Wie werden die Ergebnisse dargestellt?
Für jedes der drei Themengebiet werden die Ergebnisse auf einer Skala angeordnet. Die Skalen sind in Kompetenzstufen eingeteilt, die dem Schwierigkeitsgrad einer bestimmten Gruppe von PISA-Testfragen entsprechen. Stufe 1 entspricht Fragen, deren Lösung mit Hilfe der elementarsten Fertigkeiten möglich ist; höhere Stufen entsprechen Fragen mit höherem Schwierigkeitsgrad.
Zudem werden die Ergebnisse für jedes Themengebiet in Punkten ausgewiesen. Für jedes Land entsprechen die Ergebnisse dem Durchschnitt aller Ergebnisse seiner Schülerinnen und Schüler. Für den Durchschnitt der OECD-Länder wird der Wert von 500 Punkten festgelegt, bei einer Standardabweichung von 100 Punkten. Somit erzielen etwa zwei Drittel aller Schülerinnen und Schüler der OECD-Länder Ergebnisse zwischen 400 und 600 Punkten.
Wie kommt der Rang eines Landes zustande?
PISA ordnet die Teilnehmerländer entsprechend ihrem Abschneiden in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften ein. Eine Rangliste, die alle drei Bereiche zusammenfasst, gibt es nicht. Die Länder werden entsprechend der durchschnittlichen Punktzahl geordnet.
Auf Basis dieser Reihung ist es jedoch nicht möglich, einen exakten Rang für jedes Land anzugeben. Da die Ergebnisse mit Hilfe einer Stichprobe ermittelt werden, können die Fähigkeiten der Grundgesamtheit, also aller 15-Jährigen Schülerinnen und Schüler, nur mit einer statistischen Unsicherheit angegeben werden. Entsprechend ergibt sich für jedes Land eine Spanne von Rangplätzen auf denen es sich mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit befindet. Bei PISA 2003 etwa wurde immer wieder berichtet, dass Finnland und Korea auf Rang eins und zwei stünden. Tatsächlich lässt sich nur sagen, dass Finnland sich zwischen Rang 1 und 3 und Korea zwischen Rang 1 und 4 der OECD-Länder befindet.
Lassen sich die Ergebnisse der verschiedenen PISA-Studien miteinander vergleichen?
Grundsätzlich können die Schülerleistungen zwischen den verschiedenen Testrunden miteinander verglichen werden. Allerdings ist dies erst ab dem Zeitpunkt möglich, in dem für das jeweilige Testgebiet der konzeptionelle Rahmen voll entwickelt wurde. Für den Bereich Lesen ist dies ab PISA 2000 der Fall, für den Bereich Mathematik ab PISA 2003 und für Naturwissenschaften ab PISA 2006. Auch einige Elemente des Hintergrund-Fragebogens können miteinander verglichen werden.
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