Konjunkturprognose November 2016 - Deutschland

 

(Paris/Berlin, 28. November 2016) - Das Wirtschaftswachstum wird den Projektionen zufolge solide bleiben, da der robuste Arbeitsmarkt, die niedrigen Zinssätze und die leicht expansive Fiskalpolitik dem Verbrauch und den Wohnungsbauinvestitionen Auftrieb geben. Die Nachfrage aus den aufstrebenden Volkswirtschaften und den Ländern des Euroraums wird voraussichtlich nur langsam anziehen, was die Unternehmensinvestitionen bremst. Die Arbeitslosenquote wird auf historisch niedrigem Niveau verharren. Der Leistungsbilanzüberschuss wird leicht zurückgehen, aber hoch bleiben.

Von der Haushaltspolitik müssen noch stärkere Impulse ausgehen, um der verhaltenen Nachfrage im Euroraum entgegenzuwirken und wichtige strukturelle Schwachstellen zu beseitigen, die ein inklusives Wachstum bremsen. Reformen zum Abbau der Marktzutritts- und Wettbewerbsbeschränkungen in den freien Berufen, im Telekommunikations-, Post- und Schienenverkehrssektor sowie im Handwerk würden das Unternehmertum, die Produktivität und die Investitionstätigkeit stärken. Im Bankensektor würden effektivere Vorschriften zur Trennung von Investmentbanking-Aktivitäten und Retailbanking sowie strengere Auflagen in Bezug auf die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) die Finanzmarktrisiken verringern.

» ausführliche Konjunkturprognose (PDF)

 

 

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