Directorate for Employment, Labour and Social Affairs

Kinder und Bosse: Zur besseren Vereinbarkeit des Arbeits- und Berufslebens empfiehlt die OECD, Familien zu unterstützen

 

25/10/2004 - Das Ausbalancieren von beruflichen und familiären Pflichten ist für Eltern wie auch Regierungen eine große Herausforderung. Familien, die nach einem ausgeglichenen Arbeits- und Berufsleben trachten, müssen sich entscheiden, ob sie Kinder wünschen, wann, wie viele und wer sie betreut - and ob sie ganztags oder nur Teilzeit arbeiten. Die Regierungen können familienfreundliche Politiken aus zahlreichen Gründen fördern: Verringerung der Armut und Förderung des Wohlergehens von Kindern und Familien, Stärkung des Wirtschaftswachstums und Sicherung der Rentensysteme.

Die OECD-Reihe - Kinder und Bosse - untersucht die Politiken in den OECD-Ländern, die den Eltern bei der Auswahl der Arbeits- und Kinderbetreuungsoptionen helfen und empfiehlt eine Reihe von Maßnahmen, um die Situation von berufstätigen Eltern zu verbessern. Nachdem die ersten beiden Berichte sich mit der Situation in Australien, Dänemark und Neuseeland sowie in Österreich, Japan und Irland befassten, ist soeben ein dritter Bericht zu Neuseeland, Portugal und der Schweiz veröffentlicht worden. Ein vierter Band über Kanada, Finnland, Schweden und das Vereinigte Königreich ist in Vorbereitung und wird 2005 erscheinen.

Die Probleme:

Sinkende Fruchtbarkeitsraten geben in den meisten Ländern Anlass zur Sorge, insbesondere in Japan, wo die Geburtenraten sinken, weil mehr Menschen vor der Geburt eines Kindes einen Job ergreifen. In der Schweiz sind 40 % aller Frauen im Alter von 40 Jahren und mit einem Universitätsabschluss kinderlos. Leistungsfähige Volkswirtschaften und finanzierbare Rentensysteme hängen von der Fruchtbarkeitsraten wie auch höheren Beschäftigungsquoten ab.

Viele Regierungen investieren in familienfreundliche Politiken, die gesellschaftliche Vorteile für die nächste Generation mit sich bringen. Die Unterstützung berufstätiger Mütter reduziert die Armut, die sich negativ auf die Entwicklung der Kinder niederschlägt und die Hilfe für eine Vorschulerziehung außer Haus bereitet die Kinder besser auf die Schule vor.

Nach wie vor beeinträchtigen Gehaltsunterschiede die relativen Einkommen von Männern und Frauen. Sogar in Familien, wo beide Elternteile arbeiten, verdienen Männer bezeichnenderweise um 33-66 % mehr als Frauen. Es sind daher in der Regel die Mütter, die sich die Zeit für die Erziehung der Kinder nehmen. In den meisten Ländern arbeiten die Väter mehr als Männer ohne Kinder, während Mütter weniger Zeit in bezahlter Beschäftigung verbringen als kinderlose Frauen.

Die Politikoptionen

Babies and Bosses befürwortet eine kontinuierliche Unterstützung für berufstätige Familien mit Säuglingen und Kindern im schulpflichtigen Alter. Das ermöglicht den Eltern, ihre berufliche Karriere zu planen und gibt den Arbeitgebern einigermaßen die Gewissheit, dass die Arbeitnehmer nach erziehungsbedingten Fehlzeiten wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren.

Politiken, die zur Chancengleichheit der Geschlechter und zur Entwicklung der Kinder beitragen, umfassen: niedrige effektive Steuersätze, die sicherstellen, dass sich die Arbeit für alle Elternteile finanziell lohnt; und öffentliche Investitionen in Kinderbetreuungseinrichtun-gen, die es Müttern erleichtert, bezahlte Jobs anzunehmen.

Unternehmen könnten mehr flexible Arbeitszeitregelungen wie z.B. Teilzeitarbeit, bereitstellen, um den Eltern dabei zu helfen, die Anforderungen des Jobs mit den tagtäglichen Bedürfnissen ihrer Kinder in Einklang zu bringen und weiterhin berufstätig zu bleiben. Familienfreundliche Politiken in den Unternehmen machen bei einer sinkenden Bevölkerung ökonomisch Sinn, da sie die Motivation der Arbeitskräfte steigert und Produktivität wie Ertragskraft erhöht.

Details zu den familienfreundlichen Politiken in Neuseeland, Portugal und der Schweiz sind auf der OECD Webseite verfügbar unter: www.oecd.org/media

Der Bericht Babies and Bosses: Reconciling Work and Family Live - New Zealand, Por-tugal and Switzerland (Sperrfrist: Donnerstag, 28. Oktober) kann von der OECD Pressestelle angefordert werden (Tel: 0033 1 4524 9700). Willem Andema, Projektmanager der OECD Prüfberichte Familienfreundlichen Politik (Tel: 0033 1 4524 1557) oder Mark Pearson (Tel: 0033 1 4624 9269) stehen Journalisten für weitere Informationen zur Verfügung.

Weitere Informationen über familienfreundliche Politik sind auf der OECD Webseite erhältlich unter: www.oecd.org/els/social/familyfriendly

 

 

 

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