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OECD lobt mexikanische Umweltpolitik und fordert bessere Durchsetzung und Finanzierung

 

Der rasche Anstieg der Bevölkerung in Mexiko und das Wachstum der Wirtschaft stellen eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar. Die Umweltverschmutzung steigt und die natürlichen Ressourcen werden über Gebühr in Anspruch genommen. Mexiko verfügt heute über einen soliden gesetzlichen und institutionellen Rahmen im Umweltbereich, der bereits zu ersten positiven Ergebnissen geführt hat. Um eine weitere Implementierung zu fördern, empfiehlt die OECD, dass Mexiko die Umweltpolitik effektiver durchsetzt und finanziert und die Umweltbelange in die sektorale Politik einbezieht.

Der OECD Umweltprüfbericht Mexiko schlägt 61 konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Umwelt des Landes vor. Er wird im Rahmen einer Pressekonferenz von Alberto Cardenas, mexikanischer Minister für Umwelt und Donald Johnston, OECD Generalsekretär am Dienstag, 4. November in Los Pinos (16.30 Uhr Pariser Zeit) den Medien vorgestellt.

Mexiko verfolgt ein ambitioniertes Konzept der Umweltgovernance, das die nachhaltige Entwicklung immer mehr in den Mittelpunkt der sektoralen Politik stellt. Die OECD würdigt in ihrem Bericht die wichtigsten ökologischen Erfolge wie zum Beispiel:

  • Verbesserungen der Luftqualität in urbanen Gebieten wie der Megastadt Mexiko City, wo die Kohlendioxide und Schwefeldioxide zurückgegangen sind und kleine Kinder weniger an akuten Erkrankungen der Atmungswege leiden. Dennoch bleibt die Luftverschmutzung eine ernsthafte Bedrohung für die menschliche Gesundheit.
  • Fortschritte bei der Dezentralisierung der Wasserbewirtschaftung einschließlich der Schaffung von Räten für Flusseinzugsgebiete, der Übertragung der Verwaltung von Bewässerungsgebieten auf Nutzervereinigungen und der Unterstützung der Kommunen bei der Entwicklung einer Wasserversorgungs- und Wasserentsorgungsinfrastruktur. Mehr als 95 % der Trinkwassers ist nun desinfiziert, was zu einem drastischen Rückgang der Magen-Darm Erkrankungen und zum Verschwinden der Cholera geführt hat.
  • Beträchtliche Anstrengungen sind zur Verbesserung des Managements gefährlicher Abfälle unternommen worden. Der Ausbau der Entsorgungskapazitäten nimmt rasch und ständig zu.
  • Kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Themen auf der internationalen Umweltagenda.
  • Nachhaltige Entwicklung wurde zu einem expliziten Ziel im nationalen Entwicklungsplan gemacht.

 

Trotz dieser Fortschritte bleiben noch große Probleme. Die OECD empfiehlt Mexiko unter anderem folgendes:

  • Die Dezentralisierung und Implementierung der mexikanischen Umweltpolitik muss von einem angemessenen Kapazitätsaufbau auf staatlicher und kommunaler Ebene begleitet werden.
  • Bekämpfung des Abholzens der Wälder und Verbesserung des Zugangs zu reinem Trinkwasser durch eine "Kampagne für Wälder und Wasser". Mexiko beheimatet ungefähr 12 % der Artenvielfalt der Welt, aber dieser Reichtum ist durch das Abholzen, das übermäßige Abweiden der Vegetation in trockenen Zonen und den Handel mit vom Aussterben bedrohten Tierarten ernsthaft gefährdet.
  • Effektivere Umsetzung der Gesetzgebung zur Verringerung der Umweltverschmutzung und Erhaltung des Naturschutzes durch vermehrte Inspektionen, breitere Anwendung von ökonomischen Instrumenten und gesteigerte Effizienz.
  • Erhöhung der finanziellen Mittel aus öffentlichen, privaten und internationalen Quellen zur Finanzierung der notwendigen Infrastruktur für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Die Investitionen in die Wasserinfrastruktur belaufen sich auf die Hälfte dessen, was erforderlich wäre. Lediglich 25 % der urbanen Abwässer werden geklärt und industrielle Verunreinigungen bleiben größtenteils unbehandelt.
  • Stärkere Einbindung der Umweltbelange in sektorale Entscheidungen wie z.B. Landwirtschaft, Energie und Verkehr. Im Gegensatz zu vielen anderen OECD Ländern ist es Mexiko nicht gelungen, das Wirtschaftswachstum vom Druck auf die Umwelt abzukoppeln. Der Straßengüterverkehr stieg im letzten Jahrzehnt um 78 % und obwohl es viele Vorschläge gab, die Energiepreispolitik und die Besteuerung des Transports zu verbessern, sind nur wenige in die Praxis umgesetzt worden.

 

Diese Veröffentlichung erscheint in der OECD Reihe Umweltprüfberichte der OECD Länder. Sie untersucht den Fortschritt Mexikos im Kontext der OECD Umweltstrategie für das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts und prüft, inwieweit die in der nationalen Gesetzgebung und in internationalen Abkommen festgelegten umweltpolitischen Zielsetzungen erreicht worden sind.

Zwecks Anmeldung zur Teilnahme an der Pressekonferenz werden Journalisten gebeten, Gabriela Ramos vom OECD Mexico Centre (Tel: 0052 555 281 3810) zu kontaktieren. Helen Fisher, OECD Pressestelle (Tel: 0033 1 4524 8097) steht für weitere Informationen über die Umweltprüfberichte der OECD zur Verfügung.

Die Veröffentlichung ist am Dienstag, 4. November von der OECD Pressestelle erhältlich. Ansprechpartner: Nicole Le Vourch  (Tel: 0033 1 4524 9700).

 

 

 

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