Die Alterung der Bevölkerung zwingt OECD-Länder ihre Beschäftigungspolitiken zu überdenken: Pressekonferenz in Brüssel, Montag den 10. Oktober, 10:30 Uhr.

29/09/2005 - Die Menschen leben immer länger und verbringen sehr viel mehr Zeit im Ruhestand. Doch was ein Segen für den Einzelnen ist, droht zum Fluch für Wirtschaft und soziale Wohlfahrtssysteme zu werden. Solange die OECD-Länder ihre Beschäftigungspolitik nicht an die neuen demographischen Realitäten anpassen, werden sie mit einem Rückgang des Arbeitskräfteangebots und mit abnehmendem Wohlstand konfrontiert werden.

Häufig sind die Beschäftigungspolitiken in den OECD-Ländern ein Relikt aus vergangenen Zeiten, die ältere Arbeitskräfte, wenn sie länger im Beruf bleiben, eher benachteiligen als belohnen. Zur Unterstützung einer Agenda für den Wandel organisiert die OECD am 17. und 18. Oktober im Palais d'Egmont in Brüssel das "High-level Policy Forum on Ageing and Employment Policies".

Die neue OECD Studie wird im Rahmen einer Pressekonferenz von der stellvertretenden Generalsekretärin der OECD, Berglind Asgeirsdottir, und der stellvertretenden Direktorin für Beschäftigung, Arbeitskräfte und Sozialfragen, Martine Durand, am Montag, den 10. Oktober 2005 um 10:30 Uhr im IPC-Residence Palace 155, rue de la Loi / Brüssel vorgestellt.

Am 17. Oktober, dem ersten Tag des High-level Policy Forums, werden Regierungsvertreter, Sozialpartner, Wissenschaftler und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen Fragen, die von der OECD-Studie aufgeworfen werden, diskutieren. Ihr Ziel ist es, eine Reihe von neuen alters-freundlichen Beschäftigungspolitiken zu entwerfen, von denen die Wirtschaft, die Gesellschaft und die älteren Arbeitskräfte selbst profitieren. Vertreter der Presse können an der Debatte teilnehmen.

Minister und leitende Beamte werden am 18. Oktober in einer geschlossenen Runde folgende Fragen debattieren:

  • Kann eine spätere Pensionierung am besten durch eine Erschwerung der Frühpensionierung gefördert werden oder dadurch, dass längeres Arbeiten attraktiver gemacht wird?
  • Wie können fest verwurzelte Einstellungen zur Frühpensionierung, von Arbeitgebern ebenso wie von Arbeitnehmern, verändert werden?
  • Gibt es "Best practice" Beispiele zur Erhaltung und Förderung der Beschäftigungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer?

Eine Pressekonferenz findet am Dienstag, den 18. Oktober um 15:00 Uhr im Palais d'Egmont statt.

Journalisten, die weitere Informationen wünschen, sich zur Pressekonferenz oder zur Sitzung des High-Level Forums am 17. Oktober anmelden wollen, werden gebeten das OECD Berlin Centre (berlin.contact@oecd.org, Tel.: +49-30-2888353) oder die Media Division der OECD Paris (antje.knorr@oecd.org, +33-1-45248559) zu kontaktieren.
 
Wegen inhaltlicher Informationen können sich Journalisten an den Autor der neuen OECD Studie, Mark Keese (+33-1-45248794), oder seinen Kollegen Christopher Prinz (+33-1-45249483), Autor zweier Länderstudien, wenden.

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