahezu unverändert auf dem Niveau von 1990. Die restlichen 28 % der Ausgaben im Jahr 2001 wurden von privaten Quellen bezahlt, hauptsächlich von privaten Versicherungen und Patienten. Die Größe und Zusammensetzung der Privatfinanzierung unterscheidet sich jedoch beträchtlich von Land zu Land. In den Vereinigten Staaten wurden 35 % der gesamten Gesundheitsausgaben von privaten Versicherungen getragen, während lediglich 15 % von den Patienten direkt bezahlt wurden. Im Gegensatz dazu wurden in der Schweiz nur 10 % der gesamten Gesundheitsausgaben von den privaten Versicherungen finanziert und 33 % von den Patienten direkt bezahlt. Abgesehen von der Schweiz war der Anteil der Direktzahlungen in Korea und Mexiko ebenfalls relativ hoch.

Gesundheitstechnologien und neue Medikamente treiben die Kosten in die Höhe

Die Entwicklung und Verbreitung medizinischer Technologien gehören zu den Hauptantriebskräften der steigenden Gesundheitsausgaben. Während den letzten zwanzig Jahren hat es in den meisten OECD Ländern einen Schub bei der Verfügbarkeit von diagnostischen Technologien wie z.B. Computertomographie (CT) und Magnetresonanz-Tomographie (MRI) gegeben. Die Anzahl von Magnetresonanz-Tomographen ist in den letzten zehn Jahren besonders schnell in der Schweiz, Österreich, Island und Finnland angestiegen.

Die Ausgaben für Arzneimittel sind in vielen Ländern seit 1990 auch stark gestiegen, was die Einführung neuer und teurerer Medikamente widerspiegelt. Sie haben sich in Schweden und Australien zwischen 1990 und 2001 verdoppelt, während sie sich in Kanada, Finnland, Irland und den USA um mehr als 70 % erhöhten.

Rapides Wachstum gab es auch bei der Anwendung vieler chirurgischer Eingriffe wie z.B. Graue Star Operationen, Knie- und Hüftgelenkersatz und Eingriffe am Herz. Die Anzahl von Kranzarterie-Bypässen (CABG) und Koronarangioplastien stieg in den neunziger Jahren, besonders in jenen Ländern, die mit einem relativ niedrigen Anwendungsniveau begannen (z.B. Australien, Dänemark, Ungarn und Schweden bei der Koronarangioplastie). Im Jahr 2000 blieben die Quoten für Kranzarterie-Bypässe und Koronarangioplastie in den USA bei weitem am höchsten. Diese Unterschiede bei der Nutzung teurer medizinischer Verfahren erklären zum Teil die Unterschiede bei den Gesundheitsausgaben zwischen den USA und anderen Ländern.

Trotz des rapiden Anstiegs bei vielen chirurgischen Eingriffen in den OECD Ländern scheint das Angebot nicht immer mit der Nachfrage Schritt gehalten zu haben. In einer Reihe von Ländern wie z.B. Großbritannien, nordische Staaten und Spanien bestehen erhebliche Wartezeiten für Operationen (1).

Anstrengungen zur Eindämmung der Krankenhausausgaben

Kostendämpfungsmaßnahmen im Krankenhaussektor kombiniert mit mehr ambulanten oder am selben Tag durchgeführten chirurgischen Eingriffen haben in fast allen OECD Ländern zu einem Sinken bei der Anzahl der Krankenhausbetten geführt. Die Anzahl der Betten für die akute stationäre Versorgung fiel von 5,7 pro 1000 Einwohner im Jahr 1980 auf durchschnittlich 4,0 im Jahr 2000. Es gab 2000 bemerkenswerte Unterschiede bei der Anzahl von Akutbetten. Sie schwankte zwischen mehr als 6 Betten pro 1000 Einwohner in einigen europäischen Ländern (Luxemburg, Tschechische Republik, Deutschland, Ungarn und Österreich) und weniger als 3 Betten pro 1000 Einwohner in Mexiko, USA, Schweden und Finnland.

Neben dem Rückgang bei der Anzahl der Krankenhausbetten gab es auch eine drastische Verringerung bei der Länge der Aufenthaltsdauer (ALOS) in Krankenhäusern. Im Durchschnitt sank die Aufenthaltsdauer für akute stationäre Versorgung in den OECD Ländern von 9,6 Tagen im Jahr 1985 auf 6,9 Tagen im Jahr 2000. Besonders schnell fiel die Länge der Aufenthaltsdauer in diesem Zeitraum in den nordischen Ländern (Dänemark, Finnland und Schweden) und anderen europäischen Staaten wie Frankreich und Österreich. Eine Verringerung der Verweildauer wird oft als ein Indikator für die Effizienz angesehen, da ein kürzerer Aufenthalt - wenn alles andere gleich bleibt - die Kosten der Behandlung reduziert. Wenn der Aufenthalt jedoch zu kurz ist, kann das schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit, das Wohlergehen oder die Genesung des Patienten haben, was wiederum zu höheren Wiedereinlieferungsquoten führen könnte.

Gesundheitsrisiken

Die frühzeitige Sterblichkeit (gemessen in potenziell verlorenen Lebensjahren) halbierte sich im Durchschnitt der OECD Länder in den vergangenen dreißig Jahren, was im allgemeinen auf einen bemerkenswerten Rückgang bei Todesfällen durch Herzerkrankungen zurückzuführen ist. Die frühzeitige Sterblichkeit blieb im Jahr 2000 in den USA viel höher als im OECD-Durchschnitt, und zwar um 21 % bei Männern und um 34 % bei Frauen. Vorzeitiges Ableben durch Mord ist in den Vereinigten Staaten bei Männern wie Frauen besonders hoch - viermal so hoch wie im OECD Durchschnitt.

Der Tabakkonsum, eine Hauptursache für den Tod durch Lungenkrebs, ist in den meisten OECD Ländern während der letzten zwei Jahrzehnte zurückgegangen. Die Fettleibigkeit hat jedoch in allen OECD Ländern zugenommen. Die Quote der Übergewichtigen hat sich in den letzten zwanzig Jahren in Ländern wie Australien und den USA mehr als verdoppelt und in Großbritannien sogar verdreifacht. Mehr als 20 % der Erwachsenen in Australien und Großbritannien sind übergewichtig. In den frühen neunziger Jahren waren 20 % der Erwachsenen in den USA übergewichtig. Zehn Jahre später war diese Zahl auf 31 % gestiegen. Fettleibigkeit ist in Kontinentaleuropa wesentlich weniger verbreitet, aber die Tendenz ist ebenfalls steigend. Die zeitliche Verzögerung zwischen dem Beginn der Fettleibigkeit und den damit zusammenhängenden Gesundheitsproblemen (wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen und Asthma) legt nahe, dass höhere Gesundheitskosten in der Zukunft bevorstehen.

Das sind einige der Trends und Entwicklungen, die in Health at a Glance - OECD Indicators 2003 untersucht werden - eine OECD Studie, die die Unterschiede und Trends bei wichtigen Gesundheitsindikatoren über längere Zeiträume in den OECD Ländern aufzeigt. Health at a Glance - OECD Indicators 2003 präsentiert vergleichbare Daten zu vier Schlüsselbereichen: Gesundheitszustand (Lebenserwartung, frühzeitige Sterblichkeit und Selbsteinschätzung der Gesundheit), Ressourcen des Gesundheitswesens und ihre Inanspruchnahme (praktizierende Ärzte und Krankenschwestern, Medizintechnik, Krankenhausbetten, mittlere Verweildauer), Gesundheitsausgaben (pro Kopf und als Anteil am BIP, einschließlich einer Untergliederung in öffentliche und private Quellen) und nichtmedizinische Gesundheitsfaktoren (Tabak- und Alkoholkonsum und Fettleibigkeit).

Mehr Indikatoren sind auf der CD-ROM OECD Gesundheitsdaten 2003 enthalten. Die letzte Aktualisierung der OECD Gesundheitsdaten 2003 ist am 3. Oktober 2003 veröffentlicht worden. Den Schwerpunkt bilden Daten zu den Gesundheitsausgaben und Gesundheitssystem-Diagramme, die veranschaulichen, wie das Gesundheitswesen in den verschiedenen OECD Ländern finanziert wird. Detaillierte Informationen siehe unter: www.oecd.org/health/healthdata

Journalisten können ein Exemplar der Veröffentlichung oder der CD-ROM von der OECD Pressestelle  anfordern. Weitere Informationen zur Studie erteilen Gaetan Lafortune, OECD Health Policy Unit (Tel: 0033 1 4524 9267) oder David Morgan (Tel: 0033 1 4524 7609). Für mehr Informationen zur OECD Studie über Wartezeiten steht Jeremy Hurst, OECD Health Policy Unit (Tel: 0033 1 4524 9255) zur Verfügung.

 

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(1)  Eine neue OECD Studie untersucht die Ursachen der Unterschiede bei den Wartezeiten für Operationen und identifiziert Politiken, um das Problem zu beseitigen. Dieser separate OECD Bericht ist verfügbar unter:
http://www.oecd.org/findDocument/0,2350,en_2649_33929_1_119684_1_1_33407,00.html

 

 

 

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