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Entwicklung reicht aber nicht aus, um Rückstand gegenüber den übrigen OECD-Ländern aufzuholen
(Berlin/Paris – 9. September 2008) In Österreich ist in den vergangen Jahren der Anteil der Studienanfänger deutlich gestiegen. Die Entwicklung reicht aber nicht aus, um bei der Studierendenquote zu den übrigen OECD-Ländern aufzuschließen. Dies geht aus der diesjährigen Ausgabe der Studie "Bildung auf einen Blick" hervor, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" (OECD) heute in Berlin und Paris vorgestellt hat.
So haben 2006 in Österreich 40 Prozent der Schulabgänger ein Studium begonnen, im Jahr 2000 waren es nur 34 Prozent. OECD-weit ist die Studienanfängerquote im gleichen Zeitraum allerdings von 47 auf 56 Prozent eines Jahrgangs gestiegen. Auch der Anteil der Hoch- und Fachhochschulabsolventen ist in Österreich 2006 leicht auf 21 Prozent gestiegen. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Dennoch bleibt der Anteil der Hochqualifizierten je Jahrgang der drittniedrigste in der OECD (vor der Türkei und Griechenland und gleichauf mit Deutschland). Bei den Postgraduierten (Promotion oder vergleichbar) liegt der Anteil mit 1,9 Prozent dagegen deutlich über dem OECD-Schnitt von 1,4 Prozent. Der Anteil der Studienabbrecher an Hoch- und Fachhochschulen liegt mit 29 Prozent leicht unter dem OECD-Schnitt von 31 Prozent.
Obwohl in Österreich mit 32,2 Prozent ein im OECD-Vergleich sehr hoher Anteil der Studierenden in einem naturwissenschaftlich-technischen Fach abschließt (gegenüber 24 Prozent im OECD-Mittel), bleibt der Anteil dieser Hochqualifizierten an den jüngeren Erwerbstätigen vergleichsweise gering. So kamen in Österreich 2006 auf 100.000 Erwerbstätige im Alter von 25 bis 34 Jahren nur 937 Hochqualifizierte im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich, im OECD-Schnitt waren es dagegen 1340.
Mit einem Anteil von 53 Prozent sind Frauen in Österreich bei den Studienanfängern für eine tertiäre Ausbildung im Vergleich zum OECD-Schnitt von 54 Prozent leicht unterrepräsentiert. Wie in den meisten anderen OECD-Ländern ist der Frauenanteil besonders in den gesundheits- und geisteswissenschaftlichen Fächern sehr hoch. Bei den Geisteswissenschaften liegt der Frauenanteil mit 72 Prozent noch über dem OECD-Schnitt von 68 Prozent. Leicht überdurchschnittlich ist auch der Frauenanteil bei den Ingenieurswissenschaften (24 Prozent gegenüber 22 Prozent im OECD-Mittel) und bei den Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (57 gegenüber 55 Prozent im OECD-Mittel).
87 Prozent der 25 bis 34-Jährigen in Österreich haben mindestens eine abgeschossene Berufsausbildung oder Matura. Das ist deutlich über dem OECD-Schnitt von 78 Prozent, aber bleibt hinter den Spitzenwerten von Korea (97 Prozent) oder Tschechien (94 Prozent) sowie hinter der Schweiz und den skandinavischen Ländern zurück.
Zwar ist in Österreich der Anteil der Bildungsausgaben an der Wirtschaftsleistung zurückgegangen und lag 2005 mit 5,5 Prozent deutlich unter dem, was die OECD-Länder insgesamt an ihrer Wirtschaftsleistung für Bildung ausgeben (6,1 Prozent). Dennoch sind die Ausgaben pro Schüler über die gesamte Bildungskarriere hinweg in Österreich nach den USA, der Schweiz und Norwegen die höchsten innerhalb der OECD.
Mit einem Anteil von 15,5 Prozent war Österreich 2006 im OECD-Vergleich eine beliebte Destination für internationale Studenten. Nur in Luxemburg, Neuseeland, Australien, Großbritannien und der Schweiz lag der Anteil der ausländischen Studierenden höher. Von 2000 bis 2006 ist in Österreich der Anteil ausländischer Studierender um ein knappes Drittel gewachsen. Im OECD-Schnitt hat sich dieser Anteil im gleichen Zeitraum hingegen mehr als verdoppelt.
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