Early childhood and schools

OECD stellt "enttäuschende" Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien in Schulen des Sekundarbereichs II fest

 

03/02/2004 - Hohe Investitionsausgaben in den letzten zwanzig Jahren haben dazu geführt, dass in den am meisten fortgeschrittenen OECD Ländern in fast allen Schulen moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) vorhanden sind. Doch das Ausmaß, in dem Computer in diesen Schulen täglich genutzt werden, bleibt enttäuschend, so das Fazit eines neuen OECD Berichts.

Die Studie Completing the foundation for lifelong learning: An OECD survey of Upper Secondary Schools beruht auf Daten aus 14 OECD Ländern - Belgien (Flandern), Dänemark, Finnland, Frankreich, Ungarn, Irland, Italien, Korea, Mexiko, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden und Schweiz - und untersucht die strukturellen Hemmnisse, die eine volle und effektive Nutzung der IKT in den Schulen des Sekundarbereichs II behindern. Ihre Schlussfolgerungen werfen wichtige Fragen für die Zeitpläne der Lehrer, die Organisation der Klassen und die berufliche Weiterentwicklung der Lehrer auf.

Trotz der großen Summen, die für die IKT ausgegeben worden sind, besuchen weniger als 20 % der Schüler Schulen, in denen für jeden Lehrer eine Arbeitsstation vorhanden ist, heißt es in dieser Studie. Und in 11 der 14 untersuchten Länder wurde der Mangel an Computern für Schüler als eines der größten Hindernisse für eine breitere IKT-Nutzung festgestellt.

Die Nutzung von Computern im Unterricht ist tatsächlich in allen Ländern sporadisch. Am häufigsten werden die Computer für das Sammeln von Informationen aus dem Internet genutzt. Im Durchschnitt der untersuchten Länder berichteten die Schulleiter von lediglich ungefähr 20 % der Schüler, dass die Computer häufig als zusätzliche Unterrichtshilfe genutzt werden. Gemäß den Schulleitern nutzen lediglich eine Minderheit der Lehrer in diesen Ländern regelmäßig Standardcomputer-Anwendungen. Nur in Dänemark, Schweden und Korea erreicht der Anteil der Lehrer, die regelmäßig Computer anwenden, 60 Prozent.

Diese Zahlen sind überraschend niedrig, wenn man sich die Explosion der Nutzung von IKT in anderen Lebensbereichen vor Augen hält. Die meisten für die geringe Nutzung genannten Gründe sind: Schwierigkeiten bei der Einbeziehung der IKT in den Klassenunterricht; Probleme bei der Planung von genug Computerzeit für Klassen und mangelndes IKT-Wissen und Kenntnisse der Lehrer. Darüber hinaus berichten die Schulleiter, dass bei der Suche nach Lehrkräften für die verschiedenen Unterrichtsgegenstände das Anheuern von IKT Lehrern bei weitem das schwierigste Rekrutierungsproblem darstelle.

Andere wichtige Erkenntnisse aus dem Bericht:

  • Das Ausmaß der Selektion bei den Aufnahme- und Einstufungspolitiken variiert zwischen den Ländern beträchtlich. Ungarn und die Region Flandern in Belgien sind im Durchschnitt selektiver, während Norwegen und Schweden sich am anderen Ende des Spektrums befinden. Die Studie zeigt jedoch auch, dass selektive Politiken nicht immer zu weniger gerechten Ergebnissen führen.
  • Die Beratung und Unterstützung, die Schüler erhalten, spielen dabei eine Rolle. Besonders gut entwickelte Berufsberatungssysteme gibt es in Däenmark, Finnland, Korea und Irland, wo mehr als 80 % der Schüler eine individuelle Berufsberatung im letzen Jahr ihrer Ausbildung im Sekundarbereich II erhalten.
  • Die Suche nach Feedback von Stakeholdern und anderen ist für eine anpassungsfähige Organisation charakteristisch, die ihre Schüler auf die Berufswelt vorbereiten muss. Die Untersuchungsergebnisse belegen, dass im Durchschnitt Finnland, Ungarn und Korea den grössten Feedback von Stakeholdern erhalten.
  • Alle Länder haben beim Anheuern von Lehrern Schwierigkeiten und es gibt zwischen den Ländern beträchtliche Unterschiede. In der belgischen Region Flandern besucht die Mehrheit von Schülern Schulen, wo die Schulleiter über überdurchschnittliche Schwierigkeiten beim Anheuern von Lehrer berichten. Überdurchschnittliche Schwierigkeiten gibt es auch in Finnland, Irland und der Schweiz. Diese Länder sind in unterschiedlichem Grad bei der Besetzung von offenen Stellen mit voll qualifizierten Lehrpersonal erfolgreich. In Flandern und Irland besuchen 95 % oder mehr der Schüler Schulen, die offene Stellen mit voll qualifiziertem Personal besetzen.
  • Eine Bewertung der Länder an Hand dieser und anderer aus der Studie gewonnener Benchmarks (siehe Abbildung 1) zeigt, dass alle Länder innnerhalb ihres Sekundarschulsystems Stärken und Schwächen haben. Insgesamt gesehen scheinen die nordischen Länder - Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden - gefolgt von Korea die größte Anzahl an Stärken zu haben. Für die nordischen Länder basiert der Großteil dieser Stärke auf der Verfügbarkeit und Nutzung von Computern und auf der beruflichen Entwicklung der Lehrer. Die Herausforderungen, mit denen Länder im allgemeinen auf diesen Gebieten konfrontiert werden, müssen auch von den nordischen Ländern bewältigt werden, obwohl diese Ergebnisse zeigen, dass sie dabei einen Vorsprung haben.

 

Journalisten können den Bericht von der passwortgeschützten OECD Webseite herunterladen oder von der OECD Pressestelle anfordern. Michael Davidson, OECD Direktorat für Bildung (Tel: 0033 1 4524 9225) steht Journalisten für weitere Informationen zur Verfügung.

 

 

 

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