Konjunkturprognose November 2017 - Deutschland

 

(Paris/Berlin, 28. November 2017) - Wachstum wird sich den Projektionen zufolge leicht abschwächen, aber kräftig bleiben, und die Beschäftigung wird voraussichtlich weiter expandieren. Die Konjunkturbelebung im Euroraum kurbelt die Exporte und die Unternehmensinvestitionen an, ein stärkerer Euro und höhere Löhne könnten jedoch die Wettbewerbsfähigkeit beein trächtigen. Eine niedrige Arbeitslosigkeit und Lohnzuwächse stützen den privaten Konsum, erhöhen allerdings auch den Verbraucherpreisauftrieb. Niedrige Zinssätze und eine kräftige Nachfrage nach Wohnraum, die teilweise auf Zuwanderung zurückzuführen ist, stützen die Wohnungsbauinvestitionen. Der Leistungsbilanzüberschuss wird leicht zurückgehen, aber hoch bleiben.

Die Fiskalpolitik ist leicht wachstumsfördernd ausgerichtet, der Haushalt wird jedoch weiter einen Überschuss aufweisen. Das Angebot an Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Ganztagsschulen im Primarbereich muss ausgeweitet werden, und die Infrastruktur muss modernisiert werden. Es besteht Spielraum, die Steuerlast von den Erwerbseinkommen auf Umwelt- und Grundsteuern zu verlagern. Die Steuerbelastung für Zweitverdiener sollte gesenkt werden. Solche Maßnahmen würden ein inklusives und umweltverträgliches Wachstum stärken.


» ausführliche Konjunkturprognose (PDF)

 

 

 

Related Documents