Die Wirtschaft schwächt sich unter dem Einfluss der Verlangsamung des Welthandels deutlich ab. Ungewöhnlich niedrige Zinssätze kurbeln die Inlandsnachfrage an, was wiederum die Importe steigen und den Leistungsbilanzüberschuss schrumpfen lässt. Im Zuge der Erholung an den Exportmärkten wird das reale BIP den Projektionen zufolge 2013 um ½% und 2014 um 2% expandieren. 2013 wird die Arbeitslosigkeit den Projektionen zufolge leicht ansteigen. Der Verbraucherpreisauftrieb wird unter dem Einfluss der anziehenden Energiepreise und robusten Binnennachfrage voraussichtlich bei nahezu 2% verharren.

Grafiken (xlsx)
Die Haushaltsregel lässt auf Ebene des Bundes das volle Wirken der automatischen Stabilisatoren zu, was für begrüßenswerte vertrauensbildende Konjunkturimpulse sorgen dürfte. Der zur Verfügung stehende diskretionäre fiskalische Spielraum sollte genutzt werden, falls sich das Gesamtumfeld deutlich eintrüben sollte. Strukturreformen zur Deregulierung der freiberuflichen Dienstleistungen, zur Beseitigung von Hindernissen für unternehmerische Tätigkeit und zur Verbesserung des Hochschulzugangs würden die Wachstumsergebnisse verbessern und den Leistungsbilanzüberschuss verringern.
» ausführliche Konjunkturprognose für Deutschland (pdf)
» weitere Informationen zum Wirtschaftsausblick