Die Ergebnisse für jedes Themengebiet werden in Punkten ausgewiesen. Für jedes Land entsprechen die Ergebnisse dem Durchschnitt aller Ergebnisse seiner Schülerinnen und Schüler. Für den Durchschnitt der OECD-Länder wird der Wert von 500 Punkten festgelegt, bei einer Standardabweichung von 100 Punkten. Somit erzielen etwa zwei Drittel aller Schülerinnen und Schüler der OECD-Länder Ergebnisse zwischen 400 und 600 Punkten.
Was bedeutet es, wenn zwischen den Ergebnissen zweier Länder ein Abstand von 50 Punkten besteht? Die folgenden Beispiele sollen helfen die Bedeutung von Punktzahldifferenzen zu beurteilen:
Ein Unterschied von 74,7 Punkten entspricht der Höhe einer Kompetenzstufe auf der PISA Gesamtskala Naturwissenschaften, was einem relativ großem Leistungsunterschied entspricht. So müssen Schülerinnen und Schüler der Stufe 3 z.B. in der Lage sein, Fakten und Kenntnisse zur Erklärung von Phänomenen auszuwählen und einfache Modelle oder Untersuchungsstrategien anzuwenden. Für die Kompetenzstufe 2 reicht es dagegen aus, direkte logische Denkschritte zu vollziehen und Beschreibungen wörtlich zu interpretieren.
Als weitere Referenzgröße kann der Leistungsunterschied auf der Gesamtskala Naturwissenschaften zwischen den OECD-Ländern mit dem höchsten und dem niedrigsten durchschnittlichen Ergebnis herangezogen werden. Er beträgt 241 Punkte. Der Leistungsabstand zwischen den Ländern mit dem fünfthöchsten und dem fünftniedrigsten Durchschnittsergebnis beträgt 143 Punkte.
In den 28 OECD-Ländern schließlich verteilt sich eine beträchtliche Zahl der 15-Jährigen in den PISA-Stichproben auf mindestens zwei Klassenstufen. Aus dem Leistungsunterschied zwischen diesen Schülern lässt sich ableiten, dass ein Schuljahr im Durchschnitt 38 Punkten auf der PISA Gesamtskala Naturwissenschaften entspricht.
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