Development

Die Minister der OECD-Länder bekräftigen die im Rahmen der Millenniumserklärung und des Monterrey-Konsens eingegangenen Verpflichtungen zur Förderung der Entwicklung

 

04/05/2005 - Im Rahmen der von den reichsten Ländern der Welt gestarteten Initiative, dem schwächer werdenden Welthandel und den erlahmenden Entwicklungsverhandlungen neuen Elan zu geben, haben die Minister der OECD-Länder bei ihrer Tagung in Paris die Verpflichtungen ihrer Länder in Bezug auf die Millenniumserklärung und den Monterrey-Konsens zur Förderung der Entwicklung bekräftigt.

In einer vierseitigen Erklärung, in der die entsprechenden Grundsätze und Prioritäten dargelegt sind, sagen sie zu, wie im Monterrey-Konsens vereinbart, "das Volumen ihrer gemeinsamen EZ-Leistungen signifikant zu steigern".

Fünf Geberländer (Dänemark, Luxemburg, Norwegen, Niederlande und Schweden) erfüllen derzeit den ODA-Richtwert von 0,7% des Bruttonationaleinkommens, und weitere sieben (Belgien, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Irland, Finnland, Spanien und Deutschland) haben sich verpflichtet, dieses Ziel bis zu einem bestimmten Termin zu erreichen. "Wenn die Länder diese Verpflichtungen einlösen, würde das ODA-Volumen von 78,6 Mrd. US-$ im Jahr 2004 auf 115 Mrd. US-$ im Jahr 2010 steigen".

Die OECD-Länder betonen aber auch, dass jedes Land selbst für seine wirtschaftliche und soziale Entwicklung verantwortlich ist. "Eine gesunde makroökonomische Politik, verantwortungsbewusstes staatliches Handeln, das sich auf gefestigte demokratische Institutionen und das Prinzip der Rechenschaftspflicht stützt und den Bedürfnissen aller Bürger ... Rechnung zu tragen sucht, sowie ein Umfeld, in dem der private Sektor voll zur Entfaltung gelangen kann, sind entscheidende Voraussetzungen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Armutsbeseitigung, Arbeitsplatzschaffung und ökologische Nachhaltigkeit", heißt es in der Erklärung.

Die OECD-Länder weisen warnend darauf hin, dass Korruption ein großes Hindernis für Entwicklung und Investitionen darstellt. In ihrer Erklärung verpflichten sie sich, den Entwicklungsländern beim Aufbau effektiver Systeme der Korruptionsbekämpfung zu helfen. Sie stellen ferner nachdrücklich fest, dass eine Erhöhung der EZ-Mittel von einer effektiveren Verwendung dieser Mittel flankiert werden muss und die mit den EZ-Programmen erzielten Fortschritte überwacht und gemessen werden müssen.

Im Bereich der Wirtschaftspolitik erkennen die OECD-Länder an, dass sie gefordert sind, zur Schaffung günstiger Wachstumsbedingungen beizutragen. "Die makroökonomische Politik sollte so ausgerichtet werden, dass sie für stabiles Wachstum, niedrige Inflation und tragfähige Staatsfinanzen sorgt, denn all diese Faktoren sind für die Entwicklungsländer insofern wichtig, als sie zur Senkung der Finanzierungskosten und zur Gewährleistung eines stetigen Exportmarktwachstums beitragen", heißt es in der Erklärung.

Die Minister sind sich ferner ihrer Verantwortung für die Kompatibilität ihrer Politiken mit den Bedürfnissen der Entwicklungsländer bewusst. "Um das Wachstum anzukurbeln und das positive Potenzial der Interaktion zwischen Entwicklungsländern und Industriestaaten voll auszuschöpfen, werden wir uns um verstärkte Synergien zwischen den Politiken bemühen und deren Effekte auf die Entwicklungsländer berücksichtigen".

Unter Verweis auf die Bedeutung eines offenen, regelgestützten, nicht diskriminierenden Handelssystems für Wirtschaftswachstum und Entwicklung verpflichten sich die OECD-Länder, "mit einem geschärften Sinn für die Dringlichkeit dieser Fragen alle erdenklichen Anstrengungen zu unternehmen, um zu gewährleisten, dass die Doha-Runde den Entwicklungsländern substantielle Vorteile bringt".

Ihr Ziel ist es, wie die Minister erklären, den Abschluss der Verhandlungen der Doha-Entwicklungsrunde bis Ende 2006 sicherzustellen. Sie verweisen aber darauf, dass die Entwicklungsländer auch in diesem Fall zusätzlicher Hilfe bedürfen.

"Verstärkte technische Hilfe und Hilfe für den Kapazitätsaufbau, namentlich in den am wenigsten entwickelten Ländern, sind ebenfalls von Bedeutung", heißt es in der OECD-Erklärung. "Wir werden gemeinsam mit den Entwicklungsländern darauf hinarbeiten, dass sie ihre Produktionskapazität steigern, die nötigen Anpassungen vornehmen und die neuen Handelschancen, auch im Süd-Süd-Handel, ausschöpfen".

Der vollständige Wortlaut der Erklärung ist beigefügt

 

 

 

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