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Regionale Unterschiede bei der Lebensqualität in Deutschland weniger ausgeprägt als in den meisten anderen großen OECD-Ländern

 

(Paris/Berlin, 16. Juni 2016) - Gut 25 Jahre nach der Wiedervereinigung sind in Deutschland regionale Unterschiede bei den sozialen und wirtschaftlichen Lebensverhältnissen weit weniger ausgeprägt als in den meisten anderen größeren OECD-Ländern. Dies geht aus der Studie Regionen auf einen Blick 2016 hervor, die heute in Paris veröffentlicht wurde.

Auf Basis von rund 20 Indikatoren vergleicht die Studie Lebensqualität und Lebenszufriedenheit in OECD- und G20-Ländern und gibt Aufschluss über Unterschiede zwischen den verschiedenen subnationalen Einheiten – im Falle Deutschlands der Bundesländer.

Der Studie zufolge sind in Deutschland die regionalen Einkommensunterschiede weit geringer ausgeprägt als etwa in Spanien, Italien, Großbritannien oder Polen. Auch bei der Lebenserwartung sind die regionalen Unterschiede innerhalb Deutschlands geringer als in Spanien oder Frankreich. Gleiches gilt für die Mordrate, die Belastung der Bevölkerung durch Luftverschmutzung, die Wahlbeteiligung und den sozialen Zusammenhalt.

Vergleichsweise groß sind die regionalen Unterschiede bei den Wohnverhältnissen (gemessen in Räume pro Person) und beim Bildungsniveau (Anteil der Bevölkerung mit Sekundarabschluss). Auch der Anteil  älterer Menschen an der Bevölkerung ist in den Bundesländern in den vergangenen Jahren unterschiedlich schnell gewachsen. Vergleichsweise groß sind auch die regionalen Unterschiede bei  der  Gesundheitsversorgung (Zahl der Hausärzte und Krankenhausbetten bezogen auf die Bevölkerung).

Die Pressemitteilung zum Gesamtbericht in englischer Sprache finden Sie unter: www.oecd.org/newsroom/regional-inequalities-worsening-in-many-countries.htm.‌‌‌


Pressekontakt:
Matthias Rumpf
Matthias.Rumpf@oecd.org
Tel.: +49-30-28883541

 

 

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