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Österreichs Entwicklungshilfeleistungen im vergangen Jahr rückläufig
Gesamtaufwendungen der OECD-Geberländer sinken zum ersten Mal seit 1997
(Paris/Berlin 3. April 2007) Die 22 Mitglieder des OECD-Entwicklungsausschusses (DAC) haben im vergangen Jahr 103,9 Mrd. US-Dollar für Entwicklungshilfe aufgewendet. Gegenüber dem Jahr 2005 ist das ein Rückgang um real 5,1 Prozent. Diese Zahlen hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heute in Paris veröffentlicht. Der Anteil der öffentlichen Aufwendungen für die Entwicklungszusammenarbeit (Official Development Assistance - ODA) lag bei 0,30 Prozent des gesamten Bruttonationaleinkommens (BNE) der OECD-Geberländer. Erstmals seit 1997 waren die ODA-Zahlen im vergangen Jahr damit wieder rückläufig (siehe Table 1).
In den ODA-Aufwendungen sind 19,2 Mrd. US-Dollar für Entschuldung, vor allem von Irak und Nigeria, enthalten. Diese Aufwendungen haben im vergangen Jahr erwartungsgemäß deutlich geringer zu Buche geschlagen als 2005. Rechnet man Entwicklungshilfe ohne Entschuldung, dann ergibt sich für 2006 ein Rückgang von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (siehe Table 2).
Nach vorläufigen Zahlen sind die bilateralen Nettoaufwendungen aller OECD-Geberländer für Subsahara-Afrika real um 23 Prozent auf rund 28 Mrd. US-Dollar gestiegen. Dieser Anstieg geht allerdings weitgehend auf höhere Aufwendungen für Entschuldung zurück. Lässt man die Entschuldung Nigerias außen vor, ist die Hilfe für Subsahara-Afrika nur um zwei Prozent gewachsen.
Österreichs Entwicklungshilfeleistungen sind im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent zurückgegangen. Sie lagen bei 1,513 Mrd. US-Dollar. Das entspricht 0,48 Prozent des Bruttonationaleinkommens. Die Aufwendungen für Entschuldung sind gegenüber 2005 um rund ein Viertel zurückgegangen. Sie wurden aber teilweise durch andere Ausgaben kompensiert. So stiegen die Ausgaben ohne Entschuldung im vergangenen Jahr gegenüber 2005 um real 11,0 Prozent auf 760 Mio US-Dollar. Grund für den Anstieg waren vor allem höhere Beiträge an multilaterale Institutionen als im Vorjahr (siehe Table 1 und 2).
In absoluten Zahlen lag Österreich mit seinen ODA-Aufwendungen unter den OECD-Geberländern an 16. Stelle. Betrachtet man den Anteil der Entwicklungshilfe an der Wirtschaftsleistung, liegt das Land an neunter Stelle und leicht über dem Schnitt der OECD-Geberländer (0,46 Prozent des BNE) (siehe Chart 1). Österreich hat für 2006 das selbst gesteckte Ziel, 0,33 Prozent des Bruttonationaleinkommens für die Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden erreicht. Bis 2010 will Österreich gemäß internationaler Zusagen die Aufwendungen für Entwicklungshilfe auf 0,51 Prozent des Bruttonationaleinkommens erhöhen (siehe Table 3).
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