Konjunkturprognose Juni 2017 - Deutschland

 

(Paris/Berlin, 7. Juni 2017) - Den Projektionen zufolge wird das Wirtschaftswachstum kräftig bleiben, und die Arbeitslosenquote wird weiter zurückgehen. Die geringe Arbeitslosigkeit und höhere Staatsausgaben werden den privaten Verbrauch fördern. Niedrige Zinsen und die Zuwanderung dürften die Wohnungsbauinvestitionen stützen, die Unternehmensinvestitionen werden aber voraussichtlich nur langsam anziehen. Die Exporte profitieren von der starken Nachfrage aus Asien und den Vereinigten Staaten, werden sich allerdings abschwächen, wenn der Effekt der Euro-Abwertung der vergangenen Zeit abklingt und das Einfuhrwachstum in China nachlässt. Der Leistungsbilanzüberschuss wird etwas abnehmen, hauptsächlich aufgrund höherer Energiepreise. Ein starkes Einnahmewachstum dürfte gewährleisten, dass der Haushaltssaldo positiv bleibt.

Die Fiskalpolitik muss stärker auf die Beseitigung zentraler struktureller Schwachstellen hinwirken, die ein inklusives Wachstum behindern. Zusätzliche Ausgaben sollten prioritär Weiterbildungsmöglichkeiten für Migranten, der Verbesserung der Kinderbetreuung und dem Ausbau von Ganztagsgrundschulen zugutekommen. Durch eine Senkung der Steuerbelastung für Zweitverdiener würden Hindernisse für den Zugang von Frauen zu attraktiveren Arbeitsplätzen und Karriereoptionen verringert, wodurch das Fachkräfteangebot auf einem angespannten Arbeitsmarkt vergrößert werden könnte.

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