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Fernando Galindo-Rueda, Experte für Wissenschaft und Technologie - Meine Zahl ist 5 Millionen

 

Fernando Galindo-RuedaIch bin nun schon seit neun Jahren bei der OECD. Davor habe ich einige Zeit in verschiedenen Funktionen für die britische Regierung gearbeitet. Neben Forschung und Evaluierung habe ich mich darum gekümmert, statistische Methoden zu verbessern und vor allem Minister zu Industrie- und Innovationsstrategien zu beraten. Ziel war es, die Auswirkungen der globalen Finanzkrise abzumildern.

Meine Erfahrung mit der OECD als britischer Regierungsbeamter gab mir den Anstoß, mich direkt bei der Organisation zu bewerben. Ich wollte dabei helfen, Analysen und Vergleichsdaten für Länder zu erstellen, die diese Aufgabe nicht allein bewerkstelligen können.   

Aktuell arbeite ich als Chefökonom in der Abteilung für Wissenschaft, Technologie und Innovation. Ich bin für die Koordinierung einer Arbeitsgruppe des OECD-Ausschusses für Wissenschafts- und Technologiepolitik zuständig, die sogenannten National Experts of Science and Technology Indicators (NESTI). Diese Gruppe besteht aus zahlreichen Statistikern und Wissenschaftlern aus allen OECD-Staaten sowie Vertretern internationaler Organisationen wie EU, UNESCO oder Weltbank.

 

Meine Zahl: 5 Millionen

So viele Wissenschaftler sind im OECD-Raum tätig – das entspricht in etwa der Einwohnerzahl Irlands. Ihre Arbeit wird unter Forschung und Entwicklung (F&E) zusammengefasst, ein Begriff, den wir bei der OECD seit 1963 definieren.

OECD-Länder wenden im Durchschnitt 2,3 % ihres Bruttoinlandsprodukts für F&E auf, wovon etwa ein Viertel direkt von den Regierungen bezahlt wird. Um dies in Relation zu setzen: Diese jährliche Investition in unsere langfristige Zukunft beläuft sich auf etwa 1,4 Billionen US-Dollar pro Jahr und entspricht somit dem Wert des Haushaltsdefizits der OECD-Staaten im Jahr 2017. Global gesehen stammen zwei Drittel der F&E-Ausgaben aus OECD-Staaten.

 

Warum ich in meinem Bereich arbeite

Nachhaltige und langfristige Verbesserungen der Lebensbedingungen benötigen ein Umfeld, das die Entwicklung neuer Ideen unterstützt. Die Arbeit dieser fünf Millionen Forscher ist somit von großer Bedeutung für unsere gemeinsame Zukunft. Sie ist ein wesentlicher Treiber für unsere Arbeit im Bereich Wissenschafts- und Technologiepolitik der OECD.

Dort untersuchen wir unter anderem, was Menschen dazu bringt, einen wissenschaftlichen Karriereweg einzuschlagen. Wie zugänglich sind diese Bereiche und gibt es genug Möglichkeiten, um die Kompetenzen der Wissenschaftler einzusetzen? Kürzlich haben wir uns zum Beispiel anhand einer großangelegten Umfrage unter wissenschaftlichen Autoren mit der Frage befasst, wie die Welt der Forschung die Digitalisierung vorantreibt und wie sie von ihr transformiert wird.


Darauf kommt es mir am meisten an

Mit Blick auf die Zukunft besteht unsere Aufgabe darin, politischen Entscheidungsträgern zu vermitteln, in welchen Bereichen die größte Notwendigkeit für neues Wissen und innovative Lösungen besteht. Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir neue Informationsquellen entwickeln. Dies kann nur in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Ländern und privaten und öffentlichen Organisationen entstehen.

Publikationen, an denen ich mitgearbeitet habe

Mehr zu den Zahlen:

» Zur Projektseite "Meine Zahl"

 

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