Wer erstellt die Testfragen?
Alle teilnehmenden Länder können Fragen an den internationalen Vertragspartner einreichen; zusätzlich verfasst auch der internationale Vertragspartner einige Fragen. Anschließend werden die Fragen vom internationalen Vertragspartner und den teilnehmenden Ländern auf kulturelle Unterschiede hin geprüft. Nur Fragen, die einstimmig angenommen werden, werden in PISA verwendet. Außerdem wird vor der tatsächlichen Studie ein Probelauf in allen teilnehmenden Ländern durchgeführt. Sollten sich dabei Testfragen in bestimmten Ländern als zu einfach oder zu schwierig erweisen, werden sie von der eigentlichen Studie in allen Ländern ausgeschlossen.
Wie sehen die Tests aus?
Die Tests bestehen sowohl aus Multiple-Choice-Fragen als auch aus Fragen, die freie Antworten erfordern. Die Fragen sind textbasiert und schließen manchmal aber Bilder, Graphiken oder Tabellen ein. Die Fragen sind realten Lebenssituationen entnommen. Jede PISA-Studie besteht aus Testmaterial für ca. sieben Stunden. Aus diesem Material wird in verschiedenen Kombinationen für jeden Schüler ein zwei-stündiger Test zusammegestellt. Bisher wurden Stift-und-Papier Fragebögen eingesetzt. In Zukunft könnten aber auch computerbasierte Tests zum Einsatz kommen.
Was sind die PISA-Hintergrundfragebögen?
Schülerinnen und Schüler beantworten einen Hintergrundfragebogen mit Informationen über sich selbst, ihre Lerneinstellungen und ihr Zuhause. Das Ausfüllen dauert 20 bis 30 Minuten. Zusätzlich erhölt die Schulleitung einen 20-minütigen Fragebogen über die Schule. Länder können außerdem verschiedene weitere optionale Fragebögen anwenden: einen Fragebogen über Computerkenntnisse, einen Fragebogen über den Bildungsweg und einen Fragebogen über den Hintergrund der Eltern. Des Weiteren können Länder durch nationale Fragebögen weitere Informationen erheben. Mit Hilfe dieser Informationen können die Testergebnisse mit Faktoren wie Migrationserfahrung, Geschlecht und sozioökonomischem Hintergrund sowie der Einstellung der Schülerinnen und Schüler gegenüber der Schule und Lernprozessen in Beziehung gesetzt werden.
Wie werden die Tests korrigiert?
Jedes Land hat eine eigene vom nationalen Projektmanager beaufsichtigte Korrektorengruppe. Diese bewertet die Tests nach Richtlinien des internationalen Vertragspartners und der Funktionalen PISA-Expertengruppe (mit Input aus allen Teilnehmerländern). Die Ergebnisse werden dann an den internationalen Vertragspartner weitergeleitet, der sie wiederum dem OECD-Sekretariat übermittelt.
Warum werden nicht die gesamten Testmaterialien veröffentlicht?
Eine Reihe von Fragen werden in mehr als einer PISA-Studie verwendet, damit Ländern ihr Abschneiden über verschiedenen PISA-Studien hinweg verfolgen können. Diese Fragen können nicht veröffentlicht werden, solange sie in Gebrauch sind.
Werden die Ergebnisse aller Länder veröffentlicht?
Normalerweise ja. Die Berichte, die nach jeder Studie veröffentlicht werden, enthalten die Daten aller teilnehmenden Länder sofern die Daten und die Anzahl der getesteten Schülerinnen und Schüler bestimmte Standards erfüllen. Wenn diese Standards nicht erfüllt sind, werden die Daten nicht veröffentlicht.
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