
Alle Angaben in PISA-Punkte
- Zwischen Mädchen und Jungen sind die Unterschiede in der Lesefähigkeit nach wie vor groß. Der Abstand entspricht in Österreich mit 41 PISA-Punkten (dem Lernfortschritt eines Schuljahres) in etwa dem OECD-Durchschnitt.
- Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, also solche, bei denen beide Eltern nicht in Österrreich geboren wurden, schneiden um 67 PISA-Punkte schlechter ab als gleichaltrige Einheimische.
- In Mathematik und Naturwissenschaften erreichten die österreichischen Schülerinnen und Schüler mit 496 PISA-Punkten den OECD-Durchschnitt, während die Leistungen in den Naturwissenschaften leicht unter dem Schnitt lagen
Besonderheit bei PISA 2009 in Österreich
Die Tests für PISA 2009 wurden in Österreich in einer Zeit durchgeführt, die durch eine Auseinandersetzung zwischen der Lehrergewerkschaft und dem Unterrichtsministerium geprägt war. Im Zuge dieser Auseinandersetzung wurde auch zu einem Boykott der PISA-Tests aufgerufen, dieser Aufruf allerdings wenig später widerrufen. Dennoch haben einzelne Testteilnehmer an PISA 2009 diesen Boykott umgesetzt. Es mussten deshalb Testbögen, die erkennbar von diesem Boykott betroffen waren, aus dem Datensatz für Österreich entfernt werden.
Auch wenn der Datensatz für Österreich nach dieser Bereinigung den technischen Standards für PISA 2009 entspricht, kann die negative Atmosphäre während der Testphase die Motivation und Leistungen der Testteilnehmerinnen und –teilnehmer beeinflusst haben. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass die Testbedingungen unter denen die Daten 2009 erhoben wurden nicht uneingeschränkt mit den Testbedingungen früherer PISA Studien vergleichbar sind. Aus diesem Grund berichtet die OECD Ergebnisse für Österreich nur mit Vorbehalt und sieht von Vergleichen mit den Ergebnissen früherer PISA-Untersuchungen für Österreich ab.
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