Belastungen der Arbeitseinkommen durch Steuern und Sozialabgaben bleiben in der Schweiz stabil auf niedrigem Niveau

Abzüge für Familien und Alleinerziehende steigen von vergleichsweise niedrigem Niveau besonders stark

(Paris/Berlin - 11. März 2008) Die Belastungen der Arbeitseinkommen durch Steuern und Sozialbeiträge sind in der Schweiz in den vergangenen Jahren weitgehend stabil geblieben und liegen weiter deutlich unter dem OECD-Schnitt. Dies geht aus den jüngsten Berechnungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Steuer- und Abgabenlast hervor, die heute in Paris veröffentlicht wurden.

So blieben 2007 laut der Studie Taxing Wages 2007 bei einem zum Durchschnittslohn beschäftigten Single von 100 Franken, die dieser seinem Arbeitgeber kostet, nach Abzug von Steuer und Sozialbeiträgen (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) noch 70,4 Franken netto übrig (70 Franken im Jahr 2000). Unter den 30 Ländern der OECD steht die Schweiz mit dieser Abgabenlast an 23. Stelle. Im OECD-Mittel blieben der gleichen Personengruppe bei umgerechnet 100 Franken Arbeitskosten nur 62,3 Franken netto in der Tasche (entspricht 37,7 Prozent Gesamtabgabenquote auf die Arbeitskosten). Für Alleinstehende ohne Kinder liegen die Abzüge vom Bruttolohn um rund ein Fünftel unter dem OECD-Schnitt. Für Familien mit Kindern und Alleinerziehende ist der Abstand zum OECD-Mittel geringer.

Die Steuer- und Sozialabgabenlast auf das Bruttoeinkommen berechnet sich aus Einkommenssteuer plus Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitnehmers abzüglich Bartransfers (z.B. Kindergeld). Bei der Berechung für die Arbeitskosten werden auch die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber und lohnbezogene Steuerzahlungen berücksichtigt. Pauschale Absetzungen von der Steuer für Werbungskosten oder Sozialversicherungsbeiträge werden ebenfalls berücksichtigt. Nicht enthalten in der Berechnung sind positive oder negative Einkünfte aus anderen Einkunftsarten (Kapital, selbständige Arbeit, Vermietung und Verpachtung etc.), Steuerabschläge, die an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind (z.B. für Berufspendler) und Transfers, die ausschließlich für Bezieher geringer Einkommen gezahlt werden (z.B. Wohngeld). Für detaillierte Angaben zur Schweiz siehe S. 409ff Taxing Wages.

Als Durchschnittslohn wird der durchschnittliche Jahresbruttoverdienst eines Vollzeitarbeiters in der Industrie herangezogen (Schweiz 2007: 73.503 Franken). Ausgedrückt in US-Dollar zu Kaufkraftparitäten (US-Dollar PPP) entspricht das 43.664 US-Dollar PPP. Im OECD-Schnitt lag das durchschnittliche Jahresbrutto bei 34.033 US-Dollar PPP (ungewichtetes Mittel). Siehe auch S. 130/131 Taxing Wages.

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