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Die OECD-Leitsätze sind neben den ILO-Kernarbeitsnormen und dem UN Global Compact weltweit das wichtigste Instrument zur Förderung von verantwortungsvoller Unternehmensführung. Für Unternehmen bieten sie einen Verhaltenskodex bei Auslandsinvestitionen und für die Zusammenarbeit mit ausländischen Zulieferern. Sie beschreiben, was von Unternehmen bei ihren weltweiten Aktivitäten im Umgang mit Gewerkschaften, im Umweltschutz, bei der Korruptionsbekämpfung oder der Wahrung von Verbraucherinteressen erwartet wird.

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Oktober 2011, 101 Seiten, €24, ISBN: 9789264122345
Inhalt
Teil I: OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen - Empfehlungen für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln in einem globalen Kontext
- Einführung
- 1. Begriffe und Grundsätze
- 2. Allgemeine Grundsätze
- 3. Offenlegung von Informationen
- 4. Menschenrechte
- 5. Beschäftigung und Beziehungen zwischen den Sozialpartnern
- 6. Umwelt
- 7. Bekämpfung von Bestechung, Bestechungsgeldforderungen und Schmiergelderpressung
- 8. Verbraucherinteressen
- 9. Wissenschaft und Technologie
- 10. Wettbewerb
- 11. Besteuerung
Teil II: Umsetzungsverfahren der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
- Neufassung der Entscheidung des Rats in Bezug auf die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
- Verfahrenstechnische Anleitungen
- Erläuterungen zu den Umsetzungsverfahren
Teilnehmer und Verpflichtungen
Die 34 OECD-Mitglieder sowie Ägypten, Argentinien, Brasilien, Lettland, Litauen, Marokko, Rumänien und Peru haben die Leitsätze unterzeichnet. Sie verpflichten sich, alle auf ihrem Gebiet tätige Unternehmen zur Einhaltung der Leitsätze anzuhalten. Diese Verpflichtung gilt auch für Aktivitäten in Drittstaaten. Für Unternehmen setzen die Leitsätze einen Standard, sie sind aber nicht rechtsverbindlich.
Umsetzung
Alle Vertragsstaaten haben Nationale Kontaktstellen (NKS) eingerichtet, an die Verstöße gegen die Leitsätze gemeldet werden können. Vor allem Gewerkschaften und NGOs nutzen dieses Verfahren. Die vorgebrachten Fälle werden dann im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens mit dem betreffenden Unternehmen erörtert. Stellt die Kontaktstelle einen Verstoß gegen die Leitsätze fest, wird dies in einer Mitteilung veröffentlicht.
Geschichte
Die Leitsätze gehen auf das Jahr 1976 zurück. Im Jahr 2000 wurden sie umfassend überarbeitet und erweitert. Zuletzt verpflichteten sich auch die Teilnehmer des G8-Gipfels in Heiligendamm in ihrer G8-Gipfelerklärung vom 7.6.2007 zu einer stärkeren Förderung der OECD-Leitsätze und riefen Unternehmen sowie Schwellen- und Entwicklungsländer dazu auf, sich die Standards zu Eigen zu machen. Die letzte Aktualisierung erfolgte 2011.
Nationale Kontaktstellen
> Weitere Nationale Kontaktstellen (pdf, 273kB, engl.)
> Treffen der Nationalen Kontaktstellen
Multilaterales Monitoring
Die Teilnehmerländer überwachen die Umsetzung der Leitsätze auf jährlich stattfindenden Treffen der Nationalen Kontaktstellen. In diesem Rahmen findet auch ein Austausch mit Unternehmensvertretern, Gewerkschaften und NGOs zu aktuellen Themen statt.
Jahresbericht 2010 - Unternehmensverantwortung
Jahresbericht 2009 - Stärkung der Verbraucher und das Verhalten der Unternehmen
Jahresbericht 2008 - Beschäftigung und industrielle Beziehungen
Jahresbericht 2007 - Verantwortliche Unternehmensführung im Finanzsektor
Jahresbericht 2006 - Wirtschaften in Fragilen Staaten
Jahresbericht 2005 - Rolle der Leitsätze in Entwicklungsländern
Jahresbericht 2004 - Unternehmen und Umweltschutz
Jahresbericht 2003 - Korruptionsbekämpfung
Jahresbericht 2002 - Beziehungen zu Zulieferern
Jahresbericht 2001 - Globale Instrumente zu verantwortlicher Unternehmensführung
Empfehlungen zu Teilaspekten
Umwelt und OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
Betriebliche Instrumente und Konzepte. Mit zahlreichen Beispielen zur Umsetzung des Umweltkapitels in der Praxis (pdf, 1,6MB)
OECD Risk Awareness Tool for Multinational Enterprises in Weak Governance Zones
Handreichung für Unternehmen, die in fragilen Staaten tätig sind (pdf, 636kB, engl.)
Links
www.oecd.org/de/leitsaetzemnu
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