|
11/01/2005 - Die OECD hat neue vergleichende Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) veröffentlicht, die auf den Kaufkraftparitäten des Jahres 2002 basieren. Die neuesten Zahlen, die gemeinsam mit dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaft EUROSTAT ermittelt worden sind, ermöglichen einen Vergleich der Wirtschaftskraft und des ökonomischen Wohlstands von 42 Ländern.
Wenn man die Zahlen mit jenen des Jahres 1999, dem früheren Benchmark-Jahr, vergleicht, fällt eine bemerkenswerte Entwicklung ins Auge - Irland ist in die Gruppe der Hocheinkommensländer aufgestiegen.
Da geringe Unterschiede bei den BIP-Indizes pro Kopf nicht ausreichend statistisch signifikant sind, um eine aussagefähige Rangliste zu erstellen, hat die OECD die Länder in vier verschiedene Kategorien unterteilt, wobei als Unterscheidungskriterium das Niveau des Einkommens herangezogen wurde. Der Basiswert 100 des Index stellt das durchschnittliche BIP pro Kopf aller 30 OECD-Länder dar.
-
Hohe Einkommen (Indexwert größer als 120): Norwegen, Vereinigte Staaten, Irland, Schweiz.
-
Hohe mittlere Einkommen (100-120): Österreich, Dänemark, Niederlande, Kanada, Island, Vereinigtes Königreich, Belgien, Schweden, Australien, Finnland, Frankreich, Japan, Italien und Deutschland.
-
Niedrige mittlere Einkommensländer (50-99): Spanien, Israel, Neuseeland, Zypern, Griechenland, Portugal, Slowenien, Korea, Malta, Tschechische Republik und Ungarn.
-
Niedrige Einkommen (unter 50): Slowakische Republik, Estland, Polen, Kroatien, Litauen, Lettland, Mexiko, Russland, Bulgarien, Rumänien, Türkei und die ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien.
Der Index für Irland stieg von 119 im Jahr 1999 auf 129 im Jahr 2002. Ansonsten blieben die Kategorien im Großen und Ganzen unverändert.
Kaufkraftparitäten sind Währungsumrechnungskurse, die einen Vergleich des BIP ermöglichen, bei dem die Preisunterschiede zwischen Ländern berücksichtigt werden. Die aktuellen Benchmark-Ergebnisse, die alle drei Jahre veröffentlicht werden, spiegeln die Preisnotierungen eines Warenkorbes wider, der ungefähr 3000 vergleichbare und repräsentative Güter und Dienstleistungen umfasst, aus denen sich das BIP zusammensetzt.
Die neuesten Daten und Erläuterungen
Journalisten werden gebeten, zwecks weiterer Informationen das OECD-Statistikdirektorat (http://www.oecd.org/std/ppp) oder die OECD-Pressestelle (Tel: + 33 1 45 24 97 00 ) zu kontaktieren. Weitere detaillierte Ergebnisse wie z.B. Kaufkraftvergleiche für den privaten Verbrauch sind in der demnächst erscheinenden Studie Purchasing Power Parities and Real Expenditures: 2002 Results verfügbar. Journalisten können ein Presseexemplar von der Pressestelle der OECD anfordern.
EUROSTAT stellte die Zahlen für die 25 EU-Mitgliedstaaten und für 6 andere assoziierte europäische Länder bereit. Die endgültigen Ergebnisse stehen auf der Webseite unter (http://europa.eu.int/comm/eurostat) sowie in der Publikation Statistics in Focus zur Verfügung.
|