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Maxime Ladaique, Manager für statistische Ressourcen in der Abteilung Arbeit und Soziales - Meine Zahl ist die 14

 

Die Arbeit mit Zahlen ist meine Leidenschaft. In Frankreich habe ich angewandte Statistik und in Großbritannien Sozialstatistik studiert. Bei der OECD arbeite ich an der Datenanalyse und -verbreitung sowie an der Entwicklung von Indikatoren für verschiedene arbeitsmarkt- und sozialpolitische Projekte. Ich liebe es, mit Zahlen umzugehen und freue mich besonders, wenn am Ende ein schönes Ergebnis herauskommt.

 

Meine Zahl: 14

Meine Zahl ist die 14, denn sie wurde kürzlich als der OECD-Durchschnitt für drei wichtige soziale Indikatoren, an denen ich arbeite, ermittelt: 

  1. 14 % der jüngeren OECD-Bevölkerung (15-29 Jahre) sind nicht in Bildung, Beschäftigung oder Ausbildung, sogenannte NEETs.

  2. Mit einer durchschnittlichen relativen Armutsquote von fast 14 % haben Jugendliche zwischen 18 und 24 Jahre zudem ein höheres Armutsrisiko als jede andere Altersgruppe OECD-weit.

  3. 14 % ist auch das durchschnittliche geschlechtsspezifische Lohngefälle in den OECD-Staaten: Frauen (in Vollzeitbeschäftigung) verdienen immer noch 14 % weniger als Männer. Geschlechterunterschiede bestehen also nach wie vor hartnäckig fort.
Tatsächlich fühle ich mich vielen Zahlen verbunden. Deshalb bin ich gern bereit und hoffe, meine Zahl 14 in den kommenden Jahren in „14 minus 1, 2 oder mehr“ einzutauschen. Das würde nämlich bedeuten, dass die OECD-Länder wichtige Maßnahmen ergriffen haben, um diese 14 % zu senken. Dazu gehört, die Schulabbruchquote zu senken, aber auch die Qualität der Berufsausbildung zu verbessern und durch eine engere Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern mehr Lehrstellen zu schaffen. Auch besserer Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Bildung, Ermutigung der Väter zum Elternurlaub, mehr Transparenz bei der Bezahlung, Erhöhung der Subventionen oder Leistungen für die Kinderbetreuung sowie ein Ausbau der kostenlosen Kinderbetreuung sind maßgeblich für die Senkung dieser Werte. 


Was schätze ich besonders an der OECD (was könnten wir besser machen)?

Ich glaube an die Macht der Zahlen: Eine Zahl sagt manchmal mehr als tausend Worte. In der OECD sind Statistiken Basis für alles, was wir tun. Sie helfen uns, unsere Wirtschaft und Gesellschaft zu definieren, zu beobachten und besser zu verstehen. Zahlen und Statistiken sind unerlässlich für die Entwicklung besserer Strategien für ein besseres Leben. Dafür schätze ich die Arbeit mit der OECD.

 

Publikationen, an denen ich mitgearbeitet habe

» Society at a Glance: OECD Social Indicators (2016)

» OECD: A Leader in International Measurement and Analysis in Social Policy (2018)

 

Weitere Informationen

» Folgen Sie die sozialpolitischen Aktivitäten der OECD auf Twitter: http://twitter.com/OECD_Social

» Zur Projektseite "Meine Zahl"

 

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