Directorate for Education and Skills

Vorstellung der Ausgabe 2007, durch Angel Gurría

 

Vorstellung der Ausgabe 2007, Bildung auf einen Blick,
Durch Angel Gurría, Generalsekretär der OECD

Berlin, 18. September 2007


Sehr geehrte Frau Bundesministerin, sehr geehrter Herr Senator, meine sehr verehrten Damen und Herren:
Ich danke Ihnen sehr herzlich für die Gelegenheit, die OECD-Flaggschiff-Publikation über Bildung hier auf der Bundespressekonferenz vorstellen zu dürfen. Wenn ich richtig informiert bin, ist dies bereits das siebte Jahr, in dem eine solche gemeinsame Vorstellung von „Bildung auf einen Blick“ hier in Deutschland stattfindet. Ich freue mich, diese Tradition weiterzuführen, da Deutschland sich als ein für die OECD-Diagnosen und  Empfehlungen überaus empfängliches Land gezeigt hat.

Ich freue mich zudem über die Anwesenheit von Bundesministerin Schavan und Senator Zöllner. Die gemeinsame Vorstellung dieses wichtigen Berichts mit den für Bildung in Deutschland zuständigen Stellen veranschaulicht bestens die Arbeitsweise der OECD: ständiger Austausch und kontinuierliche Zusammenarbeit mit den politischen Entscheidungsträgern. Das zentrale Mandat der OECD lautet, die Regierungen auf Bundes- wie auch auf Länderebene dabei zu unterstützen, ihre öffentlichen Politiken zu verbessern, deren Wirksamkeit zu messen und gemeinsam innovative Lösungen zu finden.

Bevor ich mich den wichtigsten Ergebnissen der Ausgabe 2007 von Bildung auf einen Blick zuwende, lassen Sie mich zunächst die Bedeutung der Bildung für die OECD-Länder hervorheben. Gute Bildung ist zum wertvollsten Kapital für die Gesellschaften geworden. In einer stark wettbewerbsorientierten globalisierten Wirtschaft sind die Kompetenzen des Humankapitals Schlüsselfaktoren für Produktivität, Wirtschaftswachstum und steigenden Lebensstandard. Eine effektive und innovative Bildungspolitik eröffnet dem Einzelnen enorme Chancen; ebenso gilt jedoch, dass mangelhafte Bildungssysteme in sinkendem Lebensstandard, sozialer Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit resultieren. Aus diesem Grund spielt die Bildung eine derart zentrale Rolle auf der Agenda der OECD.

Und lassen Sie mich hinzufügen, dass die Arbeit der OECD nicht nur für ihre 30 Mitgliedsländer wertvoll ist. Wir arbeiten auch zunehmend mit wichtigen aufstrebenden Volkswirtschaften und anderen Nichtmitgliedsländern zusammen.

Um die Anpassung an eine sich rasch verändernde Welt zu bewerkstelligen und sich in einer wissensbasierten Wirtschaft zu behaupten, müssen die Regierungen unbedingt darüber informiert sein, wie gut ihre Bildungssysteme in der Lage sind, Lernende von Weltklasseformat hervorzubringen, ihre bildungspolitischen Erfahrungen auszutauschen und von den Bildungssystemen zu lernen, die derzeit die besten Ergebnisse hervorbringen. Mit unserer Veröffentlichung Bildung auf einen Blick möchten wir den Regierungen bei der Bewältigung dieser schwierigen Aufgaben helfen.

Die Ausgabe 2007 von Bildung auf einen Blick

Lassen Sie mich nunmehr auf die diesjährige Ausgabe von Bildung auf einen Blick eingehen. Was bei einer Betrachtung dieser Veröffentlichung wahrscheinlich am stärksten auffällt, ist das rasche Tempo, mit dem die Bildungssysteme weiter expandieren. Im Durchschnitt nimmt heute über die Hälfte der Schulabgänger zu einem gewissen Zeitpunkt ihres Lebens eine Tertiärbildung auf. Und in einigen Ländern beträgt dieser Anteil mehr als drei Viertel. Das ist bemerkenswert. Vor rd. 40 Jahren traf das auf kaum mehr als einen von zehn Schulabgängern zu.

Die massive Expansion der Bildung wirkt sich weiterhin generell positiv aus. Ich weiß, dass in Deutschland über die Zahl der Hochschulabsolventen kontrovers debattiert wird. Aber dieser Bericht stellt diesbezüglich ganz eindeutig fest: Die mit der Expansion der Bildung verbundenen Wirkungen sind für den Einzelnen ebenso wie für die Volkswirtschaften insgesamt sehr positiv gewesen, und bislang deutet noch nichts auf eine „inflationäre Entwicklung“ des Werts von Hochschulqualifikationen am Arbeitsmarkt hin (Indikatoren A1, A8 und A9). Im Gegenteil, in einigen der Länder mit der stärksten Expansion der Tertiärbildung nimmt der durch Hochschulabschlüsse induzierte Verdienst- und Beschäftigungsvorteil weiter zu.

Allerdings waren die Bildungsfortschritte von Land zu Land sehr uneinheitlich. Selbst in Ländern, in denen insgesamt große Fortschritte erzielt wurden, blieben signifikante Teile der Bevölkerung davon ausgeschlossen und sehen sich mit einer Verschlechterung ihrer Arbeitsmarktaussichten konfrontiert. So deuten einige der Daten denn auch darauf hin, dass die Bildungssysteme ihrer Kernaufgabe, nämlich die Bildungsteilnahme auszuweiten und die soziale Mobilität und Kohäsion zu fördern, nicht immer gerecht werden, sondern vielmehr soziale Disparitäten verfestigen und verstärken. Wir müssen diese Synergie umkehren.

Die Situation in Deutschland

Lassen sie uns nunmehr die Situation in Deutschland betrachten und sehen, wie es bei einem Vergleich mit den anderen OECD-Ländern abschneidet. Das deutsche Bildungssystem weist eine Reihe von Stärken auf. Deutschland schneidet weiterhin gut ab, wenn es darum geht, Erwachsene mit guten Basisqualifikationen auszustatten: Über 80% der Erwachsenenbevölkerung besitzen einen Sekundar¬stufe-II-Abschluss, was deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 68% liegt (Indikator A1). Das duale Berufsbildungssystem trägt insofern weitgehend zu diesem Ergebnis bei, als es: a) auf signifikante Ressourcen aus dem privaten Sektor zurück¬greifen kann (Indikator B3), b) seine Ausbildungsprogramme mittels enger öffentlich/privater Partnerschaften immer auf dem neuesten Stand hält und c) zu einem erfolgreichen Übergang von der Schule ins Arbeitsleben beiträgt (Indikator C4).

Indessen sind die in Deutschland erzielten Abschluss¬quoten im Sekundarbereich II, die noch vor zwei Generationen für weite Teile der übrigen Welt die Messlatte darstellten, in den OECD-Ländern inzwischen zur Norm geworden. Deutschland muss sein Augenmerk nunmehr verstärkt auf diejenigen richten, die keine allgemein- oder berufsbildende Qualifikation auf Sekundarstufe-II-Niveau erwerben, da sich die Arbeitsmarktsituation dieses Personenkreises signifikant verschlechtert hat (die Arbeitslosigkeit ist in dieser Gruppe unverhältnismäßig stark von 7% im Jahr 1991 auf 20% im Jahr 2005 angestiegen, Indikator A8).

Das deutsche tertiäre Bildungssystem verfügt zweifellos über große Stärken. So ist z.B. gegenwärtig nur in der Schweiz und in Portugal die Zahl der Promotionen höher als in Deutschland. Vergleicht man aber die Gesamtheit der tertiären Bildungs¬abschlüsse der Generation, die sich dem Rentenalter nähert, mit dem Qualifikations¬niveau der 25- bis 34-Jährigen, so ist Deutschland von Rang 10 auf Rang 22 zurückgefallen, und zwar vor allem deshalb, weil die Abschlussquoten im tertiären Bildungsbereich andernorts so viel rascher gestiegen sind. In den letzten zehn Jahren haben die Immatrikulationen für tertiäre Bildungsgänge OECD-weit um durchschnittlich 41% und die Ausgaben für die Tertiärbildung um 55% zugenommen. Demgegenüber sind die Immatrikulationen in Deutschland um gerade einmal 5% und die Ausgaben um 12% gestiegen.

In Deutschland waren viele bisher der Überzeugung, dass mit dem soliden Berufsbildungssystem die Schwächen im tertiären Bildungsbereich ausgeglichen würden. Zuweilen wurde sogar geltend gemacht, dass manche Berufsabschlüsse auf Sekundarniveau in Deutschland Hochschulabschlüssen in anderen Ländern entsprächen. Ich bin der Erste, der zugibt, dass die OECD noch einen weiten Weg zurücklegen muss, bis wir die Bildungsergebnisse des Tertiärbereichs so verlässlich messen können, wie das im Rahmen von PISA beim Vergleich der Schulleistungen der Fall ist, und deshalb habe ich die OECD-Direktion Bildung damit beauftragt, unverzüglich eine PISA-Studie der Tertiärbildung zu initiieren. Die Daten für dieses Jahr zeigen jedoch, dass die Einkommensvorteile von Absolventen der dualen Berufsausbildung mit 11% nach wie vor weit unter dem einer Person mit einem berufsqualifizierenden Abschluss des Tertiärbereichs (32%) und signifikant unter dem der Personen mit Tertiärabschluss (64%) liegt. Überdies ist dieser Einkommensvorteil in den letzten Jahren eher noch gesunken (Indikator A9). Das sind wichtige Signale, die wir nicht ignorieren dürfen.

Die Herausforderungen liegen weitgehend im Tertiärbereich selbst. Zu der ohnehin geringen Bildungsbeteiligung im Hochschulsektor kommt noch hinzu, dass ein großer Teil der Studierenden die Ausbildung ohne Abschluss abbricht. Bei den traditionellen fünf- bis sechsjährigen Studiengängen in Deutschland wird mit 35% eine hohe Abbrecherquote verzeichnet. Diese Erkenntnis deckt sich mit den Ergebnissen vieler anderer Länder und zeigt, dass die Umstellung auf ein zweistufiges Bachelor-/Mastersystem in Deutschland ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist, um zu einer flexibleren Qualifikationsstruktur zu gelangen.

Die Finanzierung ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Wenn man den vergleichsweise umfangreichen Forschungsbereich an deutschen Hochschulen außer Acht lässt, gibt Deutschland pro Studierenden im Tertiärbereich weniger aus als im OECD-Durchschnitt und weniger als die Hälfte des Betrags, den die Vereinigten Staaten hierfür aufwenden (Indikator B1). Ich weiß, dass in Deutschland viel darüber diskutiert wird, wie diese Finanzierungslücke geschlossen werden kann. Unsere Analyse legt nahe, dass der Einsatz innovativer Finanzierungsinstrumente und Maßnahmen zur Unterstützung von Studierenden, mit denen zusätzliche öffentliche und private Mittel in einer Form mobilisiert werden, die die gesellschaftlichen und individuellen Erträge einer tertiären Bildung besser widerspiegelt, zu einer Lösung beitragen können. Viele Länder haben diese Richtung bereits erfolgreich eingeschlagen.

Dabei ist hervorzuheben, dass ein ausschließlich öffentlich finanziertes Bildungssystem keine Garantie für Chancengerechtigkeit beim Hochschulzugang bietet, insbesondere nicht – wie dies in Deutschland noch immer der Fall ist - bei einem regressiven Finanzierungssystem, wo die Eltern für die frühkindliche Erziehung zahlen müssen, aber die öffentliche Hand die Hochschulen finanziert. Deutschland, Frankreich, Österreich und Portugal, die ihre Tertiärsysteme im Wesentlichen mit öffentlichen Mitteln finanzieren, gehören in der Tat zu den Ländern, in denen der soziale Hintergrund den größten Einfluss auf die Bildungsbeteiligung im Tertiärbereich hat: So haben nur 16% der Studierenden in Deutschland einen Vater, der Arbeiter ist.

Die Herausforderung, diesen Zugang zu verbessern, beschränkt sich nicht auf den tertiären Bereich. Unsere Indikatoren zeigen zwar, dass zwischen den Ungleichheiten beim Zugang zu Hochschulbildung und den Finanzierungssystemen höchstens eine schwache Korrelation besteht, in Deutschland können diese Ungleich¬heiten aber auf die Struktur des Schulsystems zurückgeführt werden. Bereits im Alter von zehn Jahren werden Schulkinder auf die verschiedenen Zweige des Schulsystems verteilt, wobei Kinder aus sozial benachteiligten Familien häufig an Zweige verwiesen werden, in denen die Leistungserwartungen niedriger sind. Das zeigt sich auch an den schwachen schulischen Leistungen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund (Indikator A6). Dies ist mit hohen Kosten verbunden.

Der Anteil junger Menschen mit Qualifikationen, die ihnen zumindest theoretisch Zugang zu tertiärer Bildung auf Hochschulniveau gewähren, beträgt in Deutschland lediglich 38%, wohingegen im OECD-Durchschnitt, wie ich bereits erwähnt habe, mehr als die Hälfte der heutigen Schulabgänger zu einem beliebigen Zeitpunkt ihres Lebens eine Tertiärausbildung aufnehmen. Noch frappierender erscheint mir der Umstand, dass die Mehrheit der deutschen 15-Jährigen eine Hochschul- oder Berufsausbildung im tertiären Bereich nicht einmal mehr ernsthaft in Betracht zieht: Lediglich 21% der Mädchen und 18% der Jungen streben einen tertiären Bildungsabschluss an. Diese Zahlen sind besorgniserregend. In Korea streben nahezu 80% der 15-Jährigen einen tertiären Bildungsabschluss an, wobei kaum ein Zusammenhang mit sozioökonomischen Faktoren zu erkennen ist. Der OECD-Durchschnitt liegt immer noch über 50%.
Das föderale Regierungssystem Deutschlands darf nicht als Handicap für erfolgreiche Reformen gesehen werden. Unter den OECD-Ländern finden sich zahlreiche positive Beispiele, die zeigen, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Länderebene, in Verbindung mit Wettbewerb zwischen den Ländern zur Erreichung der optimalen Lösung, exzellente Leistungen hervorbringen kann.

Deutschland hat sich den Herausforderungen, vor denen das deutsche Schulsystem im Hinblick auf Chancengerechtigkeit steht und die im Rahmen von PISA erstmals aufgezeigt wurden, in beispielhafter Weise gestellt. In vielen Bundesländern wurden umfassende Reformen in die Wege geleitet, um die frühkindliche Erziehung zu verbessern. Da unsere Vergleiche jedoch zeigen, dass eine frühzeitige Selektion und Differenzierung so durchgängig mit sozialen Ungleichheiten verbunden ist, müssen diese Themen aufgegriffen werden. In der wissensbasierten Wirtschaft muss unsere Aufmerksamkeit darauf gerichtet sein, wie wir das volle Potenzial aller Kinder entwickeln können.

Erfolgreich werden nur die Menschen und Länder sein, die Veränderungen gegenüber aufgeschlossen und anpassungsfähig sind. Aufgabe der OECD ist es, die Länder dabei zu unterstützen, die Herausforderungen zu bewältigen. In den kommenden Wochen werden meine Mitarbeiter mit den zuständigen deutschen Stellen im Kontext der Erstellung des OECD-Wirtschaftsberichts über Deutschland, bei dem Bildung ein Schwerpunktthema sein wird, sehr eng zusammenarbeiten. Und am 4. Dezember werden Ihnen dann die Ergebnisse unserer jüngsten PISA-Studie vorliegen, die – daran hege ich keine Zweifel – zu einer noch intensiveren Debatte führen und dazu beitragen werden, das Bildungssystem weiter voranzubringen.
Ich bin überzeugt, dass die Schlussfolgerungen von „Bildung auf einen Blick 2007“ – so polemisch sie auch scheinen mögen – ebenfalls die Debatte anregen und einen positiven Katalysator für die Verbesserung des deutschen Bildungssystems darstellen werden. Ich hoffe, dass Sie diesen faszinierenden Bericht mit Interesse lesen werden. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

 

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