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(Berlin/Paris – 15. Oktober 2008) In der Schweiz hat sich 2007 der Anteil der Steuern und Sozialabgaben an der Wirtschaftsleistung mit einem Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Mit 29,7 Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP) blieben die Steuereinnahmen und Sozialbeiträge nach der OECD-Abgrenzung weiter deutlich unter dem OECD-Schnitt von 35,9 Prozent (2006). Auch der Höchstwert von 30,0 Prozent aus dem Jahr 2000 wird weiter nicht erreicht. Dies geht aus der diesjährigen Ausgabe der "Revenue Statistics" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, die heute in Paris veröffentlicht wurde.
In der Schweiz werden bei den Sozialbeiträgen nach der Abgrenzung der OECD der verbindliche Anteil der beruflichen Vorsorge sowie die obligatorischen Kranken- und Unfallversicherungsbeiträge nicht mitgerechnet, da diese an privatrechtlich organisierte Träger geleistet werden. Zusammen belaufen sich diese Beiträge auf rund sieben Prozent des BIP. Würde man in allen Ländern solche Zahlungen bei der Berechnung der Steuer- und Sozialversicherungsquote berücksichtigen, lägen die Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen in der Schweiz knapp unter dem OECD-Durchschnitt.
Auch in der Zusammensetzung des Steueraufkommens hat sich 2007 wenig geändert. So sind die Einnahmen aus Steuern auf Einkommen und Unternehmensgewinne 2007 gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent des BIP gestiegen. Damit liegt das Aufkommen aus diesen teilweise progressiven Steuern weiter leicht über dem OECD-Schnitt von 13,0 Prozent (2006).
Im Gegenzug sind die Einnahmen aus Steuern auf Waren und Dienstleistungen (Mehrwert-, Mineralöl-, Tabak-, Versicherungs-, Kfz- und andere Verbrauchssteuern) 2007 ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent des BIP zurückgegangen. Das OECD-Mittel lag 2006 bei 11,1 Prozent des BIP. Eine geringere Verbrauchsteuerquote als die Schweiz haben innerhalb der OECD nur die USA (4,6 Prozent) und Japan (5,2 Prozent).
Die Einnahmen aus Substanzsteuern (Grund-, Vermögens-, Schenkungs- und Erbschaftssteuer) lagen 2007 stabil bei 2,4 Prozent des BIP und damit über dem OECD-Schnitt von 2,0 Prozent (2006). Innerhalb der OECD erzielen allerdings Großbritannien (4,6 Prozent), Südkorea (3,7 Prozent), Luxemburg (3,6 Prozent), Frankreich (3,5 Prozent), Kanada (3,3 Prozent) sowie die USA (3,1 Prozent) und Spanien (3,0 Prozent) noch deutlich höhere Einnahmen aus dieser Steuerart.
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