Ministerielle Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der illegalen, unregulierten und nicht gemeldeten Fischerei

01/12/2003 - Fünf Küstenstaaten haben die Einsetzung einer hochrangigen Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Probleme, die aus der illegalen, unregulierten und nicht gemeldeten (IUU) Fischerei resultieren, angekündigt. Die Bildung der Arbeitsgruppe ist ein Teil der Bemühungen des OECD Round Table zur nachhaltigen Entwicklung, die schrumpfenden Fischressourcen zu schützen.


Die ministerielle Arbeitsgruppe zur IUU Fischerei, eine erstmalige Initiative dieser Art, wird vom britischen Umweltminister Elliot Morley geleitet werden. Weitere Mitglieder sind die Fischereiminister von Australien, Chile, Namibia und Neuseeland. Wissenschaftler, Rechtsexperten und Vertreter von Umweltgruppen und der Wirtschaft werden in Kürze ebenfalls eingeladen, sich daran zu beteiligen. Es wird davon ausgegangen, dass auch andere Minister der Initiative beitreten werden.


Mehr als 27 % der weltweiten Fischbestände sind gemäß der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) entweder überfischt oder dezimiert. In zwölf von sechzehn Weltfischereiregionen der FAO einschließlich der Gebiete, in denen IUU Fischerei betrieben wird, sind die Fangmengen auf historisch niedrige Ausmaße gefallen, was bestätigt, dass diese Fischbestände extrem gefährdet sind.


Bei der Ankündigung der Einsetzung dieser Arbeitsgruppe stellte der Vorsitzende des OECD Roundtable, Simon Upton fest, dass das Problem der IUU Fischerei durch internationale Abkommen erschwert wird, die die Souveränität der Staaten und die Rechte der Fischerboote auf hoher See betreffen.


"Die Herausforderung", sagte er, "bestehe darin, eine top-down Geltendmachung der Rechte mit einem bottom-up Versuch beim Management für das gemeinsame Gut zu kombinieren. Das sollte geschehen bevor alle internationalen Fischbestände erschöpft sind. Solange die Welt nicht bereit ist, den Schleier der Flaggenstaatsouveränität zu liften, stehen wir bei der Bekämpfung der IUU Fischerei auf verlorenem Posten."


Die Arbeitsgruppe wird für die Dauer von achtzehn Monaten bis zwei Jahren eingerichtet. Das Ziel besteht darin, Empfehlungen zur Verhinderung und Beseitigung der IIU Fischerei vorzubereiten, die analytisch fundiert, politisch realistisch und finanziell durchführbar sind und ihre Umsetzung auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene sicherzustellen.


Vangelis Vitalis, Chefberater, OECD Round Table zur nachhaltigen Entwicklung (Tel: + [33] 1 45 24 1457 ) steht Journalisten ür weitere Informationen zur Verfügung.


 

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