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OECD Bericht zeigt Anstieg der Mittelflüsse der Entwicklungszusammenarbeit - doch zum Erreichen der Monterrey Ziele sind größere Anstrengungen erforderlich

 

28/01/2004 - Obwohl die größten Entwicklungshilfe-Geber die Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in den letzten Jahren erhöht haben, bleibt noch viel zu tun, wenn sie das auf der UN Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Monterrey, Mexiko zugesagte Niveau an Hilfeleistungen erreichen wollen, so das Fazit der jüngsten Ausgabe des OECD Jahresberichts zur Entwicklungszusammenarbeit.

Sofern die in Monterrey eingegangenen Verpflichtungen eingehalten werden, könnten die Leistungen der öffentlichen EZ (ODA-Leistungen) von einem Niveau von 52 Mrd. US $ im Jahr 2001 auf 75 Mrd. US $ im Jahr 2006 zunehmen. Das Erreichen dieses Niveaus wird jedoch vor allem von Entscheidungen abhängen, die in fünf OECD Ländern - USA, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland - zu treffen sind, da ihre für 2004 bewilligten Haushaltsmittel beträchtliche weitere Anstrengungen in den nächsten beiden Jahren erforderlich machen, wenn ihre Zusagen eingelöst werden sollen.

Sollte die angepeilte Erhöhung bei den Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit realisiert werden, so wäre dies größte Anstieg in der 43 jährigen Geschichte des OECD-Entwicklungsausschusses (DAC), der die Politik und Leistungen der weltweit bedeutendsten Entwicklungshilfe-Geber koordiniert. Selbst wenn das anvisierte Niveau von 75 Mrd. US Dollar im Jahr 2006 erreicht würde, läge der Anteil der ODA-Leistungen am Bruttonationaleinkommen (BNE) der DAC Länder aber noch immer unter 0,3 %, verglichen mit dem UN-Richtwert von 0,7 %.

Die diesjährige Ausgabe des OECD Berichts zur Entwicklungszusammenarbeit informiert detailliert und umfassend über die finanziellen Mittelflüsse im Jahr 2002, einem Jahr, als die internationalen Hilfeleistungen nach einigen Jahren erstmals wieder stark anstiegen (von 52 Mrd. US $ 2001 auf 58 Mrd. US $ 2002, zu laufenden Preisen und Wechselkursen).

Der Bericht bewertet den Fortschritt in den Entwicklungsländern auf dem Weg zur Erreichung der Milleniums-Entwicklungsziele zur Armutsbekämpfung, die auf dem UN Milleniums Gipfel 2000 mit dem Zieldatum 2015 festgelegt wurden. Er kommt zu dem Schluss, dass viele dieser Ziele nicht erreicht werden - für die Gesundheit in den meisten Regionen nicht, und für viele andere Ziele vor allem nicht in Sub-Sahara-Afrika.

Er macht deutlich, dass die Entwicklungsländer auf vielen Gebieten mehr tun müssen einschließlich der Schaffung eines Umfelds, in dem der private Sektor gedeihen kann. Parallel dazu betont er, dass die OECD Länder mehr tun müssen, um das Wachstum in den armen Ländern durch kohärente Politiken zu fördern, die den Erfordernissen dieser Länder Rechnung tragen.

Vor diesem Hintergrund stellt der Bericht einige positive langfristige Trends fest, z.B. mehr Unterstützung für Regierungen, die gute Ergebnisse liefern, mehr ungebundene Hilfe, mehr Unterstützung für Politiken, die von den Entwicklungsländern selbst gestaltet und ihnen nicht durch Bedingungen aufgezwungen werden und eine größere Fokussierung auf Gesundheit und gute Staatsführung. Es wird jedoch auch ein starker Rückgang bei der Hilfe für die landwirtschaftliche Entwicklung festgestellt sowie ein steigender Anteil der Nothilfen zur Bewältigung von humanitären Katastrophen, was im Gegensatz steht zur langfristigen Entwicklung und Unterstützung der ärmsten Länder.

Als Antwort auf diese Trends, plädiert der Bericht für raschere Fortschritte bei der Harmonisierung der Geberpraktiken und für mehr Unterstützung der in den Entwicklungsländern praktizierten Ressourcenmanagement-Systeme. Er tritt für präzisere und besser koordinierte Evaluierungen ein, die darauf abzielen, genauere Erkenntnisse über die Wirksamkeit der gesamten Hilfe auf Länderebene zu erhalten. Und er spricht sich für einen konstruktiven Dialog zwischen den Gebern aus über Fragen wie z.B. Wachstum und Armutsbekämpfung, produktive und soziale Sektoren, öffentlicher und privater Sektor sowie Arten der Hilfe.

Darüber hinaus legt der Bericht zur Entwicklungszusammenarbeit auch die Arbeit des OECD Entwicklungsausschusses (DAC) und seiner verschiedenen Arbeitsgruppen dar, die zur Bewältigung der internationalen Entwicklungsagenda durchgeführt wird.

Richard Manning, Vorsitzender des OECD Entwicklungsausschusses (DAC) und Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Deutschland werden die Ergebnisse des Berichts am Mittwoch, 28. Januar 2004 um 12:30 Uhr im OECD Berlin Centre (Albrechtstr. 9, 10117 Berlin) der Presse vorstellen. Anmeldungen zur Teilnahme an der Pressekonferenz bitte per e-mail an Ramona Hering, OECD Berlin Centre (Journalisten können ein Presseexemplar des Berichts (Sperrfrist: Mittwoch, 28. Januar, 11:00 Uhr Pariser Zeit) von der OECD Pressestelle  anfordern.

 

 

 

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