Umweltprüfbericht: Deutschland ist Labor für grünes Wachstum

 

(Paris/Berlin -  31. Mai 2012) Deutschland ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die CO2-, Energie- und Ressourcenintensität seiner Wirtschaft zu reduzieren. Obwohl die deutsche Öffentlichkeit mit der Umweltqualität im Großen und Ganzen zufrieden ist,  gibt es auf dem Gebiet noch eine Reihe von Herausforderungen: Der jüngste „OECD-Umweltprüfbericht: Deutschland“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mahnt Verbesserungen bei der Wasser- und Luftqualität, dem Schutz der Biodiversität und der Reduktion von CO2 in der Energieproduktion an. Dem Bericht zufolge braucht Deutschland eine kosteneffizientere Umweltpolitik, um seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen, die in einigen Fällen noch über jene der Europäischen Union hinausgehen.



   

Strenge Umweltauflagen haben dazu beigetragen, dass Deutschland heute eine Führungsrolle im Bereich der Umweltgüter und –dienstleistungen einnimmt. Grünes Wachstum ist eine wichtige Quelle für Arbeitsplätze und bringt bis zum Jahr 2020 eine Wertschöpfung von bis zu 300 Milliarden Euro.


“Die enormen Herausforderungen, vor denen wir heute mit Blick auf die Umwelt stehen, verlangen effiziente Lösungen“, sagte der Direktor des OECD-Umweltdirektorats Simon Upton. „Sie müssen Innovationen fördern und verhindern, dass wir uns auf veraltete Technologien festlegen. Neue Quellen für grünes Wachstum können der Wirtschaft aus der aktuellen Krise helfen. Deutschland hat dabei eine Vorreiterrolle.“

 

 

Der Bericht enthält 29 Empfehlungen. Unter anderem regt er an:

  • die Umweltprüfung von wirtschaftspolitischen Maßnahmen und die wirtschaftliche Beurteilung von umweltbezogenen Maßnahmen zu verstärken;
  • Instrumente für eine finanzielle Unterstützung von Umwelt-Innovationen zu schaffen und solche Innovationen für privates Kapital attraktiv zu machen;
  • die Umweltauswirkungen von Subventionen systematisch zu beurteilten und all jene abzubauen, die umweltschädlich oder wirtschaftlich und sozial ineffizient sind – dazu gehört auch die Anpassung der Förderungen für erneuerbare Energien;
  • die Energiesteuern so einzusetzen, dass sie das EU-Emissionshandelssystem effektiv ergänzen und für alle Wirtschaftssektoren ein konsistentes CO2-Preissignal setzen.


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